Wann lernt mein Baby krabbeln?

Viele Eltern können es kaum erwarten, bis ihr Baby endlich eigenständig krabbelt und so stellen sich auch viele Mütter und Väter die Frage, wann ein Kind in der Regel damit beginnt, sich krabbelnd fortzubewegen. Wie können Eltern ihr Baby in dieser wichtigen Entwicklungsstufe unterstützen und besteht Grund zur Sorge, wenn ein Kind überhaupt nicht krabbeln möchte? Alles Wichtige zum Thema erfährst du in diesem Artikel!

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Ein Meilenstein in der Entwicklung: Das Krabbeln

Die meisten Kinder bereiten sich etwa 6 - 8 Wochen nach der Geburt auf das Krabbeln vor. Sie versuchen, den Kopf zu heben und aufrecht zu halten, denn um sich auf Händen und Knien fortzubewegen, ist eine starke Rücken- und Nackenmuskulatur nötig.

Mit etwa 5 Monaten entdeckt das Baby dann oftmals die Fähigkeit, eigenständig sitzen zu können und aus dieser Sitzposition heraus robben die Kleinen oft bereits mit sechs Monaten. Anschliessend entdeckt das Baby den Vierfüsslerstand. Er ist die wichtigste Voraussetzung für das Krabbeln und oft wippen die kleinen auf Knien und Händen aus diesem Stand heraus hin und her, bevor sie damit beginnen, sich krabbelnd in Bewegung zu setzen. Babys erlernen das Krabbeln durchschnittlich zwischen dem 6. und 10. Lebensmonat und mit etwa 12 Monaten sind viele Kinder wahre Meister, wenn es darum geht, den Eltern davon zu krabbeln.

Baby will nicht krabbeln - Grund zur Sorge?

Es kommt nicht selten vor, dass das Krabbeln einfach übersprungen wird. Allerdings kann dies ein Zeichen für eine Entwicklungsproblematik sein, denn krabbeln stellt für ein Baby einen wichtigen Meilenstein im Hinblick auf die gesamte motorische Entwicklung dar. Krabbeln ist für das Erlernen von Überkreuzbewegungen von grosser Bedeutung.

Krabbelt dein Kind ausschliesslich rückwärts, ist es ein Po-Rutscher oder überspringt es das Krabbeln vollständig und beginnt direkt mit dem Laufen, besprich dies mit deiner Mütterberaterin oder dem Kindearzt. Oft kann hier auch etwas Gymnastik helfen, um die Krabbelphase nachzuholen und die entsprechende Bewegungs-Koordination für die Entwicklung zu erlernen.

Kinder beim Krabbeln fördern und unterstützen

Möchtest du dein Baby beim Krabbeln lernen unterstützen, positioniere die Lieblingsspielsachen in Sicht-, aber nicht in Reichweite. So weckst du das Interesse deines Babys und motivierst es, einfach loszukrabbeln. Alternativ kannst du auch einen bunten Ball vor deinem Baby herrollen, sodass sich dein Kleines immer wieder fortbewegen muss, um den Ball erreichen zu können.

Begibt sich dein Kind schon selbst in den Vierfüsslerstand, umfasse es mit beiden Händen am Becken und schaukel es sanft hin und her. So kannst du ihm bereits ein Gefühl für die nötige Gewichtsverlagerung geben. Sobald dein kleiner Sonnenschein entdeckt hat, wie er sich vorwärts bewegen kann, sind kleine Geschicklichkeitsparcours (Kissen, Decken, Tunnel usw.) eine gute Übung und sorgen ausserdem für viel Spass.

Spätestens wenn Kinder anfangen zu krabbeln, ist eine kindersichere Wohnung unumgänglich. Gestalte eure zuhause mit Kanten- und Eckschutz, Steckdosensicherungen und Laufgittern an Treppen, um Unfälle vorzubeugen.

Der lange Weg zum krabbelnden Baby

Wenn dein Kind stabil krabbelt, ist es für dein Baby fast geschafft: Nur noch eine Entwicklungsstufe fehlt bis zur absoluten Mobilität, nämlich das Laufen. Es wird nun nicht mehr lange dauern, bis dein Baby sich an den ersten Gegenständen hochziehen wird. Hat es die Balance auf den Füssen gefunden, wird es bald auch an den Möbeln entlang laufen und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dein kleiner Liebling eigenhändig steht und die ersten Schritte macht. Gib deinem Kind die Zeit die es braucht, um sich schrittweise entwickeln zu können und unterstütze es einfach so, wie du es immer tust: Mit deiner ganzen Liebe!

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