Überforderung der Eltern

Dein Baby war nachts mehrmals wach, die Kinder müssen angezogen werden, möchten frühstücken und du selbst sollst pünktlich im Büro sein. Zu wenig Zeit für eigentlich alles und trotzdem erscheint dir jeder einzelne Tag wie eine kleine Ewigkeit. Das ist der gewöhnliche Alltag junger Eltern, die oft von Überforderung getragen ist.

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Verabschiede dich von der Vorstellung, alles perfekt machen zu wollen! Lass dich nicht verunsichern, von den stets lächelnden, liebevollen Eltern, bei denen alles rund läuft. Ein Kind gibt viel, fordert aber auch viel ein. Manchmal überfordert, genervt, wütend und am Ende der Kraft zu sein, ist völlig normal.

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Überforderung von Eltern oft vorprogrammiert

Wer sich für ein Kind entscheidet, hat von seinem Leben als Familie meist auch schon eine ziemlich konkrete Vorstellung. Auch du wirst dir vermutlich vorab überlegt haben, wann du wieder arbeiten gehen möchtest und wie und durch wen euer Kind oder Baby dann betreut wird. In einigen Fällen gehen Mutter und Vater kurz nach der Geburt wieder in die Vollzeit-Anstellung zurück und erleben das, was viele Familie kennen: Innerhalb weniger Monate muss in allen Bereichen des Lebens zurück gesteckt werden. Die Kindererziehung leidet genauso wie der Haushalt. Und die Beziehung zum Partner bietet kaum noch entspannte Momente. Im schlimmsten Fall tritt eine Depression ein, wenn du das Gefühl hast, es so oder so niemandem recht machen zu können. Weder dein Chef noch dein Partner ist mit dem, was du leistet, zufrieden. Das kann nur zur Überforderung führen.

Kinder leiden mit

Wenn du spürst, dass du mehr Ruhe für dich brauchst und dich nach Feierabend nicht mehr mit deinen Kindern beschäftigen möchtest, wirst du vermutlich schon inmitten der Depression stecken. Zu diesem Zeitpunkt soll meist der Fernseher oder das Tablet dein Kind unterhalten, weil du dich ausgepowert und müde fühlst.

Die Kindererziehung wird vielen Eltern zu diesem Zeitpunkt bereits zu viel an Verantwortung. Und wie erkennst du das? Das schlechte Gewissen plagt dich, weil du selbstverständlich davon ausgehst, dass dein Kind genau merkt, dass es dir zu viel geworden ist. Und dieses Gefühl quält alle Eltern. Kannst du etwas tun? Ja! Der Elternnotruf Schweiz ist genau für diese Art von Unterstützung da und deine Sorgen werden ernst genommen.

Hilfe annehmen kostet Überwindung

In der heutigen Zeit leben Grosseltern und andere Mitglieder der Familie nicht mehr direkt um die Ecke. Weder Vater noch Mutter kann also auf Entlastung hoffen und muss den Alltag rund um die Kinder oft alleine organisieren. Notfälle wie Krankheiten oder Ferien der Kinder müssen trotzdem gemeistert werden. Die Mütter- und Väterberatung Schweiz kann dir Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr euch als Paar besser organisiert und auch Zwischenfälle meistern könnt. Ausserdem erhältst du hilfreiche Kontakte, wenn du bei dir eine Depression vermutest.

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KOMMENTARE (2)



Es ist ja nicht so das man darüber reden will, mann weis ganz genau wo der Punkt ist. Wenn man die möglichkeit hätte das ein Elternteil zuhause bleibt bei den Kindern währe das halb so stressig. Nicht jeder hat einen super Jop und die möglichkeit zuhause zu bleiben!
Man sollte da mehr Kraft und Zeit investieren das Eltern finanzielle Unterstützung bekommen wie in anderen Ländern auch.

Fernanda |

Ich weiss auch, dass ich überfordert bin mit der situation... leider können wir nichts ändern, weil einfach das geld fehlt...da bringt alles darüber reden nichts! mein mann hat ein geschäft, arbeitet täglich von 7.00 - 19.00, samstags von 8.00 - 17.00. dann ist er noch in der feuerwehr... im sommer arbeitet er manchmal noch länger, im winter immer bereitschaft (7tage die woche 24 std.) am sonntag gehe ich morgens putzen... sein geschäft... bis mittag bin ich weg. ferien???? kenne ich fast gar nicht. für tagesmutter oder kita fehlt das geld, denn der verdienst meines mannes entspricht überhaupt nicht seiner arbeitszeit! wäre auch für mich sehr willkommen, wenn familien finanziell mehr unterstützt werden würden, auch wenn nur ein elternteil arbeitstätig ist.

Nadja |