Die Entwöhnung vom Nuggi planen

Gerade in den ersten zwei Lebensjahren kann der Nuggi - oder Gummitröster wie einige sagen -, deinem Kind eine wichtige Hilfe sein. Er beruhigt und tröstet und kann zudem das Einschlafen erleichtern. Und er schont oft auch die Nerven der Eltern. Allerdings sollte der Nuggi möglichst vor dem dritten Geburtstag seinen Abschied nehmen, denn die Zahnstellung kann unter dem Tröster leiden. Zwar ist der Gummifreund nicht so schädlich wie Daumenlutschen, aber dennoch ist der Kiefer beim Kind noch sehr weich und formbar, und kann sich daher auch noch zurück formen.

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Der Tipp von Zahnärzten und Kieferorthopäden, den Nuggi bis zum Alter von drei Jahren dem Kind abzugewöhnen, liegt darin, dass sich der Kiefer in diesem Alter auch bei Verformungen, die durch das „Nuggele“ möglicherweise entstanden sind, noch eigenständig zurückformen kann. Später hilft nur noch die Zahnspange, um Fehlstellungen auszugleichen.

Den Nuggi möglichst schon früh dosieren

Eltern tun sich einen Gefallen, wenn sie das Kind von Anfang an nicht ständig mit dem Nuggi versorgen, sondern den Gebrauch strikt dosieren. Der Schnuller sollte nur dann zum Einsatz gelangen, wenn er dringend benötigt wird. Ist das Kleinkind beispielsweise eingeschlafen, dann sollte der Nuggi von den Eltern wieder entfernt werden. Ausserdem sollte der Nuggi auch als Tröster das letzte Mittel sein, das zur Ablenkung dient.

Die schrittweise Trennung vom Nuggi

Mit dem gezielten Einsatz vom Nuggi verbindet sich auch gleichzeitig der nächste Tipp, nämlich die schrittweise Trennung. Schrittweise fällt der Abschied nicht so schwer und kleine Kinder können mit knapp drei Jahren besser selbst abwägen, ob sie den Gummitröster noch benötigen, als wenn sie jünger sind. Ist der Nuggi nicht im Einsatz, liegt er am besten in einer Schatzkiste, in der er sich ausruht. Wichtig dabei ist auch, dass die Nuggis nicht überall in der Wohnung zur Verfügung herumliegen, sondern dass der Tröster und Helfer eben diesen besonderen Platz hat.

Ab zwei Jahren wirken schon logische Argumente

Hat das Kind beispielsweise beim Sprechen seinen Nuggi im Mund, dann sollten Eltern erklären, dass sie nichts verstehen und dass es den Tröster bitte während des Sprechens aus dem Mund nehmen soll. Nicht selten wird es dann nämlich vergessen, den Schnuller wieder in den Mund zu stecken. Übrigens, ein dickes Lob, dass dein Kind schon so ein grosses Mädchen oder ein grosser Junge ist und den Nuggi nicht mehr braucht, wirkt auch schon ab zwei Jahren.

Tipps zur Nuggi-Entwöhnung:

  • Zwischen sechs und zehn Monaten kann das Schmusetuch als Ersatz für den Tröster gegeben und somit eine Alternative geschaffen werden.
  • Keinesfalls solltest du «den besten Freund» deines Kindes einfach wegwerfen - denn diese Trennung ist die erste, wirklich einschneidende im Kinderleben!
  • Schaffe eine Nuggi-Zone, wo dein Kind ungestört seinen Tröster haben darf. Zum Beispiel im Kinderzimmer, Bett oder auf dem Sofa.
  • Der Nuggi-Fee gemeinsam ein schönes Päckchen mit dem Nuggi machen, abschicken und am nächsten Tag bekommt dein Kind ein Dankeschön-Geschenk von der Fee.
  • Um die Nuggi-Entwöhnung sollte nicht ein zu grosses Theater gemacht werden, sie sollte also nicht im Mittelpunkt des Familienlebens stehen, weil sie sonst eine zu grosse Bedeutung bekommt.
  • Deine Geduld ist gefragt, denn der Abschied kann etwas dauern.
  • Möchte dein Kind - das seinen Nuggi sonst nur noch zum Schlafen braucht - plötzlich wieder am Tag nuckeln, dann solltest du aufmerksam werden, denn es wäre möglich, dass dein Kind etwas sehr beschäftigt.

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