6 Irrtümer über das Händewaschen!

Richtig Händewaschen © Racle Fotodesign - AdobeStock.com

Momentan denkst du bestimmt häufiger über Gesundheit und die Hygiene im Alltag nach. Im öffentlichen Raum ist es unvermeidbar mit unterschiedlichen Keimen in Kontakt zu kommen. Besonders Kinder neigen dazu ihre Finger in den Mund zu nehmen. Vermehrtes Händewaschen ist eine schnelle und einfache Lösung, um die Bazillen zu reduzieren. Dazu reicht etwas Wasser, Seife und eine halbe Minute Zeit.

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Irrtum 1 - Händewaschen ist für die allgemeine Gesundheit unerheblich

Viele Erreger fangen wir uns über Tröpfcheninfektionen ein. Diese begegnen dir automatisch, wenn du ohne Mundschutz mit Leuten interagierst und werden von deinem Immunsystem bewältigt. Nichtsdestotrotz werden deine Hände davon nicht sauber. Umwelt- und Toiletten-Keime können über Mikrorisse in die Haut eindringen und auch bei robusten Menschen zu Entzündungen führen. Hände werden zur Kommunikation eingesetzt. Du gestikulierst und reibst dir das Auge. All diese Prozesse laufen automatisch ab. Weil du täglich unzählige Dinge berührst, verteilst du nicht nur deine eigenen Rückstände. Wissen, wenn besondere Hygiene gefordert ist, kommt auch der Gesundheit deiner Mitmenschen zugute.

Irrtum 2 - Viel Waschen hilft viel

Die aktuelle Situation ruft ins Bewusstsein, wie wichtig das Händewaschen ist. Überall erinnern die Hygienehinweise daran, so dass lieber einmal mehr gewaschen wird. Wer häufiger zur Seife greift, riskiert den Schutzfilm der Haut anzugreifen. In extremen Fällen kann es zu langanhaltender Austrocknung der Haut kommen. Daher gilt einen Kompromiss zu finden und die Hände dann zu waschen, wenn es sinnvoll ist. Beispielsweise, wenn du beim Einkaufen viele Dinge angefasst, oder den Bus zur Heimfahrt genutzt hast. Die Gesundheit deiner Haut wird es dir danken.

Irrtum 3 - Kurzes Händewaschen ist besser als kein Waschen

Klingt glaubwürdig, ist aber falsch. Du musst für mindestens 25 Sekunden mit Seife waschen, damit du den Bakterienfilm rückstandsfrei los wirst. Die Wassertemperatur spielt dafür keine Rolle. Ärzte und medizinisches Personal waschen ihre Hände sogar für 35 Sekunden, um auf Nummer sicher zu gehen. Da die Dauer oft unterschätzt wird, gibt es hierfür eine kleine Hilfestellung. Summe während des Waschens einfach zwei Mal "Alle meine Entchen". Aber nicht schummeln!

Irrtum 4 - Eine gute Seife löst alle Probleme

Unbestreitbar; eine, rückfettende Seife wird der Gesundheit deiner Haut gefallen. Aber beim Händewaschen kommt es neben der Waschdauer vor allem auf die Technik an. Die Knöchel müssen gestreckt werden, damit du die tieferen Hautfalten in den Gelenken reinigen kannst. Die Daumen und die Aussenseiten der Fingerknöchel werden leicht vergessen. Die Fingerkuppen müssen mit erhöhter Aufmerksamkeit berücksichtigt werden. Sowohl im Nagelbett als auch unter den Nägeln gibt es einige Nischen, die bei einer Katzenwäsche vergessen werden.

Irrtum 5 - Die Art der Seife spielt keine Rolle

Mittlerweile ist bekannt, dass antibakterielle Seife keine Vorteile gegenüber normaler Seife hat. Es spielt jedoch eine überraschend grosse Rolle, wie du deine Seife aufbewahrst. Hast du dich je gefragt, wieso die Waschbecken der meisten öffentlichen Toiletten mit Sensoren ausgestattet sind? Wandern die Schmutzfinger mehrerer hundert Menschen an denselben Seifenspender, wird dieser schnell zu einem Rummelplatz für Bakterien. Dasselbe Prinzip gilt im Kleinen für die Hygiene zuhause. Leg dir klassisch ein Seifenstück in die Schale (Spüle das Seifenstück nach Gebrauch nochmals mit Wasser ab und achte darauf, dass Seifenreste und Wasser abfliessen können und die Seife nach der Anwendung gut trocknen kann.) Wenn du Flüssigseife bevorzugst, wische den Spender häufig ab.

Irrtum 6 - Der unhygienischste Ort im Haushalt ist die Toilette

Alle Orte, die du persönlich für besonders schmutzig hältst, wirst du als Konsequenz dessen häufiger reinigen. Erhöhte Achtsamkeit ist gefragt, um unbewusst vernachlässigte Stellen im Haushalt zu entdecken. Tendenziell sind gleichbleibend feuchte Orte anfällig für Keime. Abflüsse sind übersät mit Bazillen. Ein ähnliches Bild finden wir im Restmüllbehälter. Aber auch das Handy ist ein beliebter Ort für Bakterien! Hier findest du Hygienetipps für dein Handy.

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