Anzeige

Haarausfall nach der Geburt

Haarausfall - was tun? © ia_64 - AdobeStock.com

Etwa drei Monate nach der Geburt des Babys kommt häufig die Ernüchterung. Die Haare verlieren ihren Glanz und fallen sogar büschelweise aus. Doch was passiert da? Und gibt es eine Möglichkeit, den Prozess aufzuhalten? Viele Schwangere erfreuen sich nämlich währender der Schwangerschaft an ihrem ungewöhnlich dichten, glänzenden Haar.

Anzeige

Hilfe! Das ganze Kopfkissen ist voller Haare

Von vielen Dingen, die eine Mutter nach der Geburt erwarten, hat man schon einmal gehört: Dehnungsstreifen, Beckenbodenschwäche oder Babyblues. Aber dass man eines Morgens aufwacht und das Kopfkissen von einer Schicht Haare bedeckt ist, erschreckt viele junge Mütter. Schuld daran ist der sinkende Östrogenspiegel.

Während der Schwangerschaft werden vermehrt Östrogene gebildet. Diese sorgen dafür, dass mehr Haare als üblich in der Wachstumsphase gehalten werden, nämlich ca. 95% statt 85-90%. Sinkt der Östrogenspiegel dann nach der Geburt wieder, werden vermehrt Haare in eine Ruhephase geschickt, um dann nach etwa drei Monaten auszufallen. Diese Reaktion wird von jeder Frau unterschiedlich wahrgenommen, je nach Haarfülle und Haarstruktur.

Anzeige

Hört der Haarausfall von selbst wieder auf?

Ein Grund zur Sorge ist der Haarausfall nach einer Schwangerschaft nicht. Die Fachleute nennen diesen Vorgang postpartales Effluvium (post partum: nach der Geburt, Effluvium: gesteigerter Haarausfall). Es ist unmöglich, dass eine Mutter durch diesen Prozess alle Haare verliert. Spätestens nach sechs Monaten, also etwa neun Monate nach der Geburt, ist der Spuk vorbei. Der Haarausfall stoppt also von ganz alleine und es wachsen genauso viele Haare wieder nach, wenngleich man dies nicht sofort merkt, da das Haar nur etwa ein bis zwei Zentimeter pro Monat wächst.

Sind äussere Einflüsse schuld am Haarausfall?

Häufig wird der Haarausfall nach einer Schwangerschaft als Reaktion auf Stress in der neuen Lebenssituation gesehen. Es ist nicht auszuschliessen, dass Stress oder Schlafmangel der Mutter in den ersten Lebensmonaten des Babys Einflüsse auf den Haarausfall haben. Allerdings lässt sich diese These schwer belegen. Umso beruhigender ist es, dass weniger die äusseren Einflüsse diese Reaktion hervorrufen, sondern der Hormonhaushalt die Wurzel des Übels ist. Und dieser reguliert sich von alleine wieder.

Was kann ich gegen Haarausfall tun?

Äussere Anwendungen:

  • Achte auf eine ausgewogene, mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung. Gerade wenn du dein Baby stillst, ist eine ausgewogene und vollwertige Ernährung - wie z.B. mit Fleisch, Fisch und Eier - ohnehin sehr wichtig. Frage deinen Arzt/deine Ärztin, ob du unter einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel leidest (Eisenmangel!).
  • Wasche dein Haar mit Biotin- oder koffeinhaltigen Shampoos und verwende nur Shampoos ohne Parfümzusatz
  • Lass deine Haare möglichst offen, Haargummis strapazieren unnötig

Innere Anwendungen:

  • Nahrungsergänzungsmittel können unterstützen, frage deinen Arzt/deine Ärztin oder in der Apotheker oder Drogerie
  • Auch die Schüssler Salze Calcium fluoratum D12 (Nr. 1), Calcium phosphoricum D6 (Nr. 2) und Silicea D12 (Nr. 11) können hilfreich sein, lass dich in einer Drogerie oder Apotheke beraten. 

Abschliessend lässt sich festhalten, dass die Erfahrung mit ausfallenden Haaren viele Frauen in der Stillzeit verunsichert. Sie muss dich aber nicht beunruhigen. Sehr viele Mütter werden mit diesen Erscheinungen konfrontiert und bisher ist kein Fall bekannt, in dem eine Frau aufgrund eines postpartales Effluvium zu einer Perücke greifen musste.

Deine Bewertung

Kommentare (2)
Bitte rechnen Sie 4 plus 7.

Das könnte dich auch interessieren...

Keine Artikel vorhanden