Gesunde Ernährung für Kinder

Kinder sind wahre Spezialisten, wenn es um die Ablehnung gesunder Speisen und den Fokus auf Fruchtzwerge, Milchschnitten, gezuckerte Cornflakes oder Gummibärchen geht. Wie viele Diskussionen führen um gesundes Essen und wie kannst du dein Kind dafür begeistern? Ganz wichtig: ein wenig Süsses gehört zu einem Kindermenü, da der vollständige Verzicht nur zum Heisshunger führt.

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Gesunde Ernährung - so lernen Kinder

In den ersten Lebensjahren des Kindes bestimmt ihr als Eltern das Lebensmittelangebot. In diesem Spektrum entwickeln Kinder dann ihre Vorlieben. Süss ist die einzige Präferenz, die Kinder von Geburt an mitbringen. Alle anderen Geschmacksvorlieben werden erlernt. Dabei sind Eltern und andere Bezugspersonen Vorbilder: Was mögen Mutter, Vater, Bruder, Grossmutter? Und was nicht? Was kommt wann auf den Tisch, wo wird gegessen? Die Ernährungserfahrungen, die Kinder in den ersten Lebensjahren machen, bleiben; die Vorlieben aus der Kindheit verlieren sich selten. Nur was du als Mutter oder als Familie vorlebst, wird beim Kind ankommen.

Was Milchschnitte, Fruchtzwerge und Co. bewirken

Zwischendurch nascht jeder mal. Jedoch enthalten diese "gesunden Milchprodukte für Kinder" erschreckend viel Zucker und sind deshalb mehr ein Dessert als ein Zvieri. Zudem schädigen sie die Zähne und sind nur als Ausnahme geeignet. Greife besser zu basischem Essen wie Trockenfrüchte, Früchte, Nüsse, Bananen, Studentenfutter oder Dinkelgebäck.

Die richtige Ernährung für Kinder

Kindern nach dem Säuglingsalter – das heisst nach dem 1. Lebensjahr – bis zum Eintritt in die Pubertät wird eine abwechslungsreiche Mischkost empfohlen, gleich wie Erwachsenen. In den richtigen Mengen konsumiert sind alle Nahrungsmittel erlaubt. Es braucht verschiedenste Nährstoffe, um gesund und leistungsfähig zu sein, zu wachsen und sich optimal zu entwickeln. Eiweiss, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine, Mineralstoffe, Nahrungsfasern und Wasser sind lebensnotwendig.

Gesundes Essen für Kinder - so einfach geht's

  • Lustige Dekorationen in mundgerechten Stücken können kleine Mäulchen begeistern
  • Saucen zum Dippen wecken die Lust auf rohes Gemüse. Hier darf ungehemmt zugegriffen werden.
  • Auch verschiedene Früchte versorgt dein Kind mit lebensnotwendigen Nährstoffen. Mit Frucht- und Traubenzucker stellt es dem Körper „Sofort-Energie“ zur Verfügung. Wie wäre es mal mit einem Smoothie?
  • Joghurts und Quark und Co. schmecken fein, stecken voller Eiweiss und sättigen gut. Achte bei Fruchtjoghurts oder Creme Desserts aber auf den Zuckeranteil!
  • Vieles kannst du selber süssen und somit die Menge dosieren. Verzichte z.B. auf gezuckerte Flakes - süsse klassische Cornflakes besser mit einem Löffel gesundem Honig
  • Greife beim Kochen statt normalem Zucker zu anderen gesünderen Alternativen
  • Vermeide unkontrolliertes, ständiges Naschen - so dass die Kinder zu Tisch auch noch Hunger haben
  • Informiere dich bei den Lebensmitteln über die Inhaltsstoffe. Viele Artikel sind Mogelpackungen und enthalten sehr viel Zucker (z.B. Müsliriegel)
  • Reiswaffeln sind eine ideale Zwischenmahlzeit. Sie quellen im Magen auf und geben ein angenehmes Völlegefühl.
  • Kochst du als Mutter frisch, entwickeln deine Kinder einen ganz anderen Bezug zu Lebensmitteln und lernen, warum gesunde Ernährung wichtig ist. Verzichte wenn immer möglich auf Fertigprodukte und Tiefkühlpizzas.
  • Denke auch an die Getränke: Gebe Wasser den Vorzug vor Süssgetränken oder künstlich gesüssten Light-Getränken. Sie enthalten ebenfalls viel Zucker. Zur Abwechslung eignen sich ungesüsster Früchte- oder Kräutertee oder
    ein verdünnter Fruchtsaft. 
  • Esst gemeinsam am Tisch und sorgt für eine freundliche Atmosphäre 
  • Lass dein Kind beim Kochen mithelfen, beziehe es beim Zusammenstellen des Essplans und beim Einkaufen mit ein. 
  • Brauche Essen nie als Druckmittel (zur Strafe oder als Drohung) – aber auch nicht zur Belohnung. 

Probieren sollte zudem "Pflicht" sein und für alle am Tisch gelten. Gerade Kinder brauchen teilweise bis 10 Versuche, bis sie etwas mögen oder eben nicht mögen.

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