Die 10 besten Einschlafrituale fürs Baby

Babys Schlaf © Africa Studio - AdobeStock.com

Der Schlaf ist für ein Baby und seine Entwicklung sehr bedeutsam. Doch das Einschlafen funktioniert nicht so routiniert wie bei älteren Kindern und Erwachsenen. Babys verfügen nämlich noch nicht über die Fähigkeit, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Um eine regelmässige Routine zu schaffen, können Eltern Einschlafrituale einführen. Dabei wird der Tag beendet und die Nacht eingeläutet.

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Darum sind Rituale wichtig für Babys Schlaf

Der Schlaf eines Säuglings ist unregelmässig und wird immer wieder von Aufwachmomenten unterbrochen. Während der ersten Monate befindet sich das Kind in einer leichten Schlafphase, der sog. REM-Phase. Das häufige Erwachen ist ganz natürlich und stellt sicher, dass das Baby seine Bedürfnisse wie Hunger stillen kann, indem es nach seinen Eltern schreit. Hinzu kommt, dass einige Babys fester schlafen als andere. Damit das Kind trotzdem ausreichend erholsamen Schlaf bekommt, muss eine Routine geschaffen werden. Ein Ritual soll dem Baby helfen, sich so gut zu entspannen, dass es von selbst einschlafen kann. Ein weicher Schlafanzug oder ein Kuscheltier sorgen dafür, dass Babys Schlaf auch anhält oder das Kind nach einer Unterbrechung weiterschläft.

Rituale für Babys Schlaf können etwa im Alter von 6 bis 8 Wochen integriert werden. Kinderärzte raten jedoch davon ab, dass Eltern sich allzu aktiv an den Einschlafritualen ihrer Kinder beteiligen. Das Einschlafritual solle stattdessen begleitend stattfinden. Mama und Papa sollten kein aufwändiges Ritual einführen, das sie nicht dauerhaft beibehalten wollen.

Wann ist mein Baby müde? Häufigste Anzeichen

Finde heraus, welche Anzeichen dein Baby signalisiert, wenn es müde wird (bevor es schreit). Dies gilt auch für den Mittagsschlaf:

Verändert es seinen Gesichtsausdruck?
Hat es Schluckauf?
Spielt es in seinen oder deinen Haaren?
Runzelt es die Stirn?
Saugt es an den Fingern, obwohl es satt ist?
Macht es ruckartige Bewegungen oder macht es steife Glieder?
Gähnt es häufig?
Reduziert es seine Bewegungen und Aktivitäten?
Ist es quengelig?
Sind seine Fäuste geballt?

Zeigt dein Baby eines oder mehrerer dieser Anzeichen, sorge für ruhe und ein entspannendes Einschlafritual.

Die 10 besten begleitenden Einschlafrituale fürs Baby

  • Achte auf einen möglichst geregelten Ablauf und feste Essens- und Einschlafzeiten.
  • Tagsüber sind Geräusche erlaubt und zeigen deinem Baby, dass es Tag ist. Sorge abends hingegen für Ruhe und eine dunkle Umgebung. 
  • Das abendliche Ritual kann schon damit beginnen, dass das Licht gedämpft wird. Das macht Babys müde.
  • Mit der Mundpflege vor dem Schlafen kann man schon bei Babys beginnen. Hebammen empfehlen das sogar. Dazu nimmt man Fingerlinge oder Noppenzahnbürsten. Die Baby-Mundpflege beseitigt Bakterien und erleichtert das Zahnen.
  • Um die Pflege vor dem Schlafen fest zu integrieren, können die Eltern das Gesicht und die Hände des Babys vor dem Schlafen liebevoll waschen.
  • Wie wäre es mit einer entspannenden Babymassage?
  • Bevor es ins Bett oder in die Wiege geht, wird das Baby in den gemütlichen Schlafanzug gesteckt. Vor dem Zubettgehen die Kleidung zu wechseln, verstärkt die Routine.
  • Vor jedem Einschlafen sollte mit dem Baby oder Kind gekuschelt und viel Nähe geschenkt werden. Das beruhigt und vermittelt Geborgenheit.
  • In den Schlaf zu stillen ist zwar umstritten, schenkt dem Baby aber viel Nähe und Liebe. Wenn dein Baby auch im Schlaf die Brust nicht loslassen möchte, löse mit deinem Finger vorsichtig das Vakuum, indem du ihn vorsichtig in seinen Mundwinkel schiebst. (In der Abstillphase ist es schwierig, diese Kinder von diesem Ritual zu lösen. Deshalb dann besser nach dem Stillen wach ins Bett legen und andere Rituale einführen.)
  • Ein bis zwei Tage in der Woche können Eltern ihr Baby vor dem Schlafen gehen im warmen Wasser baden. Warmes Wasser macht schläfrig.
  • Ein kleines Kuscheltier, das man abends dem Kind ins Bett reicht, gibt ein Gefühl von Geborgenheit und hilft beim Einschlafen.
  • Viele Babys und Kinder schlafen besonders gut, wenn die Eltern vorher ein Gute Nacht-Lied vorsingen. Wer nicht gerne singt, kann auch eine Spieluhr aufziehen.
  • Alternativ zum Gute Nacht-Lied eignet sich eine Gute Nacht-Geschichte. Diese kann man auch beibehalten, wenn die Kinder schon ein paar Jahre älter sind.
  • Nicht zuletzt ist das "Gute Nacht"-Sagen selbst auch ein wichtiger Bestandteil für ein Einschlafritual.

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