Schlafrituale fürs Baby

Schlafrituale helfen dem Baby besser in den Schlaf zu finden. Da es keine universellen Zaubertricks gibt, haben Eltern die Möglichkeit durch alltägliche Schlafrituale ihr Baby auf das Schlafen einzustimmen. Kleine Naturphänomene helfen uns dabei auf die Sprünge. Vor dem Hintergrund ein paar grundlegender Tipps lässt sich auch für deinen Liebling das passende Ritual schnell finden.

Schlafrituale: Warum?

Babys kommunizieren noch nicht mit Hilfe von Wörtern. Die nette Aufforderung "Komm, wir gehen jetzt ins Bettchen..." reicht in vielen Fällen noch nicht aus. Aus diesem Grund orientiert sich dein Kind an der Tagesstruktur. Es merkt intuitiv, welche Abläufe zusammengehören. So lernt es von der Mutter, sich selbst zu strukturieren.

Auf der Suche nach dem Schlafritual

Das bedeutet aber ebenso, dass jede Familie andere Schlafrituale pflegt. Schliesslich sind die Abläufe und Situationen bei jedem anders. Eines haben die Rituale fürs Baby aber alle gemeinsam: Sie stimmen das Kind auf die Nachtruhe ein und vermitteln ihm Sicherheit und beruhigen. Damit sich das Einschlafen auch ohne Weinen langsam aber sicher einspielt, kannst du günstige Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehört zum Beispiel das leichte Verdunkeln des Raumes. Dies kann bereits in dem Zimmer beginnen, wo das Kind gewaschen wird und seinen Schlafanzug und seine sauberen Windeln bekommt. Ganz besonders wichtig wird eine dämmrige Atmosphäre im Schlafzimmer des Babys. Dadurch wird Melatonin im kindlichen Körper ausgeschüttet.

Das Schlafhormon sorgt dafür, dass sich der Körper langsam auf den "Ruhemodus" einstellen kann. Aber natürlich sind es auch Gesten, Spiele, Handlungen von Seiten der Mutter, welche auf das Schlafen einstimmen. Welche dies ganz genau sind, hängt von deinem Tagesablauf und eventuell von weiteren Geschwistern ab. Günstige Rituale fürs Baby sind kurz aufeinanderfolgend, einfach strukturiert und ziemlich konstant wiederkehrend.

Konkrete Rituale für Babys

Beispielsweise kannst du dein Kind auf liebevolle Art von den Geschwistern, dem Besuch und dem Partner verabschieden lassen. Ältere Geschwister sollten dem Baby auf eine ruhige Art „Gute Nacht“ wünschen können. Eventuell sagen auch zwei, drei Kuscheltiere gute Nacht? Danach singst du deinem Baby ein Schlaf-Liedchen vor oder ziehst eine Spieluhr mit einer schönen Schlafmelodie auf, während du ihm die Windeln wechselst und dann sein Pyjama anziehst. Wichtig ist, dass du nun sanfte, langsame Bewegungen machst und deine Stimmlage oder dein Handeln keine Hektik verbreitet.

Das Kind lernt durch diesen wiederkehrenden, abendlichen Rhythmus, dass du ihm bei seinem immer müde werdenden Körperempfinden begleitest. Vielleicht begrenzt sich das Rituale fürs Baby auch „nur“ das Stillen im abgedunkelten Schlafzimmer. Ein Ritual muss ausprobiert werden, du spürst als Mutter oder Vater am besten, was sich für dein Kind am besten eignet. Bedenke, dass unabhängig vom Ritual für Baby, das Durchschlafen auf keinen Fall garantiert ist. Erfahre hier auch Tipps, damit das Baby besser schläft...

Ganz unabhängig davon, welches Schlafritual dein ganz persönlicher Favorit wird, gilt es zu bedenken, dass es nicht das letzte und beste sein wird. Dein Baby entwickelt sich weiter. Auch du wirst spüren, dass sich deine Vorlieben ändern. Es fühlt sich gut an, wenn die Familie sich gemeinsam weiterentwickelt. Aus diesem Grund, sucht gemeinsam neue Rituale fürs Baby, individuell nach seiner Entwicklungsstufe.

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KOMMENTARE



Echt informativ und sehr praktisch geschrieben.

Schäfl Stefan |