So können Familien sparen und vorsorgen

So können Familien sparen und vorsorgen © Andrey Popov / AdobeStock.com

Familien mit Kindern können mit bestimmten Vorsorgemöglichkeiten in der Schweiz wie der Säule 3a oder durch Einzahlungen in die Pensionskasse bares Geld sparen. Dabei fällt nicht nur die Rendite ins Gewicht, sondern vor allem die immens hohen steuerlichen Einsparungen, die dadurch möglich sind.

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Wie verändern Kinder das Familienbudget?

Kinder bringen Leben in eine Familie und runden das Lebensglück ab. Doch ein Kind zu versorgen kostet ein kleines Vermögen. Allein ein Säugling belastet die Haushaltskasse mit monatlich ungefähr CHF 300 bis CHF 400.

Daneben müssen Eltern weitere Ausgaben für notwendige Dinge wie zusätzliche Anschaffungen für den Nachwuchs oder einen Krippenplatz einkalkulieren. Dabei stehen viele Familien unter einem finanziellen Druck, da die Gehälter nicht in der Form ansteigen, wie es eigentlich notwendig wäre, um die Ausgabenlast zu decken. Daher wird das gesamte Budget für die Lebenshaltung aufgewendet. Unterdessen kann eine Familie, die sich nach Einsparungen umsieht und Vorsorgemassnahmen trifft, zu einem späteren Zeitpunkt von den Rücklagen profitieren. Gerade für Mütter ist es lohnenswert, sich bereits in der Elternzeit nach Möglichkeiten für die Vorsorge im Alter umzusehen. Denn der Staat bietet interessante steuerlich vorteilhafte Sparmöglichkeiten an wie durch die 3. Säule.

Mit der Säule 3a sparen und vorsorgen?

Das Schweizer Prinzip der Altersvorsorge basiert auf dem Grundsatz der drei Säulen. Die 1. und 2. Säule der Altersvorsorge sind grundlegend und verpflichtend. Sie werden aus bestimmten Einrichtungen wie der Pensionskasse, Erwerbersatz beim Militärdienst oder Mutterschaft gebildet. Dagegen entsteht die 3. Säule der Vorsorge allein aus der privaten Initiative heraus. Bei dieser Art der Altersvorsorge haben Sparer den Vorteil einer steuerlichen Vergünstigung durch den Staat. Bei einer Geldanlage, die auf der Säule 3a basiert, schliesst du einen gebundenen Vorsorgevertrag bei einer Bank oder einer Versicherung ab. Dabei zahlst du jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag ein. Falls keine Ausnahmeregel zutrifft, kannst du zwar vor dem Eintritt des Rentenalters kein Geld entnehmen, dafür wird der Vertrag vom Staat steuerlich begünstigt. Du kannst Steuervorteile nutzen, die aus Mitteln aus der Bundeskasse gefördert werden.

Weitere Möglichkeiten zur Vorsorge: Lohnt sich der Einkauf in die Pensionskasse?

Falls du statt der 3. Säule lieber auf die Vorteile der 2. Säule zurückgreifen möchtest, kommt eventuell ein Einkauf in die Pensionskasse für dich in Betracht. Diese Art der Vorsorge könnte sich lohnen, falls deine Pensionskasse einen guten Deckungsgrad hat. Voraussetzung dafür ist, dass du die Spargelder langfristig nicht für anderweitige Anschaffungen benötigst. Der Bundesrat legt jährlich fest, wie hoch die Mindestverzinsung des Pensionskassenanteils ist. Diese liegt in der Regel über den am Markt üblichen Zinssatz. Der eigentliche Reiz, in die Pensionskasse einzuzahlen, liegt jedoch in der Steuereinsparung. Denn der angesparte Geldbetrag wird steuermindernd berücksichtigt. Du profitierst von den steuerlichen Vorteilen.

Wie werden die Renditen bei Einzahlungen in die Pensionskasse berechnet?

Bei einem Einkauf in die Pensionskasse gibt es zwei unterschiedliche Renditeberechnungen, die relevant sind. Zum einen kann die Investitionssumme im vollen Umfang vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Diese Art der Berechnung löst eine Steuerrechnung aus, die das zu versteuernde Einkommen reduziert. Die Rendite liegt damit in der Steuerersparnis. Zum anderen wird der eingezahlte Geldbetrag nach der Mindestverzinsung verzinst. Das waren beispielsweise im Jahr 2016 1,25 Prozent Zinsen. Die Rendite kann in anderen Jahren höher ausfallen. Ein Beispiel zeigt, welche steuerlichen Vorteile eine Familie mit Kindern bei der Einzahlung in der Pensionskasse hat:

Eine Familie mit 2 Kindern hat ein steuerbares Einkommen von CHF 80’000. Die Eltern zahlen CHF 20’000 in die Pensionskasse ein. Das steuerbare Einkommen reduziert sich somit auf CHF 60’000. Die Steuerersparnis würde in diesem Beispiel bei ungefähr CHF 4’000 liegen. Die Familie muss insgesamt lediglich einen Teil der zuvor bestandenen Steuerbelastung tragen.

Tipp: Wenn du grössere Einkaufssummen auf mehrere Jahre verteilst, kannst du doppelt von den Einzahlungen in die Pensionskasse profitieren. Dadurch wird die Progression mehrmals gebrochen und du sparst jedes Mal bares Geld bei der Steuererklärung.

Hilfreiche Tipps für Eltern rund um Vorsorge und Sparen in der Schweiz

Eltern sollten frühzeitig bedenken, dass spätere Abstriche bei einer fehlenden Vorsorge unvermeidbar sind. Ein Kind muss jedoch nicht unter allen Umständen zu einer Versorgungslücke im Alter führen. Wer sich rechtzeitig Gedanken darüber macht, wie das Leben im Alter aussehen soll, kann den Ruhestand später sorgloser geniessen. Dabei bietet das System in der Schweiz einige Möglichkeiten, um für das Alter vorzusorgen.

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KOMMENTARE (1)



Ja klar,mit die Einzahlungen in der 3.Säule kann man Steuern sparen, aber bei der Prämienverbilligung wird es dann als + angesehen, dass bedeutet, das dann vielleicht der Anspruch auf Prämienverbilligung entfällt.

Lili1991 |