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Kindersätze, die Eltern sprachlos machen

Ein ehrliches, aber nicht sehr schmeichelndes Kompliment, eine Antwort auf eine Frage, die jedes Argument abschmettert oder die (peinliche) Frage selbst: Wenn Kinder losplappern, kann das Eltern schnell sprachlos machen und auf besondere Weise herausfordern, amüsieren oder peinlich berühren.

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Kinder kennen noch keine Diplomatie und ihre Aussagen tun manchmal auch weh oder rühren Eltern zu Tränen.

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Kinder sehen die Welt mit anderen Augen

Bestimmt hat dich dein Kind auch schon oft mit Situationen überrascht, die dich sprachlos machen. Die Aussagen/Antworten von Kindern sind oft so ehrlich, dass es wehtut, amüsiert oder traurig macht. Oder dein Kind stellt eine Frage auf die du selbst keine Antwort hast:

"Mama, wenn doch alle Menschen und Tiere sterben, warum ist das dann so schlimm?"

oder

"Wo ist denn das Grosi jetzt, wenn sie nicht mehr da ist?"

oder

"Also du siehst wirklich so ärgerlich aus, wie Mama/Papa immer erzählt!" (Kind zum Chef)

oder

"Dein Mund stinkt ekelig!"

oder

"Wieso soll ich sparen, wenn Geld doch dafür da ist, Sachen davon zu kaufen?"

Viele Aussagen unserer Kinder sind oft wahr, aber nicht einer "Erwachsenensituation" angemessen. Eltern sind dann nicht selten peinlich berührt und versuchen, die Situation zu retten, indem sie schnell das Thema wechseln, schimpfen oder versuchen, das Gesagte zu relativieren. Doch wie reagieren Erwachsene auf kindliche Weisheiten?

Kindliche Kompetenz

Mit der erstaunlichen und bewundernswerten kindlichen Weisheit zeigen die Kleinsten, dass sie in der Lage sind, philosophisch zu denken. Sie setzen sich mit Themen auseinander, vor denen Erwachsene sie oft schützen wollen. Sie entwickeln eine eigene Meinung und stehen für diese ein. Sie können soziales und gesellschaftliches Verhalten für sich bewerten und kritisch hinterfragen. Nicht zuletzt helfen diese Fähigkeiten, das eigene Verhalten selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen.

Bestärke dein Kind darin, dass es die Wahrheit gesagt hat. Doch Wahrheit kann auch wehtun und "gnadenlos ehrlich" kann in der Erwachsenenwelt auch eine Tür verschliessen. Daher ist es wichtig, mit Kindern über alles Mögliche zu diskutieren, was sie hinterfragen oder spannend finden. Du kannst erklären, warum es nicht nett ist, der Frau an der Bushaltestelle zu sagen, dass sie mit der grossen Brille wie eine Hexe aussieht.

Auch ist es ok, als Mama oder Papa keine Antwort zu haben. Du musst nicht alles wissen. Zum Beispiel, warum Grosspapi so krank ist und bald sterben muss oder wo er dann hingeht. Dein Kind wird nachbohren, bis es eine zufriedenstellende Antwort erhalten hat. Das kann ganz schön anstrengend sein. Dir selbst kann es helfen, dann kindgerecht ehrlich zu sein: "Ich weiss auch nicht, warum Grosspapi krank ist und mich macht das sehr traurig!"

Wenn ihr Kind Recht hat, gib das ruhig zu. Später kannst du gemeinsam mit deinem Kind üben, ehrlich und gleichzeitig höflich zu sein. Lacht gemeinsam, wenn die Situation witzig ist. Ist dir etwas peinlich, nutze die Gelegenheit um mit deinem Kind über Scham zu sprechen.

Sicher kennst du selbst viele Aussagen von deinem Kind, die dich sprachlos gemacht haben. Was ist deine persönliche "Top 5"? Wir lachen gerne mit und freuen uns über deinen Beitrag im Kommentarfeld.

(Schreibe solche Erinnerungen übrigens unbedingt auf und erinnere deine Kinder daran, wenn sie in die Erwachsenenwelt eintauchen, zum Beispiel zum 18. Geburtstag...;) 

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KOMMENTARE (9)



Mami, wieso gwagglets unter dim Arm so?

Lisa |

Gäll, du erklärsch mier spöter, werom die Frau do vore so es dicks Füdli het...

Miriam |

Reaktion auf die Aussage, dass Mami ein Baby im Bauch hat:
Mami hät es Baby gässe

Ramona |

Mein Junge sah dass ich mühe mit meiner Nase habe und deshalb traurig war weil mir meine Nase nicht gefällt. Er nahm mich an der Hand und sagte:" Mami komm wir gehen in die Landi dort kaufe ich Dir eine neue Nase. In der Landi gibts doch alles gell?!"

Angela Steffen |

Wenn mein kleiner etwas isst, was ihm besonders gut schmeckt:" mmmmhm Mami fein! Mhmmm".

Tanja |

Klein Aron (2,5j.) zu seinem grossen Bruder, der von einem Eishockeymatch erzählte: "Yshockey, das nützt eifach gar nüt!"

G.B. |

Grosi sagt zu meiner 2 jährigen Tochter, sie soll das Gartentürli wieder zumachen. Dann sagt meine Tochter: "Susch Fleigä inä ga gäll?"

Adriana |

Wir erklärten unserer 3-jährigen Tochter, dass sie schiefe Zähne bekommt, wenn sie den Nuggi so oft braucht. Ein paar Tage darauf war ich mit ihr im Bus und vor uns sass eine Frau mit einer speziellen Zahnstellung. In voller Lautstärke sagte meine Tochter zu mir: Mami, schau mal diese Frau dort hat auch zu viel "gnuggelet"!

sarah |

„Mami, du xsehsch us wie en Prinzessin“ sagte mein 3-jähriger Sohn zu mir als ich ein schönes Kleid anhatte.

Sabrina |