Heuschnupfen bei Kindern

Allergien nehmen in der gesamten Bevölkerung rasant zu. Dabei ist es gerade der Heuschnupfen, von dem viele betroffen sind und der auch das Kind nicht verschont. Wirksame Hilfen lindern die Problematik.

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Heuschnupfen gilt heute als eine der am häufigsten auftretenden allergischen Erkrankungen überhaupt, auch für Kinder. Der typische Heuschnupfen bricht meist nicht vor dem Kindergartenalter aus.

Die Forschung ist in diesem Zusammenhang auch vorangeschritten. Heute gibt es viele wirksame Behandlungen, die Symptome vom Heuschnupfen zu reduzieren oder sogar auszuschalten. Bedingt durch Veränderungen in der Umwelt beschränkt sich der Heuschnupfen heute längst nicht mehr auf die Blütezeit im Frühjahr, sondern hält teilweise sogar über den Sommer bis hin zum Herbst ununterbrochen an. Durch Umweltbelastungen streuen die Pflanzen in den letzten Jahren verstärkt Pollen aus. Gemeinsam mit einer insgesamt veränderten Lebensführung, deutlich besseren hygienischen Bedingungen, die das Immunsystem nicht mehr ausreichend fordern sowie veränderten Ernährungsbedingungen haben sich gerade für Kinder die Heuschnupfenbedingungen stark verändert und die Allergie schreitet in der gesamten Familie voran.

Wann findet die Heuschnupfensaison statt?

Generell ist es so, dass gerade im Frühjahr, wenn alle Pflanzen ihre Pollenproduktion aktivieren, die Heuschnupfensaison für die gesamte Familie beginnt. Dabei hängt es im Einzelfall davon ab, auf welche Pollen Betroffene mit einer Allergie reagieren. Allerdings haben sich die Bedingungen verschoben und durch Umwelteinflüsse beschränkt sich die Heuschnupfensaison nicht mehr auf das Frühjahr, sondern kann je nach Pflanze und Allergie über den gesamten Sommer anhalten.

In der Schweiz sind übrigens rund 1,2 Millionen Menschen von der Allergie betroffen. Das macht einen Anteil von 15 bis 20 Prozent an der Gesamtbevölkerung aus. Veröffentlicht wurden diese Zahlen unter aha.ch vom Allergiezentrum Schweiz.

Wie kann ich die Symptome vom Heuschnupfen reduzieren?

Ganz wichtig ist, dass so wenige Allergene wie möglich in das häusliche Umfeld getragen werden. Für Allergiker bedeutet das, dass beispielsweise Schuhe direkt an der Haustür ausgezogen werden sollten. Auch Jacken und Halstücher sowie Mützen sollten nicht mit in den Wohnbereich genommen werden. Dazu ist es für ein Kind, das von der Allergie betroffen ist, sehr sinnvoll, wenn die Eltern darauf achten, dass das Kind jeweils am Abend ausgiebig duscht und dass auch die Haare gewaschen werden. So wird verhindert, dass die Pollen sich auch auf der Bettwäsche ausbreiten und damit dann auch in der Nacht für intensive Beschwerden sorgen. Eltern sollten zudem darauf achten, dass immer ein vom Arzt verschriebenes Antiallergikum vorrätig ist, falls die Symptome beispielsweise in der Nacht sehr intensiv werden.

Wie können Eltern die Allergie erfolgreich behandeln?

Als Hilfen innerhalb der Medizin stehen für Erwachsene und Kinder speziell entwickelte Medikamente zur Verfügung. Diese unterteilen sich in Augentropfen, Nasentropfen oder auch Tabletten, die die Histaminbildung unterbinden, damit die Allergiesymptome unterbinden. Diese Mittel heilen die Allergie nicht, aber sie sorgen für eine Reduzierung der belastenden Symptome. Auch homöopathische Mittel können helfen, die nicht nur die Symptome unterbinden, sondern den Körper in seinen Selbstheilungskräften fördern.

Auch wenn der Heuschnupfen lästig ist, sollte niemand daran resignieren. Etwas Verständnis für die Erkrankung und fortschreitende therapeutische Möglichkeiten reduzieren die Belastung.

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