Fakten über das Stillen für Männer

Fakten über das Stillen für Männer © Romanova Anna - fotolia.com

Vater Sein ist etwas Wunderbares, hält aber auch Herausforderungen bereit. Die berufliche und finanzielle Verantwortung, die Unterstützung zuhause, die Erziehung der Kinder, die Arbeiten als Hausmann und die oft fehlende Zeit für sich, ist nicht immer einfach zu managen. Durch das Stillen schaffen Mütter zudem eine ganz andere Art der Bindung zu ihren Babys. Viele Väter überfordert das. Auch ein Gefühl der Eifersucht kann dabei auftreten.

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Unwohlsein beim Anblick vom Stillen

Bei manchen Vätern lässt der Anblick der stillenden Partnerin ein Unwohlsein aus. Gefühle wie Eifersucht auf die Bindung zwischen Mutter und Baby oder ein Bedrohungsgefühl treten auf, die man sich nicht erklären kann. Wenn du so empfindest, dann stelle diese Gefühle nicht infrage und mache dir keine Vorwürfe. Eltern, die zum ersten Mal ein Kind bekommen, finden sich nicht selten in einem Gefühlschaos wieder. Kinder zu bekommen ist anders als alles, was ihr bisher erlebt habt. Konzentriere dich lieber darauf, eine eigene Beziehung zum Kind aufzubauen.

Mache dir auch bewusst, dass die Muttermilch wichtig für dein Kind ist. Kinder, die gestillt werden, sterben seltener am plötzlichen Kindstod. Ausserdem sind positive Auswirkungen körperlicher und geistiger Art erwiesen. Versuche deine Partnerin deswegen beim Stillen zu unterstützen und mache ihr Mut, wenn es nicht gleich klappen will. Erlaube dir deine Gefühle, aber stecke sie zurück und sei für deine Partnerin da.

So unterstützt du deine Partnerin

Kannst du deiner Partnerin während der Stillzeit helfen, wird das euch beiden gut tun und euch als Eltern stärken:

  • Zuerst solltest du dich über das Stillen selbst informieren. Der folgende Film "breast is best" der Stillförderung Schweiz ist ein empfehlenswerter Ausbildungsfilm, der kostenlos und in 14 Sprachen verfügbar ist.
  • Vielleicht hast du Lust, ein Zimmer mit einem entspannten Ambiente und eine bequeme Ecke mit Kissen für Mutter und Kind herzurichten?

  • Ermutige deine Partnerin und entlaste sie. Die Stillzeit raubt Müttern viel Kraft. Während Mütter ständig müde und  erschöpft sind, brauchen Babys immer wieder zu allen Tageszeiten Aufmerksamkeit. Gönne deiner Partnerin deswegen hin und wieder extra Schlaf, indem du mit dem Baby spazieren gehst oder das Windeln wechseln übernimmst. Hier findest du weitere Tipps, wie du deine Partnerin unterstützen kannst. Auf diese Art wird es dir gelingen, eine ganz eigene Beziehung zum Baby aufzubauen.

  • Während des Stillens schwillt meistens die Brust der Frau an, was schmerzhaft sein kann. Um deiner Partnerin zu helfen, frage sie, ob sie beispielsweise einen kalten Waschlappen zum Kühlen haben möchte. Massiere ihr den Rücken, um ihr etwas Entspannung zu verschaffen. Falls Komplikationen oder Probleme auftreten, mit denen ihr nicht selbst fertig werdet, kontaktiere eine Hebamme oder eine zuständige Beraterin.

  • Schau aber auch zu dir - denn dein Kind und deine Partnerin brauchen einen zufriedenen, ausgeglichenen Partner. Sei für deine Partnerin da und stecke auch deine Bedürfnisse etwas zurück. Seid aber gleichzeitig gut euch und vergesst eure Freunde und Hobbies nicht. Versuche einen guten Mittelweg zu finden! Rücksicht, Verständnis und Respekt in der Partnerschaft ist das Wichtigste. Hier geht's zum Survival Kit für Väter!

So kannst du als Mami den Partner einbeziehen

Mach dir keine Vorwürfe, wenn du Momente mit deinem Baby hast, die den Papa ausschliessen. Versuche ihn stattdessen hin und wieder einzubinden. Deinen Partner in der Stillzeit mit einzubeziehen, tut nicht nur eurer Beziehung gut, indem es euch als Team und als frisch gebackene Eltern stärkt. Die Unterstützung wirst du als Mama auch brauchen. Das Gefühl gebraucht zu werden, ist wiederum gut für den Vater. Redet deswegen miteinander über das Stillen. Erzähle ihm davon, wie du dich fühlst und höre dir auch an, wie es ihm mit der Situation geht. Auch wenn ihr euch manchmal überfordert fühlt, so ist das völlig normal. Sag ihm klar, was du brauchst und wie er dir helfen kann. Fordere Hilfe ein, wenn du erschöpft bist. Auf diese Weise könnt ihr die erste Hürde des Eltern Sein gemeinsam meistern. Die Stillzeit kann euch sogar einander näher bringen.

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