Wie Geschwisterchen beim Stillen beschäftigen?

Geschwister in der Stillzeit © Alena Ozerova - AdobeStock.com

Geschwisterkinder haben oft Schwierigkeiten damit, ihre Nebenrolle zu akzeptieren, wenn das Baby gestillt wird. Einfach nur am Rand stehen und zuschauen ist nicht unbedingt das, was sie sich wünschen. Denn durch die grosse Präsenz des Babys, die vor allen Dingen beim Stillen deutlich wird, fühlen sich Geschwister von einem kleinen Kind von ihren Eltern oftmals getrennt. Wie du vermeiden kannst, dass Eifersucht entsteht und wie du Kinder beim Stillen vom Baby beschäftigen kannst, zeigen wir dir hier.

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Eifersucht bei Geschwisterkindern

Nicht nur beim Stillen ist das neue Baby für Eltern und Geschwister eine völlig neue Aufgabe. Das neue Familienmitglied ist omnipräsent. Eifersucht ist da sehr schnell entstanden. Versuche, dein älteres Kind in möglichst viele Aufgaben in der Babybetreuung einzubinden und mithelfen zu lassen: Beim Wickeln, beim Baden, beim Anziehen, usw.

Besonders die Stillzeit ist eine Zeit, in der du als Mutter für ein anderes Kind kaum greifbar bist. Du konzentrierst dich voll und ganz auf das Baby und auf das Stillen. Wenn du hier passende Ideen zur Hand hast, wie du Geschwister beschäftigen kannst, kann dies Eifersucht vermindern und das ältere Kind fühlt sich nicht ausgeschlossen.

Gemütliche Still- und Kuschelecke einrichten

Für ältere Geschwister ist es oft schwierig zu verstehen, dass du fürs Stillen Ruhe brauchst und keine Zeit für das andere Kind hast. Kinder nehmen das schnell übel und fühlen sich ausgegrenzt. Deshalb ist es wichtig, dass du dir eine Stillecke einrichtest. Eine gemütliche Ecke, die dir die nötige Ruhe gibt, aber auch ausreichend Platz bietet. Beispielsweise auch dann, wenn ein anderes Kind beim Stillen dabei sein möchte. So fühlt sich das Kind nicht ausgeschlossen, kann ebenfalls mit dir kuscheln, ihr könnt gemeinsam ein Buch anschauen, könnt puzzeln, über den Alltag reden und viele andere Dinge machen. In einer gemütlichen Atmosphäre, bei der das Baby gestillt wird und du gleichzeitig ausreichend Zeit für die Geschwister hast.

Rituale einführen

Eine Möglichkeit, Geschwisterkinder nicht in die Eifersucht zu stürzen, wäre auch, dass du ein festes Ritual mit dem Stillen verbindest. Wenn das Baby gestillt wurde, kümmerst du dich im Anschluss und das andere Kind. Vielleicht mit einem Spiel, das fest nach dem Stillen verankert wird. Also ausreichend Zeit für das andere Kind, in der das Baby nicht die Hauptrolle spielt. Zeit, in der du dich ausschliesslich auf die Grossen konzentrieren kannst, so dass sie sich im Mittelpunkt fühlen. Die meisten Babys sind nach dem Stillen so müde, dass sie erstmal schlafen. Du hättest daher also ein Zeitfenster, dass für die Geschwister bestens geeignet ist und für gemeinsame Zeit steht.

Beschäftige deine Kinder

Eine kleine Challenge eignet sich ebenfalls dazu, um die Stillzeit zu überbrücken und die Eifersucht auf einem niedrigen Level zu halten. Dein Kind bekommt die Aufgabe, innerhalb der Stillzeit einen Turm aus Legosteinen zu bauen. Mit so vielen Steinen wie möglich, ohne dass er umkippt. Oder aber du lobst die Challenge aus, dass die Babypuppe deiner Tochter innerhalb der Stillzeit ausgezogen, gewaschen, gewickelt und wieder angezogen wird. Eine Beschäftigung, bei der du dein anderes Kind begleiten kannst, du aber gleichzeitig Zeit für das Baby hast.

Stillkiste für das Geschwisterkind

Spannend kann auch eine "Stillkiste" sein. Dazu nimmst du eine grosse Kiste oder eine Tüte und füllst sie mit allerlei Spielsachen, die du immer mal wieder auswechselst. Dafür musst du nicht einen Grosseinkauf starten - es reichen auch ältere Spielsachen, die du vielleicht vorher weggeräumt hast, ein Buch, ein Puzzle, Utensilien von der Küche, Sticker zum Basteln, Verkleidungssachen, usw. Dein Kind kann sich so bestimmt eine Weile selber beschäftigen.

Am Ende geht es aber immer darum, dass du Verständnis erwecken kannst. Geschwister sind nicht immer das, was sich manche Kinder wünschen. Sie möchten ihre Eltern gerne allein für sich haben. Trotz allem ist es wichtig, dass man rechtzeitig lernt zu teilen. Auch die Aufmerksamkeit der Eltern. Je schneller Kinder das begreifen, umso besser kommen sie später zurecht. Denn bald ist das Baby ein neuer Spielpartner, ein Freund, mit dem man Geheimnisse austauschen kann und viele Erlebnisse haben wird. Erkläre dies deinen Kindern, damit sie die ganzen Zusammenhänge verstehen und das Baby akzeptiert wird.

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