Sonnenschutz für Babys und Kinder

Warum wirst du im Sommer braun? Deine Haut bildet Melamin, das die braune Farbe hervorruft. Der Farbstoff wirkt wie ein Schirm und schützt so die darunter liegenden Hautzellen vor zu viel Sonne. Die UV-Strahlung der Sonne kann das Erbgut in den Hautzellen schädigen. Ein Baby und Kleinkinder können erst nach einigen Jahren genügend Melamin bilden. Darum ist der Sonnenschutz in jungen Jahren so wichtig. Hautärzte empfehlen, Baby und Kinder bis zum 2. Lebensjahr möglichst nicht direkt der Sonne auszusetzen.

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Sonnenschutz nicht nur im Hochsommer!

Im Frühjahr ist die Sonne stärker und gefährlicher, als viele denken. Die Haut kann schon in den Strahlen der ersten Frühlingssonne verbrennen, da die blasse Winterhaut kaum über Eigenschutz verfügt.

Im Frühling kann die schützende Ozonschicht  zeitweise sehr dünn sein und die UV_Strahlung deshalb sehr stark. An diesen Tagen braucht die Haut Schutz. Die UV-Strahlung kannst du auf der Haut nicht spüren. Ist die Haut bereits rot, ist es zu spät.

Achtung trügerisch: Wind und Wasser kühlen zwar die Haut und das Wärme-Empfinden, vermindern aber die UV-Strahlung nicht. Nur bei starker Bewölkung wird die Sonneneinstrahlung reduziert.

Auch im Schatten darf der Sonnenschutz nicht vergessen werden. UV-Licht kommt nicht nur von oben, sondern reflektiert in alle Richtungen. Besonders am Wasser oder im Winter im Schnee.

Denke deshalb auch bereits im Frühling an ausreichenden Sonnenschutz!

Schutz durch Sonnencreme

Sonnenschutzmittel wirken auf zwei Arten. Sonnenschutzcreme mit physikalischen bzw. mineralischen Filtern reflektiert die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel. Die bekanntesten physikalischen Filter sind Zinkoxid, Magnesiumoxid und Titanoxid. Sonnencreme mit chemischem Sonnenschutz wirkt anders. Die Inhaltsstoffe Benzophenone, Zimtsäureester oder Butyl Methoxy Dibenzoylmehtan wandeln UV-Strahlung in Wärme um. Die chemischen Stoffe bergen ein grosses Allergiepotenzial. Wenn chemischer Sonnenschutz für das Baby und Kleinkinder in Frage kommt, dann muss das auf der Verpackung extra ausgewiesen sein.

Der Lichtschutzfaktor in Sonnencreme

Der Wert des Lichtschutzfaktors (LSF) bezieht sich auf die Zeit, die dein Kind in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je höher der Lichtschutzfaktor ist, umso länger ist die Zeitspanne. Für ein Kleinkind wird mindestens LSF 30 empfohlen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung, zum Beispiel in den Ferien am Meer, muss der LSF noch höher sein. Auch im Schatten sollte dein Kind mit Sonnencreme geschützt sein. Absolut wasserfest ist keine Sonnencreme. Hier musst du nach dem Baden unbedingt nachcremen. Die restliche Sonnencreme vom letzten Jahr kannst du wegwerfen. Der Sonnenschutzfilter hat sich bereits zersetzt und ist nicht mehr wirksam.

Sonnenschutz durch Kleidung

Über die Mittagszeit sollte dein Kind nicht in die Sonne gehen. Mittlerweile sind für Kinder Textilien mit UPF oder UV-Protektoren erhältlich. Die Sonnenschutzkleidung ist besonders dicht gewebt. Ein Baby unter einem Jahr sollte so wenig wie möglich der direkten Sonne ausgesetzt werden. Es braucht einen Sonnenhut mit Nackenschutz, schulterbedeckende Kleidung, Hosen oder Kleidchen, die die Beine bedecken, sowie Söckchen und Schuhe. Dunkle Kleidung bietet mehr Schutz als helle.

Die empfindliche Haut verträgt oft keine Sonnencreme. Kindgerechte Sonnencreme kannst du deinem Baby auf Handrücken, Gesicht und Ohren auftragen. Der Schutz für die Augen soll nicht nur cool aussehen. Kindgerechte Sonnenbrillen sind durch das UV-Schutz-Zeichen erkennbar.

Was hilft Kindern bei einem Sonnenbrand?

Gerötete Haut weist auf einen Sonnenbrand hin. Ist die Haut stark gerötet, bilden sich Blasen und sogar Fieber, dann musst du einen Arzt hinzuziehen.

Hilfe für rasche Linderung:

  • Haut mit einem kalten Waschlappen kühl halten
  • Umschläge mit Quark kühlen die betroffenen Stellen
  • auf keinen Fall Bläschen öffnen oder geplatzte Blasen entfernen
  • viel trinken
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