Bewegungstipps für den Alltag

Kinder sollten sich täglich mindestens eine Stunde bewegen. Ergänzend dazu sollten sie auch mehrmals pro Woche ihren Körper trainieren, mit Tätigkeiten, welche die Knochen stärken, das Herz und den Kreislauf anregen, die Muskeln kräftigen, die Beweglichkeit erhalten und die Geschicklichkeit verbessern.

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Dazu brauchst du keine Fitnessgeräte oder andere teure Utensilien. Hierzu sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Schon herumliegende Äste und umgekippte Bäume im Wald machen aus Kindern Schwertkämpfer und Seiltänzer und garantieren ein optimales Ganzkörpertraining!

Eltern als Vorbild

Kleine Kinder sind ideenreich und kreativ und erfinden rasch Spiele, die sie in der Bewegung fördern. Nicht nur die Sporthelden aus dem Fernsehen dienen als ihnen dazu als Vorbild, sondern auch die eigenen Eltern. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Kinder mit sportlichen Eltern sich mehr bewegen. Ein Grund mehr, dass Eltern auch mit den Kindern joggen oder laufen sollten. Auch Wandern ist toll, wenn es Wege gibt, auf denen Kinder viel entdecken können.

Zusammen in die Pedale treten oder eine Schnitzeljagd veranstalten, macht nicht nur grossen Spass, es stärkt auch die Muskeln und Knochen und fördert den Familienzusammenhalt.

Bewegung schafft Begegnung! Kreiere Rituale – reserviere dir beispielsweise jeden ersten Samstag im Monat für einen sportlichen Familienausflug. Positiver Nebeneffekt am Rande: Bewegung steigert die Schlafdauer und Qualität. Während dein Kind am Abend todmüde ins Bett sinkt, geniesst du ein paar ungestörte Stunden. Wie das tägliche Zähneputzen sollte auch die Bewegung zum Alltag gehören. Dazu gehört eine aktive Bewältigung des Kindergarten- oder Schulwegs zu Fuss, auf Rollen (Skateboard, Kickboard) oder auf Rädern (Velo). Verbringt ein Kind täglich 20 Minuten auf dem Schulweg, kommen pro Schuljahr immerhin etwa 70 Stunden Bewegungszeit zusammen.

Ideen für Bewegungsspiele im Alltag:

  • Mit dem Velo oder zu Fuss einkaufen gehen
  • Gemeinsam zur Spielgruppe/KiTa/Schule laufen – oder steigt eine Busstation früher aus und lauft den Rest
  • Die Treppe anstatt den Lift oder die Rolltreppe nehmen
  • Richte das Kinderzimmer so ein, dass die Kinder zum Bewegen animiert werden und genug Platz zum Tollen haben
  • Schenke deinen Kindern Spielsachen, die zum Bewegen animieren (Bälle, Kickboard, Hüpfball, andere Sportgeräte)

Neben dem Besuch auf dem Spielplatz sind folgende Bewegungsspiele beliebt:

Drinnen:

Tanzspiele (z.B. Musik laufen lassen und bei Ausbleiben der Musik müssen alle sofort stillstehen), Kissenschlachten, Parcours aufbauen mit Stühlen / Kissen / Matratzen, kriechend “Fangis” spielen.

Draussen:

“Versteckis”, Fussball, Wettrennen, “Fangis”, Pfützenhüpfen, Hinunterhüpfen von Treppen, Mäuerchen oder Baumstämmen, Balancieren, mit Kreide z.B. Strassen/Fussgänger/Parkplätze, etc. malen und mit Velo/Kickboard abfahren, “Himmel und Hölle”.

Gesunde Ernährung:

In der Schweiz ist rund jedes fünfte Kind übergewichtig. Ergänzend zur Bewegungsförderung ist deshalb eine gesunde, ausgewogene Ernährung und korrekte Zubereitung von zentraler Bedeutung. Sind Chipstüten und Süssgetränke allzeit griffbereit, können Kinder dieser Versuchung kaum widerstehen. Psychologen raten in diesem Zusammenhang zu sogenannter “Reizkontrolle” und meinen damit: “Aus den Augen, aus dem Sinn”. Verzichte auf rigorose Verbote; sie animieren nur zu heimlichem Naschen. Finde mit deinem Kind zusammen das richtige Mass. Treffe ein Abkommen und zeige sinnvolle Alternativen (z. B. gesunde Snacks) auf.

Und zuallerletzt: “Mut tut gut!” – Behüte dein Kind nicht zu sehr und lasse es seine (Bewegungs-) Grenzen austesten!

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