Wie lernt ein Baby mit dem Löffel zu essen?

Die erste Beikost oder den ersten Brei mit dem Löffel aufzunehmen, ist nicht nur für euer Kind eine Herausforderung. Dieser Zeitpunkt nach der Muttermilch oder Säuglingsnahrung ist spannend. Als Eltern bringt ihr eurem Liebling die Nahrungsaufnahme bei. Diese Phase ist oftmals durch Höhen, Tiefen und viele Fragezeichen gekennzeichnet.

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Der richtige Zeitpunkt für den ersten Brei oder die erste Beikost

Jeder kleine Zwerg ist einzigartig. Er bestimmt den richtigen Zeitpunkt selber. Meistens senden Kinder ab dem 5. - 6. Lebensmonat Signale. Die Säuglinge nehmen immer öfters eine sitzende Position ein. Sie stecken sich alles in den Mund, was sie finden können. Während der Mahlzeiten zeigt euer Kind immer mehr Interesse am Essen durch seine Blicke. Manchmal öffnet sich sogar der kleine Mund, wenn ein Löffel den Teller verlässt. Deutlich wird es, wenn die Stillmahlzeiten nicht mehr ausreichen. Dann bereitet ihr die Nahrungsumstellung vor.

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Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet, dass weltweit alle Säuglinge sechs Monate ausschliesslich gestillt werden sollten und anschliessend auch nach Einführung der Beikost bis zum Alter von zwei Jahren und länger gestillt werden können.

Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) formuliert ihre Empfehlungen bewusst offen und flexibel. Ausschliessliches Stillen bis zum sechsten Lebensmonat ist ein gewünschtes Ziel. Die individuell angepasste Einführung der Beikost kann frühestens ab dem vollendeten vierten Lebensmonat und soll spätestens mit Beginn des siebten Lebensmonats erfolgen.

Wie füttere ich mein Baby am besten mit dem Löffel?

Der Start zur festen Nahrung ist holprig. Manche Babys verweigern den Löffel. Dabei schiebt euer Kleines den Löffel oder das Essen immer wieder mit der Zunge aus dem Mund. Das bedeutet, euer Kind ist noch auf das Saugen programmiert. Die Kinder müssen sich erst an die neue Schlucktechnik, die neue Konsistenz sowie den Geschmack gewöhnen.

Tipps für die genussvolle Breimahlzeit:

  • Wichtig ist eine aufrechte Sitzposition.
  • Das Kind sollte ausgeschlafen und gesund sein.
  • Schafft euch Essensrituale! Füttere es möglichst zur gleichen Zeit, lass es dir beim Tischdecken zusehen oder sing ein Lied dazu.
  • Die Essenszeit ist wertvolle Familienzeit. Schafft euch eine harmonische Atmosphäre. Nehmt euch Zeit, um in Ruhe mit Genuss zu essen. Das animiert zum Nachahmen.
  • Boden mit einem Handtuch oder einer anderen Unterlage abdecken. Zieh deinem Kind ein altes Erwachsenen T-Shirt an, so hat es Platz zum Kleckern;) Damit erleichterst du dir das Putzen.
  • Der Löffel sollte aus Plastik und klein genug für den Kindermund sein.

Tipps zum Füttern:

Berührt mit dem Löffel die Oberlippe. Dadurch öffnet sich der Mund. Der Löffel sollte gut gefüllt sein. Diesen schiebt ihr dann weit genug in den Mund, damit ihr den Schluckreflex am Gaumen auslöst. Auch das Probieren vom Finger ist erlaubt. Ihr könnt ebenfalls ein wenig Muttermilch oder Säuglingsnahrung mit dem Löffel verfüttern, um eure Babys an den neuen Gegenstand zu gewöhnen. Manchmal kann es helfen, wenn das Kind in der Übergangsphase vom Vater gefüttert wird. Bei der Mutter erscheint die gewohnte Muttermilch häufig attraktiver.

Die ausreichende Essensmenge wird vom Kind bestimmt. Wenn es den Kopf wegdreht und nicht mehr weiter essen mag, ist das Kind satt. Keine Sorge, euer Kind meldet sich, wenn es Hunger hat. Wenn es nach 7-10 unterschiedlichen Probierversuchen keinen Brei annimmt, kann es am Geschmack liegen. Die Geschmäcker sind unterschiedlich. Vielleicht mag euer Kind nichts Püriertes? Dafür gibt es eine grosse Auswahl an Beikost. Beispielsweise eignen sich weich gekochte Nudeln und Gemüse.

Glücksmomente geniessen

Am Ende dieser Phase wird euer Kind euch mit Erfolgen belohnen. Es entschädigt euch mit sehr lustigen und spassigen Momenten beim Essen. Haltet sie mit Fotos fest!

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