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Wann ist Zeit für den ersten Brei?

Beikost fürs Baby © dusanpetkovic1 - AdobeStock.com

In Abhängigkeit vom Entwicklungstempo ist es für das Baby nach fünf bis spätestens sieben Monaten an der Zeit, nach und nach mit Beikost zu beginnen. Da der Körper des Kindes mit dem Wachstum nach mehr Nahrungsstoffen verlangt, gilt es dabei, einige wichtige Richtlinien zu befolgen. Grundsätzlich ist bei Babys von Vollkost oder veganer Kost eher abzusehen. Dabei kann sowohl Gläschenbrei aus dem Supermarkt als auch selbstgekochter Babybrei ausprobiert werden.

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Der richtige Zeitpunkt für Beikost

Die Ernährung vom Baby sollte mindestens vier bis sechs Monate lang ausschliesslich über die Muttermilch geschehen. Diese Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation beruht vor allem auf der körperlichen Entwicklung vom Baby und empfiehlt auf alleiniges Stillen bis zum sechsten Monat. Die ersten fünf Monate nach der Geburt ist das Kind noch nicht in der Lage zu kauen. Probiere zunächst die ersten Bissen der Beikost aus wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind bereit dazu sein könnte. Warte seine Reaktion ab und wäge ab, ob du es weiterhin versuchen willst oder doch lieber erst noch einen Monat wartest. Die Beikost sollte frühestens ab Ende des 4. und spätestens ab dem 7. Lebensmonat eingeführt werden.

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Erster Brei - stückchenweise wird Stillen ergänzt

Die Beikost sollte zu Beginn in sehr geringen Mengen eine Milchmahlzeit verkürzen. Beliebte Einsteigerlebensmittel sind sehr weichgekochte Karotten und Kartoffeln. Danach können dann verschiedene Gemüse- und Obstsorten ausprobiert werden. Ein wichtiger Tipp besteht darin, die neuen Lebensmittel den bereits gewohnten beizumischen. In den ersten Wochen kannst du nach der Mahlzeit noch die Brust oder Flasche anbieten. Je weniger das Baby die Milch der Mutter annimmt, desto eher wird es Zeit für den Babybrei.

Erster Brei könnte ein Karottenbrei sein, dabei hängt vielen von dem Geschmack der Babys ab. Schau erstmal, ob dein Kind irgendein Gemüse oder Obst besonders gern mag und stimme die Wahl des Breis darauf ab. Anfänglich ist es empfehlenswert, erst einmal zwei bis drei Still-Mahlzeiten durch den Babybrei zu ersetzen und parallel weiterzustillen, wie Mutter und Kind das möchten.

Probiere nach der Einführung von diversem Gemüse und Fleisch folgendes Rezept für den Mittags-Brei.

Die Entwicklung vom Baby verlangt mit dem Babybrei auch eine langsame Umstellung der Flüssigkeitszufuhr. Wasser und ungesüsster Tee sind für Babys gut verträglich.

Vegetarisch ja - vegan eher nein

Eine Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen ist mit einer vegetarischen Ernährung auch im Säuglingsalter möglich, wenn sie abwechslungsreich und genügend verfügbares Eisen dabei ist (eisenreiche pflanzliche Lebensmittel müssen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln und Rohkost kombiniert werden, um die Bioverfügbarkeit des pflanzlichen Eisens zu steigern. Säuglinge mit rein vegetarischer Beikost sollten mindestens 500 ml Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung pro Tag erhalten. Die vegane Ernährung von Babys wird nicht empfohlen. Stillende, sich vegan ernährende Mütter müssen Vitamin B12 supplementieren, um unter anderem die besonders im 1. Lebensjahr rasante Hirnentwicklung und die Blutbildung des Kindes nicht zu gefährden.

Gemeinsam mit dem Kind am Tisch essen

Etwa ab dem neunten bis zwölften Monat ist es für das Baby an der Zeit, die Mahlzeit mit der Mutter und der Familie gemeinsam am Tisch einzunehmen. Wenn das Baby die ersten Zähne bekommt, solltest du es zum Kauen animieren. Erster Brei ist eine wichtige Umstellung, ebenso ist auch die Entwöhnung der Babys von der Flasche ein essentieller Schritt. Beachte auch unsere Tipps in Punkto Sicherheit am Esstisch...

Die Ernährung vom Baby gibt die Zukunft der Entwicklung in körperlicher Hinsicht vor. Dennoch stellt das Stillen in den ersten Monaten der Umstellung einen wichtigen Bestandteil der Ernährung sowie der Mutter-Kind-Beziehung dar und sollte daher wirklich graduell ausgeschlichen werden.

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