Resten verwerten & Foodwaste vermeiden

Food Waste ist in aller Munde. Wir alle wollen vermeiden, dass wir essen wegwerfen. Es ist einerseits eine Überzeugungsfrage, wie wir mit den Nahrungsmitteln umgehen, andererseits eine Kostenfrage. Und gerade wenn man eine Familie hat, achtet man doch stärker aufs Portmonee.

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Es beginnt bereits bei der Planung des Einkaufes und endet damit, wie man nachhaltiger kocht und Resten verwertet. Das Beste an den Resten ist ja eigentlich, dass man so weniger lange in der Küche steht, da ein Teil bereits gekocht ist. Viele Restenrezepte sind Blitzrezepte, und somit spart man Zeit. Das ist super für Familien oder auch Mamas, die nebenbei noch arbeiten gehen.

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Nachhaltig einkaufen – Wocheneinkauf planen

Tipp Nr.1:
Wer etwas für die Umwelt tun will, sollte saisonal und regional einkaufen. Das Gemüse und die Früchte haben nicht das ganze Jahr Saison, informativ ist der Saisonkalender auf www.gemuese.ch. Einerseits unterstützt man die einheimischen Bauern und weiss oft sogar, woher das Gemüse und Obst stammt. Gerade wenn man auf dem Wochenmarkt einkauft, kennt man auch die Bauern dahinter. Andererseits spart man so lange Transportwege, unterstützt keine schlechten Arbeitsbedingungen von Arbeitern in der Landwirtschaft. Ausserdem ist Schweizer Gemüse und Schweizer Obst nach strengen Kriterien angebaut, das auch kontrolliert wird. Im Ausland sind die Kriterien zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oft anders. Wer nur Bio einkaufen möchte, ist hier auf der sicheren Seite, die Standards von Bio Suisse sind sehr hoch. Achte darauf, dass es Schweizer Bio-Produkte sind!

Tipp Nr. 2:
Nur soviel kaufen, wie man benötigt. Mach dir einen Wochenplan und schreibe auf, was ihr ungefähr in einer Woche esst. Kaufe nur diese Mengen an frischen Lebensmitteln ein. Zusätzlich macht es Sinn, einen Grundstock an Pasta, Reis, Polenta oder Ebly zu haben, um schnell ein Menu zu kochen oder Resten zu verwerten.

Nachhaltig kochen und umweltbewusst leben

Tipp Nr. 3:
Strom sparen beim Kochen: es ist ganz einfach: Immer den Deckel auf die Pfanne, so geht weniger Energie verloren. Auch beim Kochen von Pasta oder Reis kann man einige Stufen runterschalten und den Deckel zur Hälfte auf die Pfanne legen. Wer den Backofen wenig benützt, ist ebenfalls umweltbewusster unterwegs. Der Backofen braucht sehr viel Energie.

Gemüse sollte man nie auf der heissesten Stufe (ver-)kochen sondern dünsten. Es gibt Energiespar-Pfannen, die viel weniger Strom benötigen beim Kochen als herkömmliche.

Tipp Nr. 4:
Viele Studien haben ergeben, dass eine Spülmaschine viel weniger Wasser benötigt, als wenn man das Geschirr von Hand abwäscht. Fülle die Spülmaschine aber gut und clever, so dass sie wirklich voll ist, dann sparst du enorm viel. Wer die Spülmaschine alle 2 Tage halbleer spülen lässt, benötigt zu viel Energie.

Tipp Nr. 5:
Auch wenn man einen Plan hatte, was man kochen möchte - hat man Resten vom Vortag, kann man seine Pläne auch mal über den Haufen werfen und ein anderes Menu kochen, um zu verwerten. Es gibt diverse Restenrezepte, die variabel sind und mit vielen Resten zusammenpassen. Man kann Resten also immer gut verwerten.

Tipp Nr. 6:
Koche am Abend eine grössere Menge und gib diese «Reste» den Kindern, dem Mann oder für dich für den nächsten Tag am Mittag mit in die Schule oder auf die Arbeit. So spart man Kosten und muss nicht auswärts Geld ausgeben für ein oft ungesünderes Mittagessen.

Tipp Nr. 7:
Lagere Lebensmittel richtig und stelle keine warmen Speisen in den Kühlschrank oder das Tiefkühlfach, warte bis alles abgekühlt ist. Viele Speisen kann man aber einfrieren und so bis zu 3 Monate haltbar machen.

Weitere wichtige Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche

Tipp Nr. 8:
Vermeide unnötiges Wegwerfen von Lebensmitteln. Beachte die Haltbarkeitsdaten und verlasse dich auf deine Sinne. Und achte darauf: das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht dasselbe wie das Ablaufdatum! Joghurt zum Beispiel kann gut noch 1 Woche nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums gegessen werden. Bei Milch sollte man daran riechen, schmeckt sie säuerlich, sollte man sie wegschütten. Wichtig: Reste können mind. 2-3 Tage aufbewahrt werden, sie müssen nicht innerhalb eines Tages konsumiert werden.

Fruchtsäfte, Kaffee, Reis und Mehl kann man auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum länger verwenden. Einzig Fleisch und Fisch sollte sofort konsumiert werden.

Tipp Nr. 9:
Zu viel Brot gekauft? Einfach einfrieren und bei Bedarf auftauen, es schmeckt dann wie frisch.

Tipp Nr. 10:
Keine Ideen, was man mit Resten anstellen soll? Hier sind einige Ideen:

  • Auflauf (z.B. mit Nudeln, Kartoffeln, Gemüse, Ei, Fleisch)
  • Omeletten, gefüllt mit Gemüse vom Vortag (oder wenn man Eier brauchen muss)
  • Altes Brot kann man für Fotzelschnitten, Brotauflauf, Brot-Salat (geröstetes Brot mit Gemüse), Käseschnitten, Knödel verwenden
  • Nudeln und Pasta kann man mit Ei, Käse und Gemüse anbraten oder einfach am nächsten Tag mit Pesto essen
  • Reis kann man zu Reisbällchen (Arancini), Puffern oder auch einen Auflauf verwerten
  • Kartoffeln (z.B. von einem Raclette) kann man zu Kartoffelstock, Puffern und Bratlingen, Salaten, Aufläufe, Suppen, Rösti etc. verwerten
  • Gemüse vom Vortag kann man für Suppen, Füllungen für Omeletten, Cannelloni, Lasagne, Pizza etc. verwerten
  • Pizza ist immer ein gutes Restenverwertungsmenu: einfach mit etwas Tomatensauce belegen, alles restliche darauf legen, was gerade da ist, Käse darüber und ab in den Ofen.

Autorin: Moana Werschler / Miss Broccoli: Mamablog & Foodblog: Vegetarische Rezepte & nachhaltig leben als Familie

Miss Broccoli ist ein Foodie und liebt Gemüse, gutes Essen und die kleinen schönen Dinge im Leben. Sie arbeitet seit mehreren Jahren in der Gemüsebranche und ist somit an der Quelle dieses spannenden Nahrungsmittels, welches auch die Hauptrolle in ihren Rezepten spielt. Auf ihrem Blog finden sich neben Mamathemen viele Rezepte vom ersten Babybrei bis zu gesunden kleinkindergerechten Familienrezepten, da gehören auch Restenrezepte dazu. Alle Rezepte sind saisonal, vegetarisch (teilweise vegan), einfach und sehr schnell zubereitet. Optimal also für alle Mamas mit wenig Zeit, die gerne gesund kochen. Hinzu kommen Tipps für die Schwangerschaft, Öko-Tipps für das Leben und den Haushalt, Produkttests sowie Tipps für Gemüseverweigerer und die vegetarische Ernährung von Kindern.

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