Kind liegt mit RS-Virus krank im Bett.
RS-Virus bei Babys und Kleinkindern © stanislav_uvarov - AdobeStock.com

RS-Virus: Atemwegserkrankung bei Babys und Kleinkindern

Das RS-Virus, eine Atemwegserkrankung bei Kindern und Erwachsenen ähnelt einer Bronchitis. Auf welche Symptome du achten sollest und wie es dazu kommt, erfährst du in diesem Artikel.

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Was ist ein RS-Virus (auch RSV)?

Das RS-Virus steht für den englischen Begriff Respiratory Syncytial Virus, auch als RSV bekannt. Der Erreger ist dem Grippe-Virus ähnlich. Durch das RS-Virus kommt es zur Verschmelzung von Zellen im Atemtrakt, wodurch das Virus häufig mit einer grippeähnlichen Bronchitis verwechselt wird. Die Ansteckungszeit und der Ausbruch des Virus zeigen sich überwiegend von November bis April. Babys und Kleinkinder sind stärker betroffen.

RS-Virus Fälle im Sommer häufen sich wegen Corona-Hygienemassnahmen

Obwohl das Virus in den kalten Jahreszeiten häufiger aktiv ist, kommt es auch im Sommer zu RSV Fällen. Durch die aktuellen Corona-Massnahmen wird das kindliche Immunsystem nicht trainiert. In der Regel kommen Babys und Kinder häufig mit vielen Viren in Kontakt, das Immunsystem wird aktiviert und arbeitet gegen diese Erreger an. Durch Corona und den höchsten Hygienestandards kommen Kinder deutlich weniger mit Viren und Bakterien in Kontakt. Schlussendlich wird das Immunsystem weniger trainiert und es kommt auch in den Sommermonaten häufiger zu RSV Ausbrüchen.

Bronchitis oder RSV - wie ansteckend ist das Virus?

Menschen jeden Alters können sich mit RSV infizieren, doch Kinder und Säuglinge trifft es schneller und deren Krankheitsverkauf ist kritischer. Ein Baby mit RSV ist ein Fall für eine Spital-Behandlung.

Besonders bei Frühgeburten oder Babys mit Herzfehlern kann diese Krankheit einen schweren, bis tödlichen Verlauf nehmen. In der Regel ist das Geschlecht nicht ausschlaggebend, tritt das Virus bei Jungen und Mädchen gleichermassen auf, wobei Jungs eher zu einem schweren Krankheitsverlauf tendieren.

Das Virus ist hochinfektiös, wodurch eine Übertragung schnell geschieht. Eltern können das Virus an ihre Kinder weitergeben. Da sich die Symptome bei Erwachsenen leicht bis symptomlos zeigen, können Eltern die Krankheit unwissend übertragen.

Die Symptome können einer Erkältung ähneln:

  • Halsschmerzen
  • Niesen
  • trockener Husten
  • Schnupfen

Diese Symptome zeigen sich häufig, wobei man nicht unmittelbar an eine schwere Krankheit denkt.

Verlauf und Symptome bei Baby und Kleinkindern

Das RS-Virus kann bei Babys und Kleinkindern einen Verlauf nehmen, der sich schnell von Rachen, Nase und Mund auf die unteren Atemwege legt. Der Bronchialraum ist bei einer Infektion besonders anfällig. Ist das der Fall, wird das Virus zu einer RSV-Bronchiolitis.

Folgende Symptome zeigen sich oft bei einer RSV-Bronchiolitis (es müssen nicht alle zutreffen):

  • Husten mit Auswurf
  • Schnellere Atmung
  • Rasselgeräusche beim Atmen
  • Fieber
  • Kalte, blasse und trockene Haut
  • Erschwerte Atmung bei Anspannung der Atemmuskulatur wie z.B. das Aufstützen der Arme
  • Bei Babys bis 18 Monate tritt eine Einsenkung der Fontanelle auf.
  • Allgemeine Krankheitsanzeichen wie Trinkverweigerung, Appetitmangel, Abgeschlagenheit und Kraftlosigkeit.

Bei Verdacht, das Kind könnte sich mit dem RS-Virus angesteckt haben, lieber einmal mehr den Arzt kontaktieren.

Wie wird das RS-Virus behandelt?

Du solltest unbedingt deinen Kinderarzt kontaktieren, wenn dein Baby Erkältungssymptome hat und zusätzlich:

  • Schwierigkeiten beim Trinken hat oder das Trinken ganz verweigert
  • beim Atmen Schwierigkeiten hat oder sogar blau anläuft (Ambulanz anrufen!)

Der Kinderarzt wird dann entscheiden, ob dein Baby an RSV leidet und ob ein Spitalaufenthalt notwendig ist. Dies ist vor allem bei Säuglingen nötig und/oder wenn dein Baby zu wenig Sauerstoff bekommt. Im Spital kann ihm bei niedrigem Sauerstoffgehalt im Blut zusätzlicher Sauerstoff gegeben werden. Falls dein Baby gar nicht mehr trinken will, kann ausserdem eine intravenöse Infusion erfolgen.

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