Hausmittel: Heilende Wickel selbstgemacht

Wickel sind bei vielen Kinderkrankheiten ein hilfreiches Hausmittel, das im Gegensatz zu chemischen Medikamenten ohne Nebenwirkungen und unerwünschte Begleiterscheinungen auskommt.

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Beim Kleinkind ist es besonders wichtig, dass du altersgerecht handelst und auch beim Wickel daran denkst, dass er die Körpertemperatur und die Blutzirkulation beeinflusst, wodurch er unbedingt sachgemäss angewendet werden muss.

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Wickel beim Kind - für welche Behandlung geeignet?

Im Allgemeinen steht die Bezeichnung Wickel für feuchte Tücher, die bei unterschiedlichen Kinderkrankheiten an den Waden, auf der Brust oder dem Rücken verwendet werden können. Zum Beispiel zeigen sie als Brustwickel positive Einflüsse auf die Gesundheit, wenn das Kind von Husten und Schnupfen geplagt wird. Leidet das Kind unter Fieber, sind Wickel in vielen Familien die erste Hilfe vor einem Fieberzäpfchen. Das Fieber beim Kleinkind kann sehr schnell in die Höhe steigen und mit dem richtigen Hausmittel eben so schnell wieder sinken. Du brauchst dazu ein sauberes Leinentuch, kühles Wasser und ein Handtuch, das du über dem Wickel platzierst und so eine Durchfeuchtung des Bettes vermeidest.

Ein Kleinkind findet weder heisse, noch kalte Wickel angenehm und wird mit anhaltendem Weinen reagieren. Es ist daher besonders wichtig, dass du dein Kind von der Behandlung ablenkst, an seinem Bett sitzt und zum Beispiel eine kleine Geschichte vorliest.

Beispiele und Wirkung der Wickel auf die Gesundheit

Generell ist es wichtig zu wissen, dass Wickel zwar ein wirksames Hausmittel bei Kinderkrankheiten, aber ungeeignet für Neugeborene und Babys unter 6 Monaten sind.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen heissen und kalten Wickeln. Heisse Wickel fördern die Durchblutung und wirken krampflösend. Hier immer vorher die Temperatur an sich selber prüfen! Kalte Wickel entziehen Wärme - sie sollten weggenommen werden, wenn sie sich erwärmt haben.

Die grösste Bekanntheit und Aufmerksamkeit erhält der Wadenwickel bei Fieber. Diesen solltest du in keinem Fall beim Baby unter 6 Monaten anwenden.

Bei Husten und Schnupfen, aber auch bei Ohrenschmerzen haben sich Zwiebelwickel bewährt, die um den Brustkorb herum vorgenommen werden. Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken gegen quälenden Hustenreiz und eine verstopfte Nase. Zwiebelwickel eignen sich für ein Kleinkind ab dem 1. Lebensjahr, da die Haut jüngerer Babys mit Rötungen und Entzündungen auf den Kontakt mit der Zwiebel reagieren kann.

Bienenwachswickel eignen sich für jedes Alter und helfen bei Husten, Schnupfen, Hals- und Ohrenschmerzen, sowie bei Verspannungen und Verdauungsproblemen.

Mit einem Quarkwickel lassen sich verschiedene Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Sonnenbrand oder Insektenstiche behandeln.

Wie wird ein Wickel gemacht?

Wickel bestehen aus einem feuchten Tuch, das bevorzugt aus Leinen oder Baumwolle ist. Es gibt in der Apotheke auch verschiedene Fertigsets, es können aber auch Bett-, Geschirr- und Frotteetücher verwendet werden.

Bei allen Wickeln müssen die Füsse schön warm sein, ansonsten evt. vorher mit einer Wärmeflasche vorwärmen.

Je nach gewähltem Hausmittel wird das Produkt, zum Beispiel die Zwiebel zerkleinert und gleichmässig auf dem feuchten Tuch aufgetragen. Auf die Gesundheit wirken sich Wickel nur dann positiv aus, wenn die ätherischen Öle wirken und durch ihre Zerkleinerung durch den Stoff des Wickels abgegeben werden. Mit einem elektrischen Zerkleinerer, wie einem Mixer, kannst du besonders viel ätherisches Öl mit Heilwirkung gewinnen.

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