Hör auf dein Bauchgefühl

Hör auf dein Bauchgefühl © Anke Thomass / AdobeStock.com

Die meisten Eltern fühlen sich nach der Geburt eines Babys verunsichert im Hinblick auf die Bedürfniserfüllung des neuen Familienmitgliedes. Auch erfahrene Mamis und Papis müssen das Neugeborene in seinem Charakter erst kennen lernen. Dabei kollidieren schnell Bauchgefühl und Tipps und Ratschläge, die vom Umfeld oder aus den Medien stammen. Was sollten Vater und Mutter tun, wenn sie sich nicht sicher sind, was das Baby braucht?

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Das Baby schreit - was tun?

Gerade an der Art des Weinens oder Schreiens erkennen Eltern meist schnell, was dem Kleinen fehlt und entwickeln schnell ein gutes Bauchgefühl. Säuglinge verfügen beim genauen Hinhören über eine grosse Bandbreite an Schreiarten und für die entwickeln Mütter und Väter in den ersten Wochen ein gutes Gefühl. Der Instinkt, der Mamis angeboren ist, macht es für sie etwas einfacher. Sie merken sofort, ob dem Säugling wirklich etwas fehlt und das Schreien ernsthafte Probleme anzeigt oder ob es eben eher Hunger, Durst, volle Windel oder schlichtweg irgendwann Langeweile hat. 

Besuch beim Kinderarzt

Schreit dein Baby jedoch drei oder mehr Stunden am Tag, so solltest du unbedingt Kontakt mit deinem Kinderarzt aufnehmen, damit gesundheitliche Probleme ausgeschlossen werden können.

Bauchgefühl bedeutet sich einlassen auf das Kind

Viele Entscheidungen werden in unserer heutigen Zeit rational getroffen. Was ist vernünftig und sinnvoll? Beim Baby ist es dagegen viel wichtiger, sich auf das Kind einzulassen, ihm das sichere Gefühl zu geben, dass es geschätzt und respektiert wird und dass seine Bedürfnisse erfüllt werden. Es braucht sehr viel Zuwendung, Fürsorge und Liebe. Der Instinkt der Eltern ist im Umgang mit einem Baby ein sehr wichtiges, aber leider immer mehr unterschätztes Instrument. Nicht zuletzt sind es die vielen Erziehungsratgeber sowie Medien mit ihrer Informationsflut und die gut gemeinten Ratschläge von der Familie oder vom Freundeskreis, die Eltern verunsichern und mehr und mehr dazu führen, dass sie mit dem Verstand – anstatt mit ihrem Instinkt - an das Baby und dessen Bedürfnisse herangehen.

Was tun, wenn man absolut verunsichert ist?

In den ersten Wochen ist es die Hebamme oder die Mütter- und Väterberatung, die die dich und das Baby begleiten und dir wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. Der Kinderarzt ist eine weitere sichere Anlaufstelle, wenn du mit deinem Instinkt im Moment noch nicht vertraut bist und Sicherheit möchtest. Eine nahe Bezugsperson, der du vertraust und die du auch als Vorbild anschaust, kann dich am besten mit Tipps unterstützen. Du hast es dann im Bauchgefühl, ob diese Hilfe oder dieser Rat für dich so stimmt oder nicht. Weiterhin bietet es sich für Eltern - und besonders für Alleinerziehende - an, sich einer Babygruppe anzuschliessen und hier mit anderen Müttern und Vätern an Sicherheit im Umgang mit dem Baby zu gewinnen.

Eines ist sicher: Alle Eltern, die grössere Kinder haben, kennen diese irgendwann in ihren Verhaltensweisen durch und durch. Keine Sorge also, wenn der Start mit dem Baby etwas holpert!

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