Pflege des Babynabels

Während der Schwangerschaft ist die Nabelschnur eine Verbindung zwischen dem Ungeborenen und der Plazenta. Über sie wird das Baby mit Sauerstoff, Nahrung, Antikörpern und Hormonen versorgt. Wenn das Baby das Licht der Welt erblickt, übernehmen die kleinen Lungen die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Die Nabelschnur ist für ein Neugeborenes nach der Geburt nicht mehr erforderlich, wird abgeklemmt und wenige Zentimeter über dem Babynabel durchtrennt.

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Viele Eltern machen sich Gedanken darüber, wie mit diesem Körperteil umzugehen und was die richtige Babypflege ist. An dieser Stelle sitzen keine Nerven, deshalb spürt dein Neugeborenes nichts von dieser Prozedur. Der Rest der Nabelschnur bildet sich innerhalb von ein bis zwei Wochen zurück, färbt sich dunkel und fällt dann ab.

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Die richtige Pflege für den Babynabel

Die Pflegefachperson im Spital oder die Hebamme im Wochenbett wird dir zeigen, wie du den Nabel am besten pflegst. Allerdings sind die Meinungen hinsichtlich der Nabelpflege eines Babys recht unterschiedlich.

Der Babynabel sollte nicht mit Pflastern, Binden oder ähnlichem Verbandsmaterial abgedeckt werden. Vielmehr ist eine gute Luftzufuhr wichtig. Diese kann die Heilung beschleunigen, allerdings sollte der Nabel nicht nass werden. Ist er einmal nass geworden, tupfe ihn sanft trocken. Der Pflege am Babynabel muss nicht bei jedem Wickeln durchgeführt werden. Am besten reinigst du ihn einmal täglich mit lauwarmem Wasser, das zuvor abgekocht wurde. Eine Calendula-Essenz beugt zudem Entzündungen vor. Der Nabel nässt teilweise noch nach, was manche Eltern beunruhigt. Das ist in der Regel normal, allerdings solltest du bei einem nässenden Babynabel einen Kinderarzt oder eine Hebamme befragen.

Wichtigstes Gebot ist, den Baby Nabel bei der Babypflege möglichst in Ruhe zu lassen. Von Puder ist abzuraten, da er zum Nachbluten der Wunde führen kann. Auf keinen Fall alkoholische Lösungen für die Nabelpflege verwenden.

Wann ist ein Arztbesuch erforderlich?

Achte darauf, dass kein Urin bis zum Nabel vordringt und auch die Baby-Windel nicht scheuert. Es besteht sonst die Gefahr einer Nabelentzündung. Diese ist an einer erhöhten Temperatur zu erkennen, die Haut um den Nabel ist gerötet und der Baby Nabel selbst kann eitrig oder blutig werden. Eltern, die sofort einen Arzt aufsuchen, bekommen die Entzündung durch die Babypflege mit einem sterilen Verband und einer antiseptischem Behandlung schnell in den Griff. Entsteht eine Vorwölbung des Nabels, ist ein Arztbesuch unbedingt angesagt. In seltenen Fällen kommt es auch nach dem Abfall des Nabelrestes zum Austreten von Blutströpfchen. Die Ursache lässt sich auch hier nur vom Kinderarzt klären und behandeln.

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