So hört dein Kind auf zu quengeln - TRICKS!

Quengelnde Kinder beruhigen © Irina Rogova - stocks.adobe.com

Babys lernen zu jammern und zu quengeln, sobald sie entdecken, dass Laute eine Reaktion bewirken. Während einige Kinder mit Erreichen der ersten oder zweiten Klasse das Quengeln aufgeben, kann diese Gewohnheit für andere noch länger bestehen bleiben. Die meisten Eltern fordern ihre Kinder auf, nicht mehr zu jammern, was in den seltensten Fällen zum Erfolg führt.

Anzeige

Während Säuglinge sowie Kleinkinder im Alter von bis zu drei Jahren oftmals Schwierigkeiten haben, ihr Jammern zu kontrollieren, sollte ein älteres Kind in der Lage sein, eine nicht weinerliche Stimmlage zu treffen. Die Frage ist, wie man Kinder dazu bringt, möglichst früh ihren Tonfall zu ändern. Das ist bei Babys einfacher, als bei Kleinkindern.

Allgemeine Regeln

Es ist darauf zu achten, dass das Baby oder Kleinkind ausreichend Schlaf bekommt und nicht übermüdet ist. Ein geregelter Tagesablauf mit eingespielten Ritualen sorgt für ein vertrautes Gefühl. Dazu kann gehören, mit einem Lied aufzuwachen oder nach dem Baden mit einer Massage verwöhnt zu werden. Regelmässige Mahlzeiten schenken Struktur.

Dass Babys und Kleinkinder jammern, wenn sie krank sind, ist vollkommen normal. Insbesondere Erkältungserkrankungen, Blähungen und Bauchweh lösen diese Laute des Unwohlseins aus und dein Kind braucht besonders viel Liebe und Aufmerksamkeit.

Unruhige Babys beruhigen: Das hilft

Es ist nicht immer leicht, herauszufinden, was deinem Baby gerade fehlt und warum es unruhig ist und schreit. Mit ein paar Tricks kannst du die Atmosphäre etwas entspannen und deinen Liebling beruhigen.

  • sanfte Berührungen beruhigen (warum Streicheln so wichtig ist, erfährst du hier)
  • deine ruhige Stimme schenkt Vertrautheit, erzähle ihm etwas oder singe vor
  • vermeide Überreizung durch einen anhaltenden Geräuschpegel oder laute Geräusche
  • Stimmungen der Eltern übertragen sich auch auf das Kind. Versuche also, selber zur Ruhe zu kommen. Wenn du entspannt bist, wird auch dein Baby weniger aufgedreht sein.
  • Gehe auf die Müdigkeitsanzeichen deines Babys ein.
  • Baut viele Kuscheleinheiten mit eurem Kind ein. Nah sein und geschenkte Aufmerksamkeit tut Kindern immer gut – und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.
  • Auf deinem Bauch liegend, während du ruhig und gleichmässig atmest, kann dein Baby wunderbar entspannen.
  • Viele Babys mögen es, wenn Eltern ihnen etwas vorsingen oder summen. Auch leise Musik, Meeresrauschen oder eine App mit White-Noise-Funktion, kann das Kind beruhigen. 
  • Hier findest du weitere Tricks, die das Baby beruhigen

Mein Kind quengelt: Wie reagieren?

Glücklicherweise gibt es einen einfachen Trick, mit dem du verhinderst, dass die Quengelei von Kleinkindern zur Gewohnheit wird. Die meisten Mamas und Papas kennen diese Technik. Allerdings scheitern Versuche oftmals, weil die notwendige Konstanz fehlt, Grenzen zu setzen.

Erprobter Weise lässt sich Quengelei durch einfühlsame Kindererziehung abstellen:

  1. Wenn ein bereits sprachverständiges Kind mit einer weinerlichen Stimme spricht, gibt es nur eine Antwort. Eltern sollten sinngemäss sagen: "Es tut mir leid, aber deine Stimme ist so weinerlich und meine Ohren funktionieren nicht gut, ich kann nicht verstehen, was du mir sagen willst." Und mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen: "Also erzähle mir das bitte noch einmal mit deiner grossen Jungen- / Mädchenstimme."

  2. Lässt das Kind mit der Quengelei nicht nach, hilft es zumeist, das Kind in den Arm zu nehmen. Liebe zeigen, tanzen mit Mama oder Papa, singen oder Musik sind oftmals erfolgreiche Massnahmen. Wenn das kleine Kind das Jammern wiederholt, sollte ihm mit der gleichen Antwort wie im Schritt zuvor begegnet werden, nur etwas eindringlicher aber immer freundlich, aufmunternd.

  3. Hat das Kind seine Tonlage umgestellt, ist es wichtig, sich zu bedanken. "Jetzt kann ich dich endlich hören. Danke, dass du deine richtige Stimme benutzt. " Für das Baby gilt dies ebenso, allerdings sollten statt Worten ein Lächeln oder das Zeigen von Fröhlichkeit zur Belohnung und Motivation genutzt werden.

  4. Hört das Quengeln nicht auf oder beginnt das Kind zu weinen oder zu toben, kannst du es mit Ablenkung versuchen und später wiederholen: "Ich möchte dich hören, das tue ich wirklich. Aber meine Ohren brauchen Hilfe. So wie du jetzt sprichst, kann ich kein Wort verstehen." Sobald das Kind seine Stimmlage zum Besseren ändert, wenn auch nur geringfügig, sollten die Reaktion wie in Schritt 3 sein, also lobende Worte. 

Damit dieses System der Kindererziehung erfolgreich ist, müssen aber einige Grundbedingungen unbedingt beachtet werden!

  • Um erfolgreich das Verhalten deines Kindes zu ändern, müssen alle an der Erziehung beteiligten Personen konsequent und ohne jegliche Ausnahme an einem Strang ziehen. Soll heissen, Vater und Mutter, eventuell die Grosseltern oder die Nanny sollten sich immer an diese Schritte halten.

  • Um einen Machtkampf mit dem Kind zu vermeiden, ist es unerlässlich, selbst in einem ruhigen, lockeren Ton mit ermutigenden Gesten zu sprechen.

  • Jede positive Verhaltensänderung sollte durch ein einfaches Lob verstärkt werden, So registriert das Kind, dass seine Bemühungen anerkannt werden.

  • Ist erkennbar, dass sich das Kind Mühe gibt, weniger zu quengeln, sollte motivierend reagiert werden. Es ist also notwendig, die Erwartungshaltung dem Kind gegenüber deutlich zu erhöhen.

  • Je ruhiger und wenig emotional Eltern reagieren, desto leichter fällt es Babys und Kindern, sich auf die Botschaft zu konzentrieren. Bei ärgerlich reagierenden Personen, die eventuell laut werden oder schnell und aufgeregt sprechen, kann sich das Quengeln als schlechte Angewohnheit verstärken und manifestieren, insbesondere im Säuglingsalter. Zudem mögen Babys generell keine lauten Töne, die sie oft genug verschrecken, verängstigen und die intensive Beziehung zum Papa oder Mama stören. 
Tags:

Deine Bewertung:

5/5 (3 Stimmen)

KOMMENTARE (0)