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Hilfe, mein Kind isst zu wenig

Hilfe, mein Kind isst zu wenig © Oksana Kuzmina / AdobeStock.com

Du hast das Gefühl, dass dein Kind zu wenig isst? Meist stimmt dieser subjektive Eindruck nicht. Aber wann muss man sich als Familie Sorgen machen? Wie gewöhnt man ein Kleinkind an gesundes Essen? Und wie entkommt man der Stress-Falle beim Essen? Wir informieren wie wichtig es ist, ein Kind von vornherein an gesunde Ernährung zu gewöhnen und verraten, wie das auch gelingt.

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Grund zur Sorge, weil das Kind zu wenig isst?

Viele Eltern sind unsicher, wie viel Nahrung ihr Kind eigentlich braucht, und die meisten Kleinkinder zeigen auch bei diesem Thema schon, dass sie absolute Individualisten sind. Da gibt es den "dünnen Spargel" von dem man meint, er würde von jedem Lüftchen umgepustet (obwohl er meist recht zäh und robust ist) und auch die eher rundlichen Kinder. Auch wenn man sich als Mutter oder Vater natürlich Sorgen macht, wenn man meint, das Kind isst zu wenig: Von Essstörungen spricht man bei einem Kleinkind noch nicht. Ernsthafte Probleme beim Essen nennt man bei den Kleinen noch "Fütterungsstörung". Das weist darauf hin, dass es ein Problem zwischen der Familie und dem Kleinkind gibt. Ja, ein Baby wird nach der Milch verlangen wenn es Hunger hat, aber es gibt tatsächlich schon Einjährige, die die Nahrungsaufnahme komplett verweigern. Es ist dann an der Zeit, alles umzukrempeln. Wenn ihr als Eltern besorgt seid, konsultiere deinen Kinderarzt - abgesehen von individuellen Unterschieden ist nämlich eine Gewichtsabnahme oder Gedeihstörung auf jeden Fall zu vermeiden. Biete Abwechslung bei den Mahlzeiten, damit dein Kleinkind verschiedene Lebensmittel kennen lernen kann. Und versuche innere Gelassenheit zu erlangen.

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Stress beim Essen

Hat dein Kind mundmotorische Probleme oder verträgt bestimmte Lebensmittel nicht, kann das die Ursache für eine schlechte Nahrungsaufnahme sein. Zumeist liegt es aber am Zusammenspiel zwischen Eltern und Kind. Die Anspannung wächst nämlich, wenn die Mahlzeiten zu einem kleinen Theater ausarten. Und Kinder essen nicht, wenn sie entweder etwas Unangenehmes (Broccoli, Spinat) vermeiden wollen oder etwas Angenehmes (jede Menge Aufmerksamkeit) erhoffen.

Hier hilft auf jeden Fall Gelassenheit und eine Änderung der Essrituale. Vermeide Zwang und lass dein Kind selbstständig essen. Unbeliebte Lebensmittel servierst du ein bis zwei Wochen später, und zwar getarnt (überbacken, gebraten statt gekocht etc.). Wenn jemand sagt: "Mein Kind isst zu wenig", bedeutet das ganz oft: "Mein Kind isst nicht was und wie viel ich will". Bei einer normalen Entwicklung können wir jedoch davon ausgehen, dass kein Kind vor einem vollen Teller verhungert. Bekommt dein Kind nahrhafte Zwischenmahlzeiten oder Süsses? Auch das kann dazu führen, dass bei den Hauptmahlzeiten der Hunger recht klein ist. Bei Kindern, die besonders kräftig zulangen ist gesundes Essen gefragt: Von Apfel und Karotte, Brot und Milch kann man nicht genug bekommen. Von Nutella, Keksen und Saft jedoch schon.

Wie gewöhne ich mein Kind an gesundes Essen?

Da gibt es einen ganz einfachen Tipp: Gewöhne dein Kind nicht an ungesundes Essen! Ein Baby zu bekommen ist für jede Familie eine Chance, auch die eigenen Essgewohnheiten zu überprüfen und zu beginnen, gesundes Essen vorzuziehen. Süssigkeiten sollten für ein Baby und Kleinkind eigentlich tabu sein - sie liefern keine Nährstoffe sondern nur leere Kalorien und schädigen die Zähne. Auch süsse Säfte machen satt und sorgen dafür, dass am Tisch weniger gegessen wird. Und wer an Kekse und Bonbons gewöhnt ist, wird die natürliche und gesündere Süsse von Früchten schwer zu schätzen wissen.

Seid ihr als Familie beim Essen präsent, oder tippt ihr auf den Smartphones herum? Gesundes Essen bedeutet auch bewusstes Essen. Probiert es aus! Und wenn sich ein Kind ansonsten normal entwickelt, aktiv und aufgeweckt ist, bleibt nur zu sagen: Jeder isst anders!

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