Albträume: Tipps gegen die Monster unterm Bett

Albträume bei Kindern © iagodina - AdobeStock.com

Albträume gehören zur Entwicklung dazu und oft verschwinden sie von selbst wieder. Für Eltern sind die Schlafstörungen ihres Kindes oft eine Belastung, weil sie nicht wissen, wie sie Kindern vernünftig erklären sollen, dass die "Monster unterm Bett" nicht existieren. Denn für Kinder sind diese Träume sehr real. 

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Kinder haben eine blühende Fantasie

Das grösste Problem für Eltern ist meist, dass kleine Kinder, gerade wenn sie ängstlich sind, ein Übermass an Fantasie entwickeln. So wird ein Möbelstück im Zimmer schnell zu einem Geist oder der Vampir neben dem Schrank entpuppt sich als Bademantel, der auf einen Kleiderbügel hängt. Vater und Mutter wissen natürlich, dass diese Gefahren nur der Fantasie des Kindes entspringen, doch können sie Kindern oft schlecht vermitteln, dass ihnen keinerlei Ungemach droht.

Tipps, die dem Kind beim Aufwachen nach einem bösen Traum helfen

Wenn dein Kind Angst empfindet, reichen lapidare Erklärungen nicht aus. Sprüche, wie "Da ist nichts unter dem Bett", helfen deshalb nicht weiter.

Bei einem angstvollen Traum hilft viel Nähe, Liebe und Verständnis durch die Eltern

Lasse dir erklären, was es geträumt hat und weshalb es Angst hat. Wenn du den Grund für das Verhalten deines Kindes kennst, kannst du dessen Sorgen und Befürchtungen besser ausräumen. Zudem solltest du geduldig sein und Kindern richtig zuhören, auch wenn es mitten in der Nacht ist.

Schaut gemeinsam hinter dem Vorhang oder unter dem Pult nach und zeige, dass keine Gefahr droht.

Schenke deinem Kind Sicherheit, indem du ihm versprichst, sofort da zu sein, wenn es erneut träumen sollte.

Bei Bedarf anbieten, dass es im elterlichen Bett schlafen darf. Langfristig hilft es dem Kind jedoch nicht, seine Ängste selbst zu bewältigen.

Unterstützung fürs Einschlafen und einen ruhigen Schlaf

  • Führe Rituale fürs Schlafengehen ein. 
  • Ein gedämpftes Nachtlicht hilft dem Kind, sich zu orientieren, wenn es aufwacht.
  • Verzichtet auf Fernsehen oder Games mindestens 1 Stunde vor dem Schlafengehen. 

Reagieren oder ignorieren?

Schlafstörungen sind nichts Ungewöhnliches und es kann durchaus sein, dass sich dein Kind in einer Phase befindet, in der es nahezu jede Nacht aufwacht, schlecht geträumt hat und weint. Hat das Kind dann nicht gerade Schweissperlen auf seiner Stirn, vermutet manch Vater und Mutter, dass es nur Aufmerksamkeit erregen möchte. Manche ignorieren ihre Kinder, wenn sie nachts wiederholt zu schreien beginnen.

Tipp: Du solltest sofort reagieren, sobald du hörst, dass irgendetwas im Kinderzimmer nicht stimmt. Viele Eltern wissen nicht, dass sich bei Kindern Psychosen bilden können, wenn sie unter dauerhaften Schlafstörungen leiden und von "höllischen" Ängsten geplagt sind.

Bei dauerhaften Schlafstörungen einen Arzt zurate ziehen

Schlafstörungen treten in den ersten Lebensjahren bei Kindern häufig auf, weshalb Eltern in dieser schwierigen Phase viel Geduld aufbringen müssen. Sollte es sich aber um dauerhafte, monatelange Schlafstörungen handeln, die nicht von einem Albtraum herrühren, ist zu empfehlen, einen Kinderarzt zurate zu ziehen.

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