Coronavirus in der Schweiz

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Die Schweiz befindet sich in einer ausserordentlichen Lage. Die Zahl der Fälle nimmt rasch zu. Die gesamte Bevölkerung ist betroffen und dringend aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen. Um die Zahl der schweren Erkrankungen zu begrenzen und die Überlastung unseres Gesundheitssystems zu vermeiden, braucht es gemeinsames Handeln.

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Aktuelle Meldungen findest du auf der Webseite vom BAG. 


Bundeskampagne «So schützen wir uns»:

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat klare Verhaltensrichtlinien zum Umgang mit dem Coronavirus herausgegeben. Diese sechs Regeln sollen helfen, uns selbst und andere vor einer Ansteckung zu schützen:

    • Papiertaschentücher gehören nach Gebrauch in geschlossene Abfalleimer.
    • «Lachen ist der neue Handschlag»: Vermeide Händeschütteln.
    • Bei Fieber oder Husten solltest du zuhause bleiben. Wenden dich telefonisch an deinen Hausarzt. Du solltest nicht einfach die Praxis aufsuchen.
    • Regelmässig und gründlich Hände waschen!
    • Beim Niesen und Husten: In die Armbeuge oder nutze ein Taschentuch.
    • Abstand halten beim Anstehen, in Sitzungen und zu älteren Personen: Das BAG empfiehlt Social Distancing.

Wie gross ist die Ansteckungsgefahr des Corona-Virus?

Das neue Corona-Virus gehört zur gleichen Virusfamilie wie das SARS-Virus im Jahr 2002 und 2003. Zur gleichen Virusfamilie gehören aber auch harmlose Schnupfenviren und Erreger, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Das Virus vermehrt sich im Rachen, ähnlich wie bei einer Grippe, und wird über Tröpfchen- und/oder Schmierinfektionen übertragen.

Wie kannst du dich und deine Familie vor dem Coronavirus schützen?

Die Schutzmassnahmen, die Eltern für sich und ihre Kinder nun ergreifen können, um die Gesundheit ihrer Familie zu schützen, ähneln denen der herkömmlichen Grippe. Eine gute persönliche Hygiene für Kinder und Eltern ist der wichtigste Punkt. Gründliches und häufiges Händewaschen für mindestens 20 Sekunden steht dabei im Fokus. Darüber hinaus sollte zusätzlich zu der Seife beim Händewaschen Desinfektionsmittel verwendet werden. Das Berühren von Augen, Nase, Mund und Händen mit ungewaschenen Fingern sollte vermieden werden. Dies sollten Eltern ihrem Kind unbedingt nahelegen. Denn auf diese Art gelangt das Virus durch die Schleimhäute in den Organismus.

So wäschst du dir richtig die Hände:

Des Weiteren gilt, dass beim Niesen und Husten die Armbeuge genutzt werden sollte, um den Mund und die Nase zu verdecken. Noch empfehlenswerter ist es, in ein Taschentuch zu husten oder zu niesen. Danach sollte das Taschentuch umgehend in einem abgedeckten Abfalleimer entsorgt werden. Kranke Menschen sollten von Eltern und Kindern gleichermassen gemieden werden, damit die Gesundheit nicht zusätzlich gefährdet wird.

Verzichte zudem bei Begrüssungen und Verabschiedungen auf Händeschütteln sowie Umarmungen und meide grosse Menschenansammlungen.

Corona-Virus: Nützen Gesichtsmasken? 

In Wuhan ist es zwar für die Menschen vorgeschrieben, eine Maske zu tragen, allerdings können die normalen Masken nur unzuverlässigen Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus bieten. Die Übertragung des Virus erfolgt nämlich durch eine Tröpfcheninfektion. Allerdings schliessen die Masken nicht dicht und verfügen über keinen Luftfilter. Auch ist die Partie der Augen freiliegend.

In der Schweiz gibt es zurzeit keine Notwendigkeit für Atemmasken. Sinnvoll sei es aber laut WHO, dass Menschen, die sich bereits angesteckt haben, Schutzmasken tragen, um die die Verbreitung des Virus zu verhindern.

Wie kann eine Infektion mit dem Coronavirus erkannt werden?

Folgende Symptome sind typisch für das Coronavirus:

  • Anzeichen einer normalen Grippe wie Fieber, Muskelschmerzen, eventuell auch Übelkeit oder Durchfall
  • Symptome der unteren Atemwege wie Kurzatmigkeit, Husten und Atemnot (Symptome der oberen Atemwege wie normaler Schnupfen oder Halsweh gehören nicht zum Corona-Krankheitsbild)
  • Liegt ein schwerer Fall des Virus vor, kann eine Lungenentzündung entstehen. Wichtig zu wissen ist, dass die Inkubationszeit nahezu 14 Tage betragen kann.

Wenn du eine Infektion vermutest, melde dich telefonisch bei deinem Arzt und gehe nicht mehr an die Öffentlichkeit.

Coronavirus: Was gibt es Besonderes für Schwangere, Stillende, Babys oder Kinder zu beachten?

Um sich zu schützen, gelten für Schwangere die gleichen Hygieneregeln wie oben beschrieben. Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Ungeborene übertragen wird. Jedoch können sich offenbar schon Neugeborene per Tröpfchen-Infektion bei kranken Personen anstecken. 

Bislang konnte das Virus bei Stillenden nicht in der Muttermilch nachgewiesen werden. Eine Übertragung über die Muttermilch wurde nicht beobachtet. Allerdings wurden in Muttermilchproben Antikörper festgestellt, was vermuten lässt, dass Muttermilch einen schützenden Effekt hat.

Kinder können sich zwar anstecken und das Virus auch weitergeben, die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf ist für gesunde Erwachsene und Kinder aber sehr gering.

Erfolgt die Isolation für infizierte Personen nicht mehr im Spital?

Da dies das Gesundheitssystem mittlerweile überlasten würde, empfiehlt das BAG die Selbstisolation. Das heisst, dass du dich selber in Quarantäne begeben musst (mind. 10 Tage, nach Abklingen der Symptpome noch weitere 48 Stunden).  

Was passiert, wenn mein Kind gesund scheint, ich als Mutter oder Vater aber Symptome habe?

Wenn ihr als Eltern beide isoliert werden müsst, empfiehlt es sich, deine Kinder nach Möglichkeit von eurem Zuhause fernzuhalten und bei Familienangehörigen oder Freunden unterzubringen. Erkläre deinem Kind die Situation, mache ihm aber keine Angst. 

Was ist, wenn sich mein Kind angesteckt hat?

Auch Kinder müssen isoliert werden. Bestimmt eine Person, die sich um das Kind kümmert oder isoliert die ganze Familie. Informiere auf jeden Fall euren Arzt und informiere dich über weitere Massnahmen.

BAG Anweisungen Selbst-Quarantäne

Film zu Hygienevorschriften für Infizierte von Coronavirus

Coronavirus - für Kinder erklärt

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KOMMENTARE (1)



Gut, dass hier darüber auch informiert wird ! obwohl ich meine das Ganze ist etwas übertrieben. In einigen Wochen und Monaten werden wir aber alle schlauer sein. Alles gute ! Sophia

Sophia Anliker |