Empathie: So lernen Kinder Mitgefühl

Kindererziehung: Empathie lernen © fizkes - AdobeStock.com

Mitgefühl ist etwas, dass eigentlich in jedem von uns verankert sein sollte. Doch nicht jedes Kind trägt von Hause aus viel Empathie in sich. Die Erziehung der Eltern ist deshalb wichtig.

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Was ist Empathie?

Empathie ist ein wichtiges Instrument, dass uns das Miteinander mit anderen Menschen deutlich erleichtert. Es ist die Fähigkeit, Emotionen, Gedanken, Empfindungen aber auch Merkmale der Persönlichkeit von anderen Menschen richtig zu deuten, sie nachzuempfinden und gleichzeitig auch zu verstehen. Empathie wird umgangssprachlich auch als Mitgefühl bezeichnet. Es geht hier darum, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, deren Situation zu verstehen, sie richtig zu deuten und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Für Heranwachsende ist Empathie sehr wichtig. Im Rahmen der Erziehung solltest du darauf achten, deinem Kind diese Empathie vorzuleben. Du solltest darauf achten, dass ihr als Eltern euch eurem Kind mit viel Mitgefühl präsentiert. Nicht nur dem Kind gegenüber, sondern auch anderen Menschen.

Warum ist ein gefühlvoller Umgang so wichtig für uns/Kinder?

Kinder sind kleine Wesen, die beschützt werden müssen und die viel Aufmerksamkeit und Zuwendung benötigen. In der Erziehung haben die Eltern die Aufgabe, genau diese Aufmerksamkeit und Zuwendung zu geben. Sie sind dafür verantwortlich, ihre Kinder zu beschützen, ihnen aber gleichzeitig auch ein gutes Rüstzeug für das Leben mitzugeben. Ihnen zu zeigen, wie man anderen Menschen gegenübertritt, wie man sich benimmt, wie man mit anderen Menschen umgeht und wie man sein Leben meistert. Da geht es nicht nur darum, dass man sich durchsetzt und dass man ein Ziel im Leben hat. Es geht vielmehr darum, Mitgefühl zu zeigen. Sich um andere zu kümmern, andere wahrzunehmen und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen und zu bedienen.

Wie lernen Kinder Mitgefühl?

Kinder lernen immer von ihrer Umwelt. Von der Umgebung, die sie umgibt, von den Menschen, die sie begleiten und selbstverständlich auch von Erlebnissen und eigenen Wegen, die sie gehen. Es gilt nicht, dein Kind permanent an die Hand zu nehmen und ihm alles zu zeigen und zu erklären und den Weg im Prinzip vorzugeben. Es gilt auch, deinem Kind Freiheiten zu lassen. Du bist das Vorbild im Leben deines Kindes. Die Eltern sind für die Erziehung zuständig. Das Kind selbst muss aber dann seine eigenen Erfahrungen machen dürfen. Im besten Fall lernt es von dem, was es vorgelebt bekommt. Deshalb ist unser eigenes Verhalten wichtig für die Entwicklung unserer Kinder.

Tipps zur Erziehung für Eltern

Nun hat jeder seinen eigenen Erziehungsstil und auch seine eigenen Wünsche und Vorstellungen, wie der Nachwuchs erzogen werden und was aus ihm einmal werden soll. Das ist auch völlig richtig. Aber wenn es um das Thema Mitgefühl geht, ist es im Rahmen der Erziehung notwendig, dass dieses Mitgefühl vorgelebt wird. Dass es nicht nur leere Worte sind, die man von anderen erwartet, sondern dass es Dinge sind, die im Alltag als selbstverständlich gelten.

Wenn das Kind frühzeitig lernt, dass es nicht immer der Mittelpunkt der Erde ist, dass es auch mal teilen muss, dass es mal mit anderen Menschen zusammen etwas bewegen muss und dass es nur als Gemeinschaft wirklich das erreicht, dann ist das wichtig für die Zukunft. Denn ohne Empathie haben wir es sehr schwer im Leben. Es gibt niemanden, der empathielos durchs Leben gehen kann. Gefühllos, kalt und berechenbar. Das sind Eigenschaften, die niemand haben möchte. Vielleicht findet man das an sich selbst schön. Aber die Umwelt findet es nicht schön und wird einen deshalb immer ablehnen. Darum ist wichtig, dass die Kinder nicht zu einem Narzissten erzogen werden, sondern zu Menschen, die Einfühlungsvermögen haben, die Mitgefühl zeigen und die eine Persönlichkeit entwickeln, mit der in unserer Gesellschaft viel bewegt werden kann.

Achte deshalb immer darauf, dass dein Kind von klein auf mit dem Thema Empathie konfrontiert wird. Es ist für das gesamte Leben wichtig.

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