Der richtige Umgang mit Fehlern

Fehler machen gehört zum Leben dazu © STUDIO GRAND WEB - AdobeStock.com

Fehler zu machen ist in der Gesellschaft sehr negativ besetzt. In der Schule beispielsweise sind schlechte Noten die Folge von Fehlern. Um eine positive Entwicklung zu fördern, solltest du deinem Kind auf der Basis des Urvertrauens vermitteln, dass Fehler zum Leben dazugehören. Sie sollten nicht grundsätzlich nur als negativ bewertet werden.

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Umdenken ist gefragt - die positive Fehlerkultur

Grundsätzlich ist es wichtig, durch ein positives Umdenken eine neue Grundhaltung gegenüber Fehlern zu entwickeln. Die Haltung, dass Fehler gar nicht passieren dürfen und somit Fehler immer mit Angst besetzt sind, ist besonders schlimm, speziell für Kinder, und hemmt die positive Weiterentwicklung. Daher ist eine andere Einstellung gegenüber Fehlern in der Erziehung notwendig, um das Fehler machen als Lernprozess sehen zu können.

Dies wäre auch in der Schule notwendig, wo das Thema Fehler immer mit schlechten Noten in Verbindung gebracht wird. Es wäre sinnvoll, den Fehlern keine Wertung entgegenzubringen, da dies wiederum in die Negativspirale von Angst und Druck führt. Wird der Fehler jedoch als Lernprozess gesehen, kann ein viel freierer und entspannterer Umgang mit dem Thema geschaffen werden. Dies ist vor allem in der Erziehung mit Kindern notwendig und sinnvoll.

Wenn Kinder Fehler machen - Positiver Umgang

Erziehung: Sicherheit und Verständnis vermitteln
Viele Kinder befürchten, ihre Eltern zu enttäuschen, wenn sie einen Fehler gemacht haben. Es fällt ihnen schwer, den Fehler einzugestehen und sie schämen sich dafür. Umso wichtiger ist es, dass du deinem Kind auf der Basis des Urvertrauens Sicherheit vermittelst, wenn es einen Fehler gemacht hat. Auf keinen Fall solltest du deinen Nachwuchs mit Liebesentzug strafen. Versuche stattdessen, einfühlsam und verständnisvoll zu reagieren und sprich offen mit deinem Kind darüber.

Fehlerquelle finden
Handelt es sich beispielsweise um eine schlechte Note, frag dein Kind offen, ob es den Stoff nicht verstanden oder eventuell nur zu wenig gelernt hat. Ist die Ursache gefunden, kann aus dem Fehler gelernt und nach einer Lösung gesucht werden. Vermittle deinen Kindern, dass sie keine Angst haben müssen, und gib ihnen wiederum Sicherheit.

Hilfe anbieten
Gib deinen Kindern das Gefühl, dass sie mit dem Fehler, beispielsweise mit schlechten Noten nicht allein sind. Es ist besser, auf die positiven Bemühungen zu achten anstatt den Fokus nur auf das Ergebnis zu legen. Damit kannst du deinen Kindern sehr viel Druck nehmen und es zusätzlich motivieren.

Fehler als Lernerfahrung betrachten
Lernen ohne Druck und Angst ist die beste Voraussetzung, dass Kinder motiviert bleiben und Fehler ganz einfach als Lernerfahrung betrachten können. Das Lernen aus Erfahrung hilft, selbst neue Lösungsansätze zu suchen.

Vorbildwirkung
Da das Kind viele Dinge von den Eltern imitiert, ist es wichtig, auch im Umgang mit Fehlern ein Beispiel zu geben. Wenn du also einmal einen Fehler gemacht hast, ist es wesentlich, diesen auch zuzugeben und dem Kind zu zeigen, dass auch du von Fehlern lernen kannst. Dieses Verhalten hat eine wichtige Vorbildwirkung und du begegnest deinem Kind auf Augenhöhe.

Fazit: Damit Kinder einen neutralen Zugang zum Thema "Fehler machen" bekommen, ist es notwendig, dem Nachwuchs eine positive Fehlerkultur zu vermitteln. Für das Kind ist es wichtig, dass es lernt, dass Fehler machen natürlich ist, und man aus Fehlern etwas lernen kann. Der Begriff Fehler machen, sollte nicht mit Angst und Scham behaftet sein, sondern du solltest ihm Sicherheit vermitteln und ihm das Gefühl geben, dass du da bist, wenn es dich braucht. Auf dieser Basis kann dein Kind offen und ehrlich mit dem Thema umgehen.

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