Mutter hält ihr Baby mit Schluckauf.
Schluckauf beim Baby: Warum schon Ungeborene hicksen © Trendsetter Images - AdobeStock.com

Schluckauf beim Baby

Sogar noch ungeborene Kinder können bereits ab der neunten Schwangerschaftswoche Schluckauf haben. Dies geschieht, wenn Babys ihren Brustkorb bei Atemübungen heben und senken. Das Zwerchfell wird mit dabei im Bauch der Mutter mit Fruchtwasser aufgepumpt, damit sich die Muskeln auf das spätere richtige Atmen und Ausatmen vorbereiten können. Nach der Geburt kommt Schluckauf bei Kindern sogar relativ häufig vor, insbesondere nach dem Stillen oder Essen.

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Wie kommt Schluckauf zustande?

Die Zwerchfellmuskulaturen der Kinder, welche die Atmung steuern, sind noch nicht vollständig ausgebildet, was den Hickser verursacht. Die Muskeln ziehen sich aufgrund von noch vorhandenen Fehlfunktionen nur unregelmässig zusammen. Das Neugeborene atmet ein, aber der Kehlkopf wird dabei zu schnell geschlossen. Der Luftstrom trifft dann auf die Barriere, wodurch der Reiz ausgelöst wird. Im selben Moment kann keine Luft mehr entweichen, und der Aufwärtsfluss der Milch wird gestoppt. Daher ist Schluckauf für das Neugeborene ein sehr wirksamer Abwehrmechanismus gegen das Verschlucken und den Rückfluss von Mageninhalt in den Mund. Zusätzlich trainiert er gleichzeitig das Zwerchfell und die Rippenmuskulatur.

Was hilft gegen Schluckauf?

Weil das Baby schon seit der frühen Schwangerschaft diesen Abwehrmechanismus kennt, ist es daran gewöhnt und empfindet ihn weder als schmerzhaft noch als besonders lästig. Ausserdem geht er früher oder später von selbst wieder weg.

Wenn man dem Kind dennoch helfen möchte, können verschiedene Tricks versucht werden. In den meisten Fällen hilft es bereits, wenn das Baby nochmals einen Schluck zu trinken nimmt. Der kleine Schluck normalisiert die Atmung und Funktionalität der Muskulatur bereits wieder, womit der Hickser verschwindet.

Auch Entspannung kann dabei helfen, die Muskeln zu beruhigen. Es gibt einfache Massageübungen für das Baby, welche dabei helfen können. In vielen Fällen reicht jedoch schon, das sanfte Streicheln und Tragen auf den Armen der Eltern.

Auch eine schnelle Temperaturschwankung kann bei Babys zu unregelmässiger Atmung führen. Diesem Zustand kann entgegengewirkt werden, in dem das Baby immer warm angezogen ist und sich stehts wohl fühlt. Zum Schluss noch ein Tipp, der etwas seltsam klingt: Puste deinem Kind ganz leicht ins Gesicht. Dadurch ändert sich sein Atemrhythmus und das Hicksen wird bald verschwinden.

Fazit
Schluckauf beim Baby ist absolut nichts, worüber man sich Sorgen machen muss. Das «Hicksen» ist völlig normal und hilft dem Kind sogar. Es kennt zudem den Vorgang seit der Schwangerschaft im Bauch der Mutter. Mit den oben genannten einfachen und simplen Tricks bringt man jedoch das süsse Hicksen auch ganz schnell wieder weg.

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