Die Entwicklung von Kindern im 7. Lebensjahr © Евгения Янцева - AdobeStock.com

Entwicklung von Kindern im 7. Lebensjahr

Der Übergang vom Kindergarten in das Schulalter ist eine ganz wichtige Lebensphase. Das Kind erlernt in dieser Zeit wichtige Fähigkeiten für den Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt. Welche Entwicklungen das Kind im 7. Lebensjahr in emotionaler, sozialer, psychischer, geistiger, kognitiver und körperlicher Hinsicht macht, und wie du dein Kind fördern kannst, erfährst du in diesem Artikel.

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Emotionale und soziale Entwicklung

Kinder im 7. Lebensjahr entwickeln immer mehr Verständnis für sich selbst, aber auch für Ereignisse in der Vergangenheit. Sie können ihre Gefühle immer besser ausdrücken, die Umwelt wird verstärkt wahrgenommen und auch das Interesse an den eigenen Hobbys wächst. Fantasie und Kreativität sind grenzenlos beim Spielen und auch das Vergleichen mit Gleichaltrigen und mit Geschwistern wächst. Neben dem Teamgeist ist auch Wettbewerb untereinander ein Thema. Es wird begonnen, sich gegenseitig zu helfen und zu ergänzen.

Das Denken des Kindes wird immer rationaler, es kann sich vermehrt in andere Personen hineinversetzen und ihre Gefühle richtig deuten. Ein stärkeres Selbstbewusstsein und eine verstärkte Ich-Wahrnehmung bilden sich durch Schule und neue Freundschaften heraus. In vielen Bereichen kann das Kind auch schon Verantwortung und kleine Aufgaben übernehmen. Freude wird mit anderen geteilt, ist ihr Gegenüber traurig, wird es oft getröstet. Entscheidungen will das Kind jetzt immer öfter ohne die Eltern treffen. Gleichzeitig ist die Bindung an die Eltern noch sehr stark. Umarmungen und Zärtlichkeiten werden gerne entgegengenommen und auch erwidert. Im 7. Lebensjahr wird das Kind selbständiger und verantwortungsbewusster.

Motorische, kognitive und geistige Entwicklung

Im Bereich der motorischen Fähigkeiten befinden sich die Schulanfänger in dieser Altersstufe auf dem Höhepunkt. Feinmotorische Tätigkeiten wie Malen, Kartoffeln schälen, das Brot selber streichen oder Schuhbänder binden trainieren die kleinen Muskeln an den Händen und können eine gute Vorbereitung auf das Schreiben in der Schule sein.

Im 7. Lebensjahr können Kinder immer klarer zwischen Realität und Fantasie unterscheiden. Sie treten ein in die Welt der Logik und der Überlegungen.

Eine ausgewogene Ernährung ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil für die kognitive Entwicklung, ebenso ausreichend Schlaf. Das Erlernen eine Instrumentes kann besonders auch mathematische Fähigkeiten fördern. In diesem Alter können Kinder die Zeit erfassen, Ereignisse abwarten und einordnen, längerfristige Zielsetzungen werden möglich. Das Gedächtnis entwickelt sich beachtlich weiter, das Denken wird sachorientierter. Das Bedürfnis wird wach, Dinge und Zusammenhänge zu verstehen.

Körperliche und psychische Entwicklung

Anders als im Kleinkindalter verändern sich das Gewicht und die Grösse des Kindes nicht mehr so markant. Im 7. Lebensjahr wachsen die Kinder durchschnittlich 4-6 cm jährlich. Im Schulalter verlieren die Kinder ihre Milchzähne und die ersten bleibenden Zähne bilden sich.

Körperliche Bewegung ist in diesem Alter ganz wichtig, sie fördert die Konzentration, die Wahrnehmungsfähigkeit und auch das positive Lernverhalten in der Schule. Sportarten wie Tanzen, Fussballspielen, Radfahren, Rollschuhlaufen, Schwimmen, aber auch Herumtoben auf dem Spielplatz fördern die Gehirnleistung und dies wirkt sich wiederum positiv auf den gesamten Lernprozess des Kindes aus.

Auch im logischen Bereich verbessern sich die Fähigkeiten des Kindes bereits ab dem 6. Lebensjahr. Vieles ist in der Erziehung im Umbruch. Langsam entdecken Pädagogen die Wichtigkeit von Bewegung und körperlicher Aktivität auch ausserhalb des Sportunterrichtes. Gleichgewichtssinn und Bewegungskoordination sind in diesem Alter bereits gut ausgebildet.

Das geschlechtsspezifische Verhalten wird immer mehr ausgeprägt und möchte auch in Kleidung und Frisur gezeigt werden. Mit Gleichaltrigen teilen die Kinder ihre Vorstellungen, Interessen und Ängste. Der Einfluss der Gleichaltrigen wird immer grösser, Freundschaften werden fast nur mit Gleichgeschlechtlichen geschlossen. Mädchen fühlen sich in einer 2er-Beziehung mit der besten Freundin wohl, Burschen bevorzugen oft eine grössere Gruppe.

Fazit: Der Artikel beschreibt allgemeine Anforderungen im 7. Lebensjahr. Beachte bitte, dass Entwicklung individuell ist, und jedes Kind in seiner Entwicklung einzigartig. Bei der Förderung seiner Fähigkeiten solltest du immer auf die persönlichen Interessen deines Kindes eingehen.

 

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