Schulstress - und was jetzt?

Schulstress - und was jetzt? © soupstock / AdobeStock.com

Unsere Welt wird immer hektischer und stressiger - dies gilt nicht nur für uns Erwachsene und unsere Arbeit, sondern auch für unsere Kinder in Bezug auf die Schule. Schulstress tritt häufig auf und sollte nicht unterschätzt werden.
Stress ist - egal in welcher Form - eine ernstzunehmende Angelegenheit. Dauert der Stresspegel zu lange an und das Kind erfährt keine ausreichenden Erholungsphasen, so kann dies ernsthafte Folgen mit sich ziehen. Diese können sich sowohl physisch als auch psychisch äussern. Zeit, etwas gegen den Schulstress zu unternehmen!

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Mögliche Gründe für Schulstress

Die Gründe für Schulstress bei Kindern können sehr vielfältig sein. Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen temporär auftretendem Schulstress (z. B. kurz vor einer Prüfung) oder andauernder Schulstress aufgrund von tiefgründigeren Ursachen. Mögliche Ursachen für andauernden Stress in der Schule können zum Beispiel eine Unterforderung, Überforderung, Mobbing durch Klassenkameraden, übertriebener Ehrgeiz, usw. sein. Fakt ist jedoch, dass die Anforderungen in der Schule (und somit auch der Druck, der auf die Kinder ausgeübt wird) in den letzten Jahren zugenommen hat. Umso wichtiger ist es, dass du dein Kind bestmöglich unterstützt und ihm stets ein offenes Ohr anbietest, sodass du Veränderungen an deinem Kind schnell bemerkst und dementsprechend reagieren kannst.

Wie kann ich Schulstress an meinem Kind erkennen?

Schulstress äussert sich bei allen Kindern unterschiedlich. Dennoch gibt es einige Indizien, die dafürsprechen, dass du ein wenig genauer hinsehen solltest. Bemerkst du plötzliche Verhaltensänderungen, wie z. B. eine immer häufiger auftretende Antriebslosigkeit, eine erhöhte Reizbarkeit, etc., so könnten dies Anzeichen dafür sein, dass dein Kind seit längerem unter grossem Druck steht. Auch wenn dein Kind nicht mehr gerne zur Schule geht, oder ihm sogar das Aufstehen morgens schon schwerfällt, solltest du hellhörig werden und das Gespräch mit deinem Kind suchen. Wichtig ist hierbei, dass dieses Gespräch Vertrauen schafft und keine Vorwürfe gemacht werden.

Sprich mit deinem Kind offen über die Situation und frage auch ganz direkt, ob es einen bestimmten Auslöser für den Stress gibt. Meistens lässt sich hier recht deutlich ein Grund ausfindig machen, der mit wenig Aufwand aus der Welt geschafft werden kann. Sollte dies nicht gelingen, so kann ein beratendes Gespräch mit der Klassenlehrperson möglicherweise mehr Aufschluss bringen. Bei Über- oder Unterforderung, sowie bei anhaltendem Mobbing, das nicht durch Gespräche aufgelöst werden kann, könnte ein Klassen- bzw. Schulwechsel die Lösung sein. Hält der Zustand deines Kindes trotz aller Bemühungen und Veränderungsversuchen an, kann auch der Schulpsychologe eine gute Anlaufstelle sein. Dieser ist geschult darin, in wenigen Gesprächen mit dem Kind herauszufinden, was genau das Kind so unter Druck setzt - und ob es sich vielleicht sogar selbst zu sehr unter Druck setzt. Burnout bei Kindern kommt durchaus vor und äussert sich wie bei erwachsenen Menschen auch. Hier ist es wichtig, das Burnout schnellstmöglich zu erkennen und mit der Behandlung zu beginnen. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto leichter wird diese sein.

Abschliessend lässt sich sagen, dass so ziemlich alle Kinder hin und wieder unter Schulstress leiden. Ist dieser Zustand nur von kurzer Dauer, so ist dies nicht weiter bedenklich. Achte auf jeden Fall darauf, dass du gezielte Ruhephasen in den Alltag integrierst, in denen Entspannung ermöglicht wird. Viele aneinandergereihte Freizeitaktivitäten können den Schulstress noch verstärken, da auch positiver Stress eine Form von Stress ist - und somit Ruhe als Ausgleich benötigt wird. In den meisten Fällen lässt sich Schulstress - zum Glück - mit wenigen Veränderungen drastisch reduzieren.

 

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