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Ernährung: Das Problem von "Dauer-Essern"

Kinderernährung: Das Problem von "Dauer-Essern" © Teodor Lazarev / AdobeStock.com

Dass eine gesunde Kinderernährung eine grosse Bedeutung hat, ist allseits bekannt. Ein ausgeglichener Essensplan fördert die Gesundheit, Entwicklung und Leistungsfähigkeit deines Kindes. Bestimmt ist dir auch schon aufgefallen, dass das Essverhalten vieler Kinder durchaus unterschiedlich ist. Nicht wenige Kinder essen scheinbar permanent. Sie mampfen alles Mögliche in sich hinein. Unabhängig vom eigentlichen Essen sieht eine gesunde Ernährung anders aus.

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Die Verlockung ist gross

Die moderne Nahrungsmittelindustrie macht es Müttern und Vätern einfach, ihrem Baby oder Kind immer einen kleinen Snack geben zu können – die Auswahl an Zwischenmahlzeiten ist gross. Das Kleine schreit? Es bekommt eine Reiswaffel. Das Baby soll beschäftigt sein? Die Flasche hilft perfekt. Vielleicht ist dir das hier und da auch schon einmal passiert. Es fühlt sich an, als ob die Kleinen permanent essen oder trinken. Frühstück, Mittagessen und Abendessen weichen langsam auf. Eltern haben wenig oder keine Zeit. Alles muss schnell gehen. Dadurch kommt die Ernährung zu kurz. Kompensiert wird das Problem damit, dass jedes Mal, wenn das Kind quengelt, gleich etwas zu Essen da ist. Und das Kind wird die „Snack-Tröster“ auch fortan lautstark verlangen. Gegessen werden kann immerzu und dauerhaft.

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Kinderernährung - Wozu führt permanentes Essen?

Das Ergebnis einer solchen Ernährung ist, dass weder die Kleinen noch die Grossen einen Überblick darüber behalten, was die Kinder im Laufe des Tages alles gegessen und getrunken haben. War es vielleicht zu viel oder gar zu wenig? Wie nährstoffreich war das Essen? Gab es eigentlich genügend Vitamine? Bei den Hauptmahlzeiten am Tisch essen diese Kinder dann kaum etwas.

Ausserdem gewöhnen sich die Kinder daran, dass Essen als "Tröster" und als Beschäftigung eingesetzt werden kann. Dies führt zu einem gestörten Verhältnis zum Essen, was nicht einfach wieder abzugewöhnen ist.

Der Körper der Kinder entwickelt sich zudem in eine Richtung, dass er entweder zu viel Fett ansetzt und die Nährstoffspeicher füllt oder dass genau das Gegenteil eintritt. Wenn der Körper lernt, dass es sowieso immer wieder irgendwas zu essen gibt, dann muss er nichts mehr speichern. Der Stoffwechsel kommt durcheinander. Auf lange Sicht wird das Kind Probleme bekommen, die vermieden werden könnten.

Hauptmahlzeiten einhalten

In erster Linie müssen sich Eltern für das Essen und Trinken Zeit nehmen. Es soll Platz und Zeit für Frühstück, Mittagessen und Abendessen da sein. Essen muss zum Ritual werden und darf nicht nebenbei passieren. Natürlich dürfen zwischendurch auch Snacks gegessen werden. Das Kind muss dennoch lernen, dass es bestimmte Hauptmahlzeiten gibt, an denen die Familie zusammenkommt und gemeinsam isst. Hierfür müssen Erwachsene Vorbild sein.

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