10 Gewohnheiten für weniger Stress im Alltag

Das kleine Baby, dass unplanmässig Hunger hat, das Kleinkind, was beschäftigt werden will, das Kindergartenkind, das seine Grenzen austestet oder die Hausaufgaben-Hilfe für das Schulkind: Auf Eltern warten eine Menge Herausforderungen, die nicht immer planbar sind und von Mama und Papa einiges abverlangen. Zeit für sich selbst wird zum Luxusgut. Erfahre, wie du mehr Entspannung in den Familienalltag bringen kannst.

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Wer hat an der Uhr gedreht...

Paare, die zum ersten Mal Eltern werden, kommt meist ein Satz aus den Ohren wieder raus: "Geniesst die Zweisamkeit, diese Zeit kommt nie wieder!" Spätestens, wenn das Baby dann ein paar Wochen alt ist, wissen Eltern, dass die Tipp-Geber Recht hatten. Der Alltag mit Baby ist vor allem eins: Turbulent, unplanbar, herausfordernd und zeitintensiv. Plötzlich ist schon wieder Nachmittag und der Wäscheberg stapelt sich neben dem leeren Kühlschrank. Aus einem Paar wird eine Familie, die ein ganz neues Zeitmanagement erfordert.

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Zeit brauchen und Zeit haben

Elternsein bis zur Selbstaufgabe muss nicht sein. Auch wenn es sich für dich in manchen Momenten so anfühlt. Die folgenden Anregungen können dir helfen, etwas mehr Zeit für dich zu gewinnen.

  1. Überlege genau, was wirklich gemacht werden muss. Jeder Tag mit Kind ist anders turbulent. Hattest du früher einen festen Tag zum Wäsche waschen und zum Hausputz, wird der Nachwuchs dieses System grundlegend in Frage stellen. In schwierigen Zeiten, die unabhängig vom Alter der Kinder immer wieder vorkommen, überlege daher genau, was wirklich gemacht werden muss und welche Aufgaben du noch etwas "auf die lange Bank" schieben kannst.

  2. Rituale helfen selbst den Kleinsten, im Alltag eine Struktur zu finden. Ob die Gute-Nacht-Geschichte, das Tischgebet oder der regelmässige Ausflug zum Kinderspielplatz: Rituale sind Orientierungspunkte, die richtig eingeübt Ruhe in den Alltagssturm bringen können. Probiert als Familie unterschiedliche Rituale aus und heisst die willkommen, die gut zu euch passen.

  3. Zu einem funktionierenden Haushalt muss jedes Mitglied der Familie seinen Beitrag leisten. Daher spanne Kinder altersgerecht mit ein. Das Wegräumen des eigenen Tellers, Ein- und Ausräumen der Spülmaschine, das Schälen der Kartoffeln oder einfach mal Durchsaugen oder mit dem Hund gehen: Aufgaben gibt es viele, die gerecht aufgeteilt werden können und müssen. Eine Familie ist schliesslich kein Hotelbetrieb. Mit spielerischem Einbinden in Haushaltsaufgaben geht's einfacher und hier findest du auch Tipps für einen Ämtliplan!

  4. Gönnt euch Paarzeit oder Zeit nur für dich. Oma und Opa freuen sich sicher, auch mal auf den Nachwuchs aufpassen zu dürfen. Dabei muss es nicht immer der Kinobesuch sein: Auch ein alleiniger Arztbesuch, während das Baby bei Oma ist, kann helfen, mal wieder mit sich und der Welt allein zu sein.

  5. In den Ferien oder am Wochenende muss nicht jeden Tag "Sonntag" sein: Auch ein entspannter Spaziergang oder ein Spielenachmittag am Küchentisch können den Kleinen viele schöne Erinnerungen bescheren. Es muss nicht immer der Highlight-Ausflug in den Freizeitpark sein.

  6. Je älter man wird, umso rarer wird Langeweile. Langweilt sich das Kind, kann es lernen, das auszuhalten und selbst erfinderisch zu werden. Sieh dich nicht als Animateur der Kinder und etabliere bewusst Phasen der Langeweile.

  7. Achte auf Atempausen im Alltag! Selbst kurze, bewusste Momente helfen, den Stresspegel zu senken. Achte dich, dass du beim Abwasch nicht schon ans Nächste denkst. Beim Kaffeetrinken danach geniesse einfach deinen Kaffee und nichts anderes! Achtsamkeit erhöht die Stimmung und Zufriedenheit. 
  8. Die Digitalisierung durch Smartphones und Computer führt dazu, dass wir ständig und überall erreichbar sind. Nimm dir genügend Auszeiten, indem du dein Handy auch einfach mal ausschaltest. Schenke deine volle Aufmerksamkeit deinen Kindern, lies in deiner freien Zeit lieber ein Buch oder mache einen Spaziergang. Geniesse bewusst die schönen Momente! 

  9. Ausreichend Bewegung ist für unsere Gesundheit von essenzieller Bedeutung. Eine Kombination aus Ausdauer- oder Kraftsport zum Auspowern und Yoga, Pilates oder ähnlich zur Entspannung fördern die innere Balance. 

  10. Lerne auch mal „Nein“ zu sagen, wenn du merkst, dass es dir zuviel wird. Du kannst es nicht immer allen recht machen und musst auch mal an dich selber denken!

Probiert´s mal mit Gemütlichkeit

Entspannung ist Teil des Lebens. Dies können auch die Kleinsten lernen, um später schneller zur Ruhe zu kommen. Sei mutig und probiere unterschiedliche Dinge aus, um euren Familienalltag zu entschleunigen.

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