Giftpflanzen in Haus und Garten © famveldman / AdobeStock.com

Giftpflanzen in Haus und Garten

Mit den wärmeren Tagen beginnt für viele Kinder wieder die Zeit, in der sie im Garten spielen können. So ist es auch kein Wunder, dass die Zahl an Vergiftungen immer mehr zunimmt. Giftige Pflanzen und giftige Beeren locken oft genug mit ihren schönen Farben oder interessanten Blättern. Für ein Kleinkind sind die Pflanzen schwer verdauliche Kost.

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Schöne Pflanzen im Garten

Wenn ein Garten angelegt wird, achten werdende Eltern in der Regel in erster Linie darauf, welche Pflanzen gut zusammenpassen und einen interessanten Blickfang bieten. Wenn dann ein Baby kommt, ist das noch nicht problematisch, weil das Baby ja noch unter Kontrolle ist. Giftige Pflanzen oder giftige Beeren sind noch nicht erreichbar. Bei einem Kleinkind sieht das schon wieder ganz anders aus. Es ist auf Entdeckertour und alles, was bunt ist, zieht den Blick magisch an. Das Verhältnis zwischen Garten und Kind kann dann schon einmal kritisch werden. In einem Garten, in dem das Kleinkind nicht immer unter Kontrolle ist, sollte deshalb auf giftige Beeren oder giftige Pflanzen auf jeden Fall verzichtet werden. Manchmal reicht es schon, wenn ein Kleinkind oder ein Baby ganz geringe Mengen von diesen Pflanzen zu sich nimmt, um Vergiftungserscheinungen oder Hautreizungen zu bekommen. Das Gleiche gilt übrigens auch für viele Zimmerpflanzen. Auch hier gibt es zahlreiche giftige Pflanzen, die nach der Blüte giftige Beeren entwickeln.

Giftige Pflanzen in Haus und Garten

Wenn dein Kind aus unerklärlichen Gründen immer wieder Hautreizungen hat, solltest du deine Pflanzen kontrollieren. Nicht nur im Garten lauern Gefahren, sondern auch viele beliebte Wohnungspflanzen, wie zum Beispiel der Gummibaum oder der beliebte Benjamin ficus sind giftige Pflanzen, die für Hautreizungen verantwortlich sind. Leuchtende Alpenveilchen oder den farbenfrohen Korallenstrauch solltest du ebenfalls nicht in Reichweite von deinem Kind haben. Ein Kleinkind kann noch viel weniger einschätzen als du, ob es sich bei der schönen Blume um giftige Beeren handelt oder um harmlose Pflanzen. Genauso sieht es im Garten für das Kind aus. Giftige Sträucher sind unter anderen der Goldregen, Fingerhut oder die Engelstrompete. Der Eisenhut sorgt nicht nur für Hautreizungen, sondern führt zu akuten Vergiftungen. Selbst Gemüse ist nicht immer harmlos. Grüne Tomaten oder grüne Bohnen darf dein Kind auf keinen Fall essen. Garten und Kind zu haben, bedeutet für dich auch ein grosses Stück Verantwortung.

Die wichtigsten giftigen Pflanzen im Garten und Natur: Blauer Eisenhut, Eibe, Tollkirsche, Bilsenkraut, Schierling, Herbstzeitlose, Stechapfel, Schwarzes Bilsenkraut, Seidelbast, Engelstrompete, Herkuleskraut, Wunderbaum. Wolfsmilchgewächse, Goldregen, Fingerhut, rohe Bohnen, Rhododendron, Weisser Germer, Oleander, Aronstab, Maiglöckchen, Lampionblume, Efeu und Lebensbaum, Liguster, Knackbeere, Vogelbeere.

Zimmerpflanzen: Alpenveilchen, Korallenstrauch, Gummibaum, Birkenfeige, Affenbrotbaum, Dieffenbachie
Glücklicherweise ist das Risiko durch eingenommene giftige Pflanzen relativ gering. Dennoch: Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Pflanze beim Fachpersonal.

Ein hilfreiches Giftpflanzen-ABC mit Bildern mit den Pflanzen findest du bei hausinfo.ch.

Schnelle Hilfe für das Kleinkind

Wenn dein Baby giftige Pflanzen oder giftige Beeren zu sich genommen hat, solltest du auf jeden Fall Ruhe bewahren. Es hilft nichts, das Kind jetzt mit Schimpfen noch mehr aufzuregen. Viel besser ist es, wenn du Tee, stilles Wasser oder Saft verabreichst. Auf keinen Fall darfst du dem Kind jetzt Milch geben oder versuchen mit Salzwasser ein Erbrechen auszulösen. Hat dein Kleinkind noch Reste im Mund, kannst du vielleicht feststellen, was es soeben zu sich genommen hat. Mit Vergiftungserscheinungen durch Pflanzen ist nicht zu spassen. Am besten ist es, wenn du möglichst schnell die Notrufzentrale für Vergiftungen anrufst. Unter der Telefonnummer 145 kannst du die Zentrale in der ganzen Schweiz anrufen. Nach Möglichkeit solltest du genau mitteilen, welche Pflanzen oder welche Teile der Pflanze dein Kind gegessen hat. Du bekommst dann von dem Mitarbeiter genau mitgeteilt, welche Gegenmassnahmen du ergreifen kannst und wie das Gift wirkt.

Weitere Infos über Vergiftungen, Ursachen, Symptome und Sofortmassnahmen erfährst du hier.

Spass im Garten für dein Kind

Natürlich sollst du dir jetzt den Spass am Aufenthalt im Freien nicht vermiesen lassen. Du musst nur genau darauf achten, mit welchen Pflanzen und Blumen dein Kleinkind in Berührung kommt. Gärtnereien und Fachgeschäfte geben dir gern Auskunft darüber, welche Pflanzen unbedenklich sind und worauf du achten musst.

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KOMMENTARE (1)



Schade, dass dieser Bericht nicht in Farbe mit Bildern erscheint. Bis ich alle diese Pflanzen gegoogelt habe ist schon wieder Winter. Es wäre hilfreich Bilder zu den Pflanzen zu sehen. Dafür könnte man sich fast den ganzen Text ersparen.

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Ein hilfreiches Giftpflanzen-ABC mit Bildern mit den Pflanzen findest du bei hausinfo.ch.

Sandrine vom LetsFamily-Team