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Keine Lust auf Schule? 10 Tipps, um Kinder zu motivieren

Keine Lust auf Schule? 10 Tipps, um Kinder zu motivieren © detailblick-foto / AdobeStock.com

Bis zu einem gewissen Grad ist es durchaus normal, dass Kinder ungern in die Schule gehen. Kinder sind noch auf dem Weg zum Erwachsenwerden und hätten oft gerne mehr Freiheiten. Problematisch wird es jedoch, wenn Kinder gänzlich blockieren, wenn es um schulische Angelegenheiten geht. Wir geben dir einen kurzen Überblick über die möglichen Ursachen und helfen, dir konstruktive Lösungsansätze zu finden. Denn häufig führt eine erhöhte Druckausübung auf das Kind zu noch mehr Problemen. Deshalb ist es wichtig, emphatisch und taktvoll mit dem Kind umzugehen.

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Zehn Tipps für mehr Motivation in der Schule

1. Leistungsdruck mindern
Wir alle meinen es nur gut mit den Kindern und doch erwirken wir nicht selten das pure Gegenteil. Es ist wichtig Schwächen zuzulassen, um keine Ängste zu schüren. Manchmal trauen sich Kinder nicht, mit dem Zeugnis nach Hause zu kommen, weil eine hohe Erwartungshaltung herrscht. Mit Verständnis und weniger Druckausübung wird dein Kind die Schule auf eine positivere Weise wahrnehmen.

2. Regelmäßige Gespräche
Häufig bleibt die Ursache für eine mangelnde Motivation unbekannt, weil Kinder sich nicht trauen, es selbst anzusprechen. Deshalb solltest du als Elternteil regelmäßige Gespräche mit dem Kind führen, um eventuell wichtige Informationen zu erhalten. Hat das Kind Angst vor einem bestimmten Schüler? Gibt es Mobbing in der Klasse? Fühlt es sich unter Druck gesetzt? Ist es vielleicht unter- oder überfordert? Wenn die Gründe für die fehlende Motivation erstmal bekannt sind, kannst du entsprechend reagieren.

3. Begleitung der Hausaufgaben
Um Lernschwächen und Defizite frühzeitig zu erkennen, ist es gut, wenn Eltern sich für die Hausaufgaben des Kindes interessieren und wenn nötig etwas nochmals erklären und Fragen beantworten. Wichtig ist allerdings, dass du deinem Kind die Hausaufgaben nicht abnimmst, sobald es schwierig wird. Denn dadurch würde der Lerneffekt wegfallen und das Kind hat es in der Schule schwerer. Wenn es die Lösungen schlussendlich selbst findet, steigert dies seine Motivation.

4. In Kontakt mit dem Lehrpersonal bleiben
Lehrer wissen in der Regel am besten, ob es aktuelle Probleme mit anderen Schülern oder andere Spannungen gibt. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig an Elternabenden teilnehmen oder das direkte Gespräch suchen, um aktuelle Informationen zu bekommen. Bei Problemen können gemeinsame Strategien entwickelt werden.

5. Freizeitausgleich
In der heutigen Leistungsgesellschaft leiden Kinder zunehmend unter mangelnder Freizeit. Die Bildung ist sicherlich von substanzieller Bedeutung. Dennoch sollte das Kind auch Zeit haben, einfach mal Kind zu sein. Eltern sollten dafür Sorge tragen, dass es abseits vom Lernstress regelmässig Zeit hat, sich körperlich auszutoben und dem freien Spiel mit anderen Kindern nachgehen kann.

6. Förderung
Liegt tatsächlich eine Lernschwäche oder eine Aufmerksamkeitsstörung vor, solltest du frühzeitig reagieren. Um das Kind zu motivieren, ist es wichtig, es zu fördern. Dies kann mithilfe eines Psychologen oder mit regelmäßigen Nachhilfestunden geschehen. Je nach Ursache für die Probleme gibt es unterschiedliche Lösungsansätze.

7. Integration in soziale Strukturen
Einige Kinder haben es schwer, in Kontakt mit ihrem sozialen Umfeld zu treten. Falls dies bei deinem Kind zutrifft, kannst du gemeinsam mit dem Kind besprechen, welche Möglichkeiten es gäbe, die Integration zu stärken. Vielleicht hat es ein besonderes Interesse und könnte in einem Verein Gleichgesinnte treffen?

8. Positive Worte
Es ist so einfach und doch wird es vernachlässigt: gute Worte. Kinder brauchen die Anerkennung ihrer Eltern und es ist wichtig für die Entwicklung. Lobe dein Kind, und zwar nicht nur bei guten Leistungen. Sondern auch, wenn es bei den Hausaufgaben Durchhaltewillen zeigte oder immer pünktlich nach Hause kommt. Oder du sagst ihm einfach, dass du es genauso liebst, wie es ist – mit all seinen Eigenschaften. Das bringt Wertschätzung und tut dem Kinderherzen gut.

9. Schulwechsel
Hat dein Kind mit Mobbing zu kämpfen, so kann es die beste Lösung sein, einen Klassenwechsel oder gar einen Schulwechsel in Erwägung zu ziehen, wenn alle anderen Maßnahmen versagen. So ermöglichst du deinem Kind einen kompletten Neuanfang.

10. Interessen und Gaben fördern
Gibt es besondere Talente oder Gaben? Dann sollten Eltern versuchen, die Talente ihrer Kinder gezielt zu fördern. Ob dies nun Ballett, Töpfern oder Klettern ist: Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder nicht zu Hobbies drängen, die sie sich für ihre Kinder wünschen. Das Kind soll selbst entscheiden dürfen, sofern es die finanzielle Lage und die Möglichkeiten erlauben.

Die Schule ist eine wichtige Instanz und ein gewichtiger Anteil im Leben eines Kindes. Ein konstruktiver Umgang mit Problemen wird die Motivationskurve steigern und dein Kind fühlt sich gestärkt und getragen.

 

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