Gewusst wie: Baby- und Kinderkleidung richtig waschen

Gewusst wie: Baby- und Kinderkleidung richtig waschen © JenkoAtaman - AdobeStock.com

Erst mit der Pubertät ist die Kinderhaut voll entwickelt. Neu gekaufte Babykleidung kann mit Schadstoffen belastet sein, deshalb solltest du sie vor dem ersten Tragen waschen. Was du bei der Wäsche von Kinderkleidung beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel. 

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Die Haut eines Neugeborenen bietet nur wenig Schutz gegen Umwelteinflüsse. Sie ist noch nicht voll ausgebildet und etwa 30% dünner als beim Erwachsenen. Die Haut kann schlechter Feuchtigkeit speichern, der Säureschutzmantel ist noch nicht ausgebildet und durch die dünne Haut können Schad- und Reizstoffe leichter eindringen. Erst nach und nach entwickeln sich die vielen Schutzmechanismen der Haut. Diese Entwicklung wird erst in der Pubertät abgeschlossen. Daher sollten Eltern der Babykleidung und Kinderkleidung viel Aufmerksamkeit schenken. Unter im Säuglingsalter erworbenen Allergien können deine Kinder jahre- bis lebenslang leiden.

Was beachten beim Waschen von Kinderkleidung?

Da das Baby in der ersten Zeit viel liegt und in Tragehilfen getragen wird, hat Kleidung wie Body, Hemdchen und Strampler besonders engen Hautkontakt. Durch Waschmittel und Weichspüler mit Schadstoffen können allerdings in die beste Bio-Baumwollkleidung schädliche Stoffe in die Haut eindringen. Daher sollte besonders die Kleidung von Säuglingen und Kleinkindern auch schadstofffrei gewaschen werden.

Ein Muss ist das Waschen aller neuen Kleidungsstücke. Diese Textilien sind häufig imprägniert, können Stoffe der Verpackungen aufgenommen haben oder schädliche Stoffe aus der Produktions- und Verpackungsumgebung.

Beachte dabei, dass die Babykleidung nicht zusammen mit Kleidern gewaschen wird, die schadstoffbelastet sind, denn beim Waschgang könnten sich daraus Substanzen lösen.

Babywäsche waschen - Waschmittel und Waschtemperatur

Babykleidung ist meist bei Temperaturen von 60° bis höher waschbar. Wer Babykleidung besonders schonend behandeln möchte, sollte auf parfüm- und phosphatfreie, milde Waschmittel zurückzugreifen (speziell für Babys oder empfindliche Haut geeignet).

Auf Weichspüler kann verzichtet werden, wenn du dem Waschgang etwas Essig beigibst. Der Essig erhält zudem die frischen Farben der Kinderkleidung. Sensitiv-Weichspüler können gerade bei sensibler Haut auch schonend wirken, hier ist wichtig, auf die richtige Dosierung zu achten und einen hautverträglichen Duft zu verwenden.

Überflüssig sind für die Wäsche Desinfektionsmittel. Nicht selten enthalten diese Allergieauslöser, die Haut und Atemwege reizen. Essig ist auch ein guter keimtötender Waschzusatz.

Wie oft sollte Babykleidung gewaschen werden?

Bodys, Stoffwindeln, Handtücher und Bettwäsche sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Bei der Kleidung reichen meist 40 Grad (je nach Verschmutzungsgrad). 

Kuscheltiere und Nuschis regelmässig waschen, da sie überall mitgetragen und ständig in den Mund genommen werden.

Waschtipps gegen Flecken:

Vorsicht mit Fleckentfernern! Diese sind gewöhnlich chemisch belastet. Die meisten Flecken lassen sich antiallergisch mit Gallseife, Essigessenz oder Zitronensäure entfernen.

  • Windeln können auch in Soda und Natron eingeweicht werden, die sich zugleich als Weissmacher bewähren.
  • Milchflecken vor dem Waschgang mit kaltem Wasser auswaschen.
  • Grasflecken vor dem Waschen mit Zitronensaft oder Zahnpasta behandeln.
  • Spinatflecken vor dem Waschgang mit einer Kartoffelhälfte einreiben.
  • Flecken von Karottenbrei bleichen an der Sonne aus, dazu das Kleidungsstück nach dem Waschen an die pralle Sonne legen. Eignet sich auch bei Kotflecken am Bodyrand.
  • Gegen Obstflecken hilft das Bestreuen des Flecks mit Salz.

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