Wann ist ein Kind kindergartenreif?

Nicht jedes Kind ist gleich und während das eine mit Feuereifer in den Kindergarten startet, hat das andere so seine Schwierigkeiten sich einzugewöhnen. Es gibt sehr eindeutige Zeichen, wann der Nachwuchs kindergartenreif ist. Man muss Kinder nur genau beobachten, dann lassen sich gut Rückschlüsse über die Entwicklung und die Notwendigkeit eines Kindergartenbesuchs ziehen.

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Was lernt ein Kind im Kindergarten?

Mit vier Jahren beginnt der freiwillige Kindergarten und spätestens mit fünf Jahren wird der Besuch des obligatorischen Kindergartens Pflicht. Im Kindergarten werden Kinder auf die Schule vorbereitet. Erste Buchstaben und Zahlen werden vermittelt, die Fähigkeit im Team zu arbeiten und sich auf gestellte Aufgaben zu konzentrieren stehen genauso im Mittelpunkt wie Spass und Spiel. Dein Nachwuchs lernt im Kindergarten den Umgang mit anderen Gleichaltrigen und so wird der Grundstein für soziale Kompetenzen gelegt.

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So erkennst du ob dein Kind kindergartenreif ist

Der Stichtag für den obligatorischen Eintritt in den Kindergarten oder in die Eingangsstufe ist pro Kanton festgelegt. Er liegt in 24 Kantonen zwischen dem 1. April und dem 31. Juli. In 17 Kantonen ist der Stichtag der 31. Juli.

Viele Eltern stellen sich die Frage, ob ihr Nachwuchs mit vier Jahren oder erst mit fünf Jahren den Kindergarten beginnen soll. Das kann nicht pauschal beantwortet werden, die Entscheidung muss individuell getroffen werden. Diese Kritieren zeigen, ob dein Kind bereit für den Kindergarten ist:

  1. Dein Kind muss sich in einer grösseren Gruppe von Kindern wohlfühlen und zurechtkommen, ohne dass du oder ein anderer Erwachsener ständig eingreifen oder unterstützen muss. Denn der soziale Kontakt mit anderen Kindern kann schnell überfordern, wenn man noch nicht dazu bereit ist, sich mit den vielen unterschiedlichen Charakteren der Spielkameraden im Kindergarten auseinanderzusetzen.
  2. Dein Kind muss auch mal warten können. Es muss Anweisungen akzeptieren und seine Bedürfnisse aufschieben können. Eltern sollten nicht immer das tun, was ihr Kind gerade möchte! Die Bedürfnisse eines Kindes sollten im Familienalltag nicht dauernd im Mittelpunkt stehen.
  3. Das einigermassen selbstständige An- und Ausziehen können, ist im Kindergarten wichtig.
  4. Die Fähigkeit, sich zirka 15 Minuten am Stück selbstständig mit einer Sache zu beschäftigen, ohne dass Mama und Papa anwesend sein müssen.
  5. Die sprachliche Entwicklung sollte so weit vorangeschritten sein, dass sich das Kind in kurzen Sätzen verständlich machen kann.

Wie machst du dein Kind fit für den Kindergarten?

Du kannst dein Kind dabei unterstützen fit zu werden für den Kindergarten, indem du es gezielt in allen Sinnen förderst, aber nicht überforderst. Denke dabei auch an die emotionale Kompetenz oder Selbstkompetenz und nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten!

Lass dein Kind viele Dinge alleine probieren und übe zum Beispiel das An- und Ausziehen an ruhigen Tagen, wo ihr genügend Zeit habt und euch nicht beeilen müsst. Spring nicht sofort ein, wenn es nicht gleich klappt.

Oft ist auch die erste Zeit nach der Eingewöhnungsphase schwierig, besonders nach "Feierabend" haben Kinder gern schlechte Laune. Sie waren den ganzen Tag brav und konzentriert und brauchen nach dem Kindergarten einen Ausgleich, der sich oft in missmutiger Stimmung oder Wutanfällen äussert. Verplane deshalb seine Freizeit nicht mit allerlei Aktivitäten, sondern gönne ihm auch die nötige Erholung und freie Zeit zu machen, was es gerade möchte: Spielen, draussen herumtollen, ein Buch anschauen, etc.

Aller Anfang ist schwer. Lass deinem Kind viel Zeit, sich an die neuen Tagesabläufe und Strukturen zu gewöhnen.

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