Lerntipps – Mathe besser lernen

Die kompliziertesten Aufgaben lassen sich strukturiert und auf der Grundlage von vorher gelerntem Basiswissen lösen. Manchmal dauert es vielleicht ein wenig länger. Pixabay © stux (CC0 Public Domain)

Mathematik ist für viele Schüler nicht gerade das Lieblingsfach. Damit Klassenarbeiten oder Klausuren gelingen, brauchen viele Nachhilfe in Mathe, um die Versetzung am Schuljahresende nicht zu gefährden. Manchmal ist das einfach nur eine Blockade im Kopf.

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„Mathe ist schwer“, ist ein weit verbreiteter, lähmender Gedanke. Doch eigentlich ist Mathe gar nicht so schwer. Allerdings fangen viele bei einer Matheaufgabe an, blind loszurechnen. Besser ist, die Aufgabenstellung in Ruhe zu lesen und wichtige Informationen zu markieren. Wenn die Aufgabe zu kompliziert erscheint, kann eine Lösungsskizze hilfreich sein. Was auch hilft, ist das Strukturieren der Lösung, in Haupt- und Nebenrechnung. Damit lässt sich die Aufgabe am Ende auch viel leichter überprüfen und Zwischenergebnisse nachvollziehen.

Mathematik hat Methode

Struktur hilft auch bei den Lernunterlagen. Wenn Unterlagen ordentlich und gut strukturiert sind, Zwischen- und Endergebnisse hervorgehoben sind, hilft das ebenfalls bei der Prüfungsvorbereitung. Sehr hilfreich ist es, den Unterricht direkt am selben Tag nachzubereiten, selbstständig die Hausaufgaben zu machen und Fragen zu notieren für die nächste Unterrichtsstunde oder für den Nachhilfelehrer. Die Arbeitsmaterialien sollten immer sauber, ordentlich und parat sein. Auch ein Taschenrechner gehört zur Grundausstattung für jeden Schüler.

Ohne viel Aufwand zu einer besseren Mathenote

Matheblockaden lösen sich am einfachsten durch kontinuierliches Lernen. Dazu sollten Schüler und Studenten wenigstens an drei oder vier Tage in der Woche etwa zehn Minuten in Mathe investieren und wenigstens eine Aufgabe lösen. Wer dann noch die Theorie dazu lernt, ist auf einem sehr guten Weg. Schüler, die dies über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten durchziehen, verbessern automatisch ihre Mathe-Note.

Diese regelmässigen zehn Minuten Mathe-Trainings sind wichtig und sollten auch dann stattfinden, wenn kein Test und keine Prüfung anstehen und es auch gerade keine Mathe-Hausaufgaben gibt. Mit der Zeit wird Mathe einfacher.

Mathematik ist nicht nur für Genies. Wichtig ist, kontinuierlich zu lernen und sich nicht selbst zu blockieren.
Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)

Mathe-Blockade lösen

Der Gedanke „Mathe ist schwer“ erzeugt bei vielen fast schon eine Mathe-Phobie. Doch Angst blockiert das Gehirn, das Lernen geht dann erst recht nicht. Besser ist es, sich selbst positiv auf das Thema einzustimmen mit positiven Gedanken wie „Mathe macht Spass“. Wer das immer und immer wieder denkt, überzeugt sich damit am Ende selbst. Mathematik wird mit der Zeit einfacher, weil sich die Blockaden lösen und Mathe nicht mehr negativ im Gehirn verankert ist.

Superhirn-Training

Das Gehirn ist wie ein Muskel, es braucht regelmässiges Training, um gut zu funktionieren. Studien belegen, dass Mathematik sich besonders gut für Hirntraining eignet. Das Gehirn kann sich besser entwickeln bei anspruchsvollen Denksportaufgaben.

Damit verbessern sich nicht nur die Mathe-Noten. Die Denkfähigkeit und die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern sich. Das ist ein besonders positiver Nebeneffekt des Mathe-Trainings.

Nicht aufgeben

Für viele ist Mathe unbegreifbar, ein unüberwindbarer Berg. Das gibt ihnen ein schlechtes Gefühl und zieht sie runter. Wichtig ist, sich von diesem Gefühl nicht davon abhalten zu lassen, Mathe zu lernen, denn Mathematik ist keine Zauberkunst. Es ist eine Wissenschaft, die jeder lernen kann. Durch regelmässiges Lernen lassen sich mit der Zeit immer schwierigere und komplexere Aufgaben lösen. Bei manchen Aufgaben dauert es etwas länger, bis der Groschen fällt.

Mathematik ist nicht zum Auswendiglernen

Wer einen Rechenweg für eine Matheaufgabe stur auswendig lernt, behilft sich nur kurzfristig für die nächste Prüfung. Wichtiger ist es, den Weg zu verstehen, zu begreifen, wie eine Aufgabenstellung gemeint ist, wie die Zusammenhänge funktionieren. Wer Mathematik verstanden hat, kann auch weitergehende Aufgaben lösen und vergisst vor allem nicht so leicht, wie die Aufgaben funktionieren, wie bei sturem Auswendiglernen.

Mathematik baut aufeinander auf

Viele lernen Mathe in einzelnen Themen, manches ist schon in früheren Schuljahren in etwas einfacherer Form aufgetaucht. Diese Themen aus früheren Schuljahren ergeben Techniken für neue Aufgaben. Viele Aufgaben lassen sich nicht ohne dieses Wissen lösen. 

Lücken im Fach Mathematik können dazu führen, dass Schüler immer schlechter in Mathe werden, weil Mathematik aufeinander aufbaut. Vorher Gelerntes ist wichtig, wie zum Beispiel das kleine Einmaleins aus der zweiten Klasse. Um hier nicht den Anschluss zu verlieren und am Ende den Spass am Lernen zu verlieren, ist es notwendig, Altes aufzuarbeiten. Dann werden neue Aufgaben plötzlich viel klarer und einfacher zu lösen.

Wenn Mathe von Anfang an Spass macht, kommt es gar nicht erst zu Denkblockaden.
Pixabay © geralt (CC0 Public Domain)

Mathe in Bildern lernen

Vielen hilft es, Mathe besser zu begreifen, wenn sie sich eine Aufgabenstellung bildlich vorstellen und eine Geschichte daraus machen. Das Gehirn kann Bilder leichter verarbeiten und sie bleiben länger im Gedächtnis.

Warum ist Mathe überhaupt wichtig?

Wer sich so gar nicht für Mathe erwärmen kann, fragt sich wahrscheinlich ständig, warum das überhaupt notwendig ist. Algebra und Geometrie gehören zur Allgemeinbildung. Mathematik gehört zu den Grundlagen für eine gute Ausbildung, auch wenn sie im späteren Berufsleben vielleicht gar nicht so relevant ist. Mathematik selbst mag nicht so relevant sein, aber zu lernen strukturiert zu denken und zu arbeiten ist in vielen Lebensbereichen sehr hilfreich. Für die meisten ist Mathematik einfach notwendig, um später das Schul- oder Ausbildungsdiplom zu erhalten. Zur Motivation kann es hilfreich sein, sich vorzustellen, wie das ist, das Ausbildungsdiplom am Ende in den Händen zu halten.

Tipp: Fähigkeiten austauschen

Es gibt immer Mitschüler, die das Fach Mathematik lieben. Die meisten sind gerne bereit, Übungen oder Aufgaben zu erklären. Manchmal haben sie eine andere Art, die Aufgaben zu erklären als der Lehrer, plötzlich ist die Aufgabe viel verständlicher. Diese Unterstützung ist gratis und kann zudem Freundschaften fördern. Im Gegenzug braucht das Mathe-Genie vielleicht Hilfe in einem anderen Fach.

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