Pixabay.com © cheawpk CCO Public Domain / Swimmingpools sind vor allem für kleine Kinder im Alter von ein bis vier Jahren eine grosse Gefahrenquelle.

Gefahrloses Spielen im Aussenbereich: So werden Garten & Co. sicher

Sicherheitstipp #1: Chemikalien sicher verstauen

Um die Kinder für alle möglichen Gefahren zu sensibilisieren, empfiehlt es sich, zu Beginn ein paar Grundregeln für das Spielen im Freien zu vereinbaren. Dennoch lassen sich damit nicht alle Risiken beseitigen.

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Im eigenen Garten kommt beispielsweise allerhand Chemie zum Einsatz. Dabei handelt es sich etwa um Düngemittel für Pflanzen oder um einen Unkrautvernichter für den Rasen. Wer einen Swimmingpool besitzt, versucht meist auch die Qualität des Wassers mit Chlor und anderen Chemikalien stabil zu halten.

Auf Kinder haben diese Behältnisse eine magische Anziehungskraft, weil sie in der Regel ihren Entdeckergeist wecken. Deshalb ist es wichtig, sie sicher und ausser Sichtweite der Kleinen zu verstauen. Sehr einfach lässt sich dies mit einem verschliessbaren Schränkchen umsetzen.

Die Platzierung auf einem oberen Fach in einem Regal schützt zwar auch vor dem schnellen Zugriff, doch Kinder sind oft sehr kreativ, wenn es darum geht, trotzdem an solche Gegenstände zu gelangen.

Sicherheitstipp #2: Das Garagentor auf die Sicherheit überprüfen

Die Garage ist ein idealer Ort, um nicht nur das eigene Auto, sondern auch jede Menge Kinderspielzeug aufzubewahren. Der Platz vor der Garage ist für viele Kinder ein beliebter Aufenthaltsort, weil der Weg zum Spielzeug so besonders kurz ist.

Dabei wird oftmals die Gefahr des Garagentors unterschätzt. Damit weder der eigene Nachwuchs, noch Nachbarkinder oder Haustiere durch das Tor gefährdet werden, sollte dieses mit einem entsprechenden Sicherheitsmechanismus ausgestattet sein. Das Tor sollte demnach automatisch stoppen, wenn sich zwischen Tor und Boden ein Objekt befindet. Beim Kauf eines Garagentores sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die maximalen Schliesskräfte nach EN 13241-1 eingehalten werden und das Tor bei einem technischen Defekt gegen Absturz gesichert ist.

Sicherheitstipp #3: Swimmingpools und Gartenteiche absichern

Ein Swimmingpool bietet in den heißen Sommermonaten eine herrliche Abkühlung. Sind die Kinder noch klein, stellt er allerdings auch eine erhebliche Gefahr im eigenen Garten dar. Im Sommer ist das Ertrinken im eigenen Pool oder Gartenteich vor allem bei ein- bis vierjährigen Kindern eine häufige Todesursache und sollte deshalb auf gar keinen Fall unterschätzt werden.

Viele Eltern denken, dass Kinder laut schreien und strampeln, wenn sie zu ertrinken drohen. Doch das ist ein Irrglaube, denn die meisten Babys und Kleinkinder ertrinken lautlos. Wenn es still wird, ist für Eltern also Vorsicht geboten.

Obwohl es keinen absoluten Schutz gibt, lassen sich vor allem Gartenteiche mit einem entsprechenden Maschendrahtzaun rasch absichern. Auch der Poolbereich sollte so gestaltet sein, dass die Kinder keinen alleinigen Zugang haben.

Sicherheitstipp #4: Stromquellen kindersicher gestalten

Innerhalb der Wohnung achten die meisten Eltern auf eine kindgerechte Absicherung von Steckdosen. Im Freien vergessen sie jedoch oftmals darauf, doch hier lauern natürlich die gleichen Gefahren für die Kleinen wie im Wohn- oder Kinderzimmer.

Finden Kinder dann auch noch Geräte wie etwa eine herumliegende Heckenschere und nehmen diese aufgrund ihrer guten Beobachtungsgabe in Betrieb, endet das oftmals mit schlimmen Verletzungen.

Übrigens: Auch der Mäh-Roboter ist eine Gefahrenquelle. Denn dieser nimmt oftmals seine Arbeit selbstständig oder zeitgesteuert auf, auch wenn die Kinder alleine im Garten spielen.

Pixabay.com © Kapa65 CCO Public Domain - Auch der Mäh-Roboter ist eine grosse Gefahrenquelle.

Sicherheitstipp #5: Nur kindgerechte Spielgeräte kaufen

Billigprodukte für Kinder haben im eigenen Garten nichts verloren, denn sie sind zwar in der Anschaffung günstig, haben aber in der Praxis meist einen hohen Preis, nämlich die Gesundheit der eigenen Kinder. Deshalb ist es wichtig, beim Kauf auf entsprechende Qualitätssiegel zu achten. Das Siegel „GS“ steht etwa für „geprüfte Sicherheit“ und garantiert, dass das jeweilige Gerät den Sicherheitsansprüchen sorgfältiger Eltern gerecht wird.

In regelmässigen Abständen ist es darüber hinaus wichtig, den Zustand der Spielgeräte zu überprüfen, denn auch die Abnutzung und Witterungseinflüsse können dafür sorgen, dass die ursprüngliche Sicherheit mit der Zeit abhandenkommt.

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