Väter spielen anders - warum dies gut ist!

Schön, dass sich heute so viele Väter aktiv an der Kinderbetreuung beteiligen. Väter spielen mit und fördern den Nachwuchs, wo sie nur können. Warum dies für die Entwicklung gut ist und wie sich das Spielen des Papas von dem der Mamas unterscheidet, zeigen wir dir hier.

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Wie Väter spielen

Väter spielen meist völlig anders, als die Mütter. Es ist schön, wenn das Kind beide Seiten erfahren darf! In der Regel sind Väter die deutlich aktiveren und bewegungsfreudigeren Spielkameraden. Sie agieren in erster Linie taktil und psychisch und das zeigen sie schon im Umgang mit einem Säugling: Wendet sich das Baby ab, werden die Kleinen schon mal sanft angestupst, damit die volle Aufmerksamkeit wieder auf den Papa gelenkt wird. Meist reagiert das Baby darauf sehr positiv, es sei denn, es fühlt sich allgemein nicht wohl oder ist nicht in der nötigen Stimmung.

Körperbetontes Spiel und Wettkämpfe

Auch mit dem Kind im Vorschulalter agieren Väter im Spiel meist noch sehr körperbetont und deutlich wilder, als es die Mutter tut. Im Grunde geben sie so den Kindern die Möglichkeit, sich auszutoben und die eigenen Grenzen auszutesten. Ob auf der Rutsche, beim Sprung über die Pfütze oder auf dem Klettergerüst - Väter fordern ihre Kinder eher heraus und ermutigen sie, unbekannte Dinge zu tun. Im Spiel mit dem Vater lernen viele Kinder überhaupt erst den Wettkampf kennen, bei dem es lernt, ehrgeizig etwas erreichen zu wollen, um zu siegen. Und auch das Verlieren will so gelernt sein!

Sowohl Jungen als auch Mädchen profitieren davon langfristig, denn die Herausforderung im Spiel ist für die Gehirn-Entwicklung wichtig. Kinder lernen auf diese Weise, alleine in unvorhersehbaren Situationen schnell und gut zurechtzukommen und die Kleinen werden angeregt, alleine nach kreativen Lösungen zu suchen. Durch das gemeinsame Toben wird die Vater-Kind-Bindung langfristig gefördert und gestärkt.

Während Mütter häufiger intensive Gespräche mit den Kindern führen, grundsätzlich eher auf konventionelle Spielvarianten zurückgreifen und meist ruhige, besänftigende Spiele mit wenig körperlichem Einsatz bevorzugen, spielen Väter körperbetont, aktiv und herausfordernd. Dies kann aber natürlich auch ganz umgekehrt sein!

Die Mahnung der Mütter

Weil Mütter die "Männerspiele" nicht immer verstehen, kann es zu Konflikten kommen. Während der Vater denkt, seine Frau traue ihm nicht zu, genügend vorsichtig mit dem Kind zu sein, befürchtet die Mutter, eine kleine Unachtsamkeit könnte zu einem Sturz führen.

Hier sind offene Gespräche und eine Portion Humor wichtig. Eine klare Arbeitsaufteilung inkl. volle Verantwortung während dieser Betreuungszeit ist wichtig.  

Fazit:

Es ist wichtig, dass sich beide Elternteile an dem Spiel des Kindes beteiligen, denn für eine gute kindliche Entwicklung ist dies unerlässlich. Sowohl die Mutter als auch der Vater fördert mit den verschiedenen Spielstilen die unterschiedlichen Aspekte der kindlichen Entwicklung.

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KOMMENTARE (1)



Es ist häufig zu beobachten, dass sich die mütter zu oft einmischen, wenn die Väter betreuen...

Lisa |