Backen mit Kindern – tolle Ideen für die Weihnachtszeit

Kinder helfen gerne beim Guetzlen mit © JenkoAtaman - AdobeStock.com

Die Weihnachtszeit rückt immer näher und die Kinder freuen sich auf das gemeinsame Backen von Weihnachtsleckereien. Das bringt nicht nur den Kleinen viel Spass, es fördert zudem ihre Entwicklung, denn ihrem Alter entsprechend können sie tatkräftig mithelfen. Welche Aufgaben die Kinder übernehmen können, erfährst du in diesem Beitrag. Ausserdem haben wir ein paar leckere Rezepte für die Vorweihnachtszeit ausgesucht.


Was gilt es beim Verteilen der Aufgaben an den Nachwuchs zu beachten?

Im Vordergrund steht nicht das perfekte Backergebnis, sondern die Zeit, die du gemeinsam mit den Kindern verbringst. Primär geht es um die Freude, die beim Herstellen von Plätzchen und anderen Leckereien aufkommt. Die Resultate sind nur ein positiver Nebeneffekt. Dessen sollten sich Eltern bewusst sein und ihre Anforderungen herunterschrauben. Kinder fördern ihre motorische und kognitive Entwicklung auf spielerische Weise. Deshalb sollte es nicht stören, wenn mal etwas daneben geht.

Mit Kindern backen: Wann ist das richtige Alter dafür?

Eine genaue Angabe ist nicht möglich, denn es gibt keine Altersbeschränkung für das gemeinsame Backen mit dem Nachwuchs. Dass ein Baby kein Ei in die Schüssel schlagen kann, dürfte wohl klar sein. Doch wenn die Kinder erst einmal laufen können und sich nicht davon abhalten lassen, in der Küche mitzuwirken, ist die richtige Zeit gekommen. Dann können sie beim Backen involviert werden.

Kind streicht Mailänderli mit Eigelb an. © Kzenon - AdobeStock.com

Grundsätzlich entwickelt sich jedes Kind auf seine Weise und nur die Eltern können wissen, was und wieviel sie dem Nachwuchs zutrauen können. Es gibt viele leichte Aufgaben, die von kleinen Kindern gut erledigt werden können und ihnen das Gefühl vermitteln, beim Backen voll und ganz dabei zu sein:

  • Backform mit einem Pinsel einfetten
  • Bananen mit einem stumpfen Messer schneiden
  • weiche Früchte zerquetschen
  • Rezept auswählen
  • abgemessene Zutaten in die Schüssel geben
  • Zutaten aus dem Schrank holen
  • Teig mit einem Löffel verrühren
  • Obst auf dem Blechkuchen verteilen
  • Kuchen mit Kuvertüre bestreichen
  • Muffin-Förmchen auf dem Blech verteilen
  • Kuchen mit Schokoperlen dekorieren
  • Plätzchen ausstechen
  • Teigstreusel auf dem Kuchen verteilen
  • Backform festhalten
  • Kuchen mit Puderzucker bestäuben
  • die Rührschüssel ausschlecken

Kindgerechte Rezepte auswählen

Inwiefern sich der Nachwuchs beim Backen einbringen kann, hängt auch vom Rezept ab. Leckereien, die einfach und schnell gemacht sind, eignen sich für Familien natürlich deutlich besser als Rezepte, die viel Zeitaufwand und komplizierten Handgriffe erfordern. Bei Letzteren werden die Kinder kaum mithelfen können und somit schnell den Spass an der Sache verlieren.

Ideal sind kindgerechte Rezepte, wenn sie schon mit kleinen Veränderungen für völlig neue Ergebnisse sorgen – etwa für spezielle Anlässe wie Weihnachten. Beispielsweise ist es bei Plätzchen einfach, die Ausstechform und die Verzierung zu variieren.

Auch Cake Pops sind in der Hinsicht toll als Backprojekt für Familien. Je nachdem, wie viel Zeit du investieren möchtest, kannst du als Basis entweder einen Fertigkuchen verwenden oder den Teig mit den Kindern selbst backen. Ausserdem gibt es Rezepte ohne Backen. Im Prinzip werden Cake Pops aber immer auf ähnliche Art und Weise gemacht.

Beim Grundrezept beziehungsweise der Herstellung der Masse und bei der Dekoration bestehen dennoch beliebig viele Variationsmöglichkeiten. So gibt es passend zur Weihnachtszeit ausgefallene Rezepte. Ein echter Hingucker und eine schöne Geschenkidee sind Cake-Pop-Rentiere mit Geweihen aus Salzbrezeln, wobei natürlich auch da verschiedene Varianten möglich sind. Beziehungsweise kannst du entscheiden, wie aufwendig die Verzierung werden soll – ob du die Details Rentiere wie Ohren und Nase beispielsweise mit Lebensmittelfarbe bemalen möchtest.

Im nachfolgenden Absatz wird ein Rezept für weihnachtliche Cake Pops in Rentierform vorgestellt, bei dem selbst die ganz Kleinen schon mithelfen können.

Weihnachtlich mit Kindern backen: ein Rezept für Cake Pops in Rentierform

Das wird benötigt:

15 Cake-Pop-Sticks (alternativ können auch Schaschlikspiesse verwendet werden)
8 Muffinförmchen

Für den Schokoteig:

25 Gramm Backkakao
60 Gramm Kuvertüre (zartbitter)
50 Gramm Butter
2 mittelgrosse Eier
100 Gramm Zucker
130 Gramm Weizenmehl (Typ 405)
2 Teelöffel Backpulver
½ Teelöffel Natron
150 Milliliter Milch

Für die Ganache:

125 Gramm Kuvertüre (zartbitter)
60 Gramm Sahne
1 Teelöffel Butter
1 Teelöffel Honig

Für die Deko:

2 Packungen dunkle Kuchenglasur
15 kleine Salzbrezeln
30 Zuckeraugen
15 rote Schokolinsen

Und so geht's:

Am Vortag wird der Schokoteig gebacken. Dazu werden alle Zutaten miteinander vermischt, auf 8 Muffinförmchen verteilt und bei 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitze gebacken.

Nun wird die Zartbitterkuvertüre für den Schokoteig fein gehackt. Zusammen mit dem Kakao und der Butter in eine Schüssel geben und über dem heissen Wasserbad zum Schmelzen bringen. In der Zwischenzeit werden die Eier zusammen mit dem Zucker schaumig geschlagen und mit der Kuvertüre-Mischung gut vermengt.

Im dritten Schritt das Mehl zusammen mit dem Natron und dem Backpulver in eine Schüssel geben, gut vermischen und sieben. Abschliessend wird die Milch hinzugefügt und der Teig auf die Muffinförmchen verteilt. Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen und die Muffins bei ständig geschlossener Ofentür etwa 20 Minuten backen. Diese sollten über Nacht Zeit zum Auskühlen haben.

Im vierten Schritt wird die Ganache zubereitet. Dafür die fein gehackte Kuvertüre in eine Rührschüssel geben. In einem kleinen Topf die Sahne, die Butter und den Honig aufkochen lassen. Dann wird die heisse Mischung zum Schmelzen über die Kuvertüre gegossen. Nach dem Einrühren für 15 Minuten stocken lassen.

Nun werden die kalten Muffins in Stücke gezupft und mit der Ganache vermengt, sodass dabei eine kompakte Masse entsteht, die sich gut formen lässt. Die Masse zu 15 gleichgrossen Kugeln formen und auf einen Cake-Pop-Stick, beziehungsweise einen Schaschlikspiess stecken. Mit einem scharfen Messer die Salzbrezeln mittig halbieren, und als Geweih für die Deko nutzen.

Im vorletzten Schritt wird die Kuchenglasur nach Anweisung auf der Packung geschmolzen und in ein geeignetes Gefäss (Glas oder Becher) gefüllt. Die Cake Pops werden nun einzeln hineingetunkt und mit zwei Salzbrezelhälften verziert.

Tipp: Vor dem Tunken einen Becher mit Zucker, Kaffeebohnen oder Reis bereitstellen und die Cake Pops zum Trocknen dort aufbewahren.

Zum Schluss werden nur noch die Augen und die roten Schokolinsen als Nase aufgesetzt. Nun die Cake Pops 20 Minuten trocknen lassen und fertig ist die weihnachtliche Leckerei.

Damit der Nachwuchs gut mit in die Weihnachtsbäckerei einbezogen werden kann, bietet es sich an, weniger zu backen und mehr zu basteln. Damit ist nicht das klassische Pfefferkuchenhäuschen gemeint, da dieses viel zu aufwendig wäre und nicht das richtige für die Arbeit mit kleinen Kindern ist.

Stattdessen bietet sich eine vereinfachte Variante an: Hexenhäuschen aus Keksen. Dafür werden nur herkömmliche Butterkekse, selbst gemachter Zuckerguss, Dominosteine und Verzierungen aller Art benötigt. Das können zum Beispiel Gummibärchen, Streusel, Schokolinsen oder Puderzucker sein. Ein klein wenig Geschick genügt, um schöne kleine Hexenhäuschen zu basteln.

Tipp: Wenn einfache Butterkeks zu langweilig sind, kannst du auch welche mit Schokoladenüberzug oder Spekulatius verwenden.

Dominosteine eignen sich zudem bestens für den Bau einer weihnachtlichen Lokomotive. Mit diesem Rezept bleibt der Ofen ebenfalls kalt und der Spass mit dem Nachwuchs rückt in den Vordergrund. Es handelt sich eher um eine kleine Bastelarbeit mit entsprechender Anleitung, statt um ein Rezept. Aus diesem Grund eignet sich die Idee hervorragend für die Zusammenarbeit mit den ganz Kleinen.

Für die Bodenplatte können Butterkekse oder Lebkuchen verwendet werden und die Lok wird aus Dominosteinen hergestellt. Für die Räder bieten sich runde Süssigkeiten an. Zum Beispiel runde Gummibärchen, Kekse oder Mentos. Für den Schornstein eignet sich ein essbares Stäbchen. Viereckige Schokowaffeln können zum Bau des Dachs benutzt werden.

Der Klassiker: Plätzchen ausstechen

Wer klassisches Weihnachtsgebäck mit den Minis herstellen möchte, wählt am besten ein sehr einfaches Rezept. Die nachfolgende Idee ergibt 30 Portionen und enthält viele kleine Schritte, die auch von Kindern in jungen Jahren ausgeführt werden können. Benötigt werden lediglich folgende Zutaten:

300 Gramm gesiebtes Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 mittelgrosses Ei
140 Gramm Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 Gramm Butter
Verzierung nach Wahl und Geschmack

Bunte Auswahl von selbstgebackenem Weihnachtsgebäck © Jenifoto - AdobeStock.com

Alle Zutaten kommen in eine Schüssel und werden darin miteinander vermengt. Zum Verkneten werden die Hände genutzt, weshalb man diese Aufgabe ruhig den Kids überlassen kann. Für das finale Kneten können die Eltern selbst noch einmal nachhelfen, um eine homogene Masse für die Weiterverarbeitung herzustellen. Nun wird der Teig zu einer Kugel geformt und im Kühlschrank gelagert, wo er eine Stunde ruhen sollte. In der Zwischenzeit kann man mit den Kindern zum Beispiel einen leckeren Weihnachtstee zubereiten.

Anschliessend den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit warmen Händen kneten. Mit Hilfe eines Nudelholzes ausrollen und dabei immer wieder mit Mehl bestäuben. Das verhindert, dass der Teig am Nudelholz kleben bleibt. Ist der Teig ausgerollt, können die Kinder Formen ausstechen. Die ausgestochenen Formen werden dann im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Celsius für 6 bis 10 Minuten goldgelb gebacken. Anschliessend gut auskühlen lassen.

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