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Alleskönner: Das sollte das Umfeld von Eltern unbedingt beherrschen

Kinderbetreuung organisieren: Worauf Eltern achten sollten © Irina Schmidt - AdobeStock.com

Ist das Baby geboren, fällt den meisten Eltern auf, wie wichtig ihr persönliches Umfeld ist. Ob Eltern oder Freunde, besonders in den ersten Lebenswochen sind Menschen wichtig, die die Eltern bei der Versorgung des Babys unterstützen.

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Schlafmangel, Daueranspannung und die Tatsache, dass viele Kinder in den ersten Lebensmonaten auch dann schreien, wenn ihnen scheinbar nichts fehlt, zehren an den Nerven. Deshalb sollten Freunde und Familienangehörige gut auf die neue Situation vorbereitet sein. Grosseltern haben weniger Berührungsängste mit einem Säugling. Immerhin haben sie ihre Kinder grossgezogen, die jetzt ihren eigenen Nachwuchs in den Armen halten. Deshalb gehen sie angstfreier auf ein Neugeborenes ein. Sie wissen, dass sie nur zu Besuch kommen und keine Verantwortung übernehmen müssen. Das sorgt für einen viel entspannteren Umgang mit dem Nachwuchs.

Auch die Freunde werden ihren Besuch anmelden, um den Nachwuchs zu begrüssen. Dabei muss klar sein, wie diese mit dem Kind umgehen werden. Wer noch keine eigenen Kinder hat, sollte vorher erklärt bekommen, wie man einen Säugling sicher im Arm hält. Das Baby muss sich wohlfühlen und besonders sein Kopf muss in den ersten Lebenswochen jederzeit sicher abgestützt werden.

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An der Wickelkommode zeigen sich die echten Freunde

Braucht der Nachwuchs eine saubere Windel, können Grosseltern und Freunde ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dabei zeigt sich, wer nicht nur die schönen Dinge übernehmen möchte, wie das Spazierengehen, das Fläschchen geben oder das abendliche Baden. Wer sich bereiterklärt, die Windeln zu wechseln, gehört zu den echten Freunden und sollte als Helfer für die erste Zeit nach der Entbindung fest eingeplant werden.

Meist sind es die weiblichen Familienmitglieder und Freunde, die sich freiwillig melden. Sollten diese keine eigenen Kinder haben, muss ihnen im Vorfeld erklärt werden, dass der Windelbereich bei Mädchen immer von vorne in Richtung After zu reinigen ist. Dieses Vorgehen ist wichtig, um keine Keime in den Harnröhrenbereich zu wischen, die eine schmerzhafte Harnröhrenentzündung hervorrufen könnten. Bei Jungen existiert dieses Problem nicht, allerdings sollte beim Windeln immer ein kleines Handtuch oder eine Mullwindel griffbereit liegen. Sobald Jungs von einer Windel befreit sind, entleeren sie mit Vorliebe und in hohem Bogen ihre Blase. Deshalb sollte ein Stück Stoff zum Auffangen bei jedem Windelwechsel in der Nähe sein, sobald die Windel geöffnet wird.

Keine Angst vor der Ersten Hilfe

Wer ein Baby betreut, muss sich auch in der Ersten Hilfe auskennen, denn diese Situationen stellen sich schneller als gedacht ein. Schon ein Aufstossen im Liegen kann dazu führen, dass sich das Baby an der aufsteigenden Milch verschluckt und keine Luft mehr bekommt. Auch ein Insektenstich wird nur von lautem Schreinen begleitet und als Betreuungsperson muss man in dieser Situation in der Lage sein, den Auslöser schnell zu finden.

Mutter übt Erste Hilfe an einer Baby Puppe.
Erste Hilfe bei Babys und Kindern: Richtig reagieren, Leben retten © microgen - AdobeStock.com

In den Sommermonaten können plötzlich auftretende Pustelchen auf eine Überhitzung des Körpers hinweisen, der dann schnell aus der Wärme gebracht und abgekühlt werden muss. Halsschmerzen lassen sich nur durch einen Blick in den Hals feststellen, was bei Neugeborenen schwierig ist. Doch auch sie können sich in den Sommermonaten schnell einen Infekt zuziehen, wenn die Temperaturen warm sind und gleichzeitig ein kühler Luftzug weht. Hier kommt es auf das Fingerspitzengefühl an, das Baby ausreichend zu bekleiden, ohne dass es dabei schwitzt.

Windelausschlag kann innerhalb von Stunden ausbrechen und braucht sofortige Versorgung. Die Haut beginnt dann zu jucken und das Baby wird sich sehr unwohl fühlen, was es mit anhaltendem Schreien anzeigen wird. Bereits im Vorfeld sollte Zinksalbe in der Hausapotheke bereitgelegt werden, denn Windelausschlag trifft fast jedes Baby. Braucht es zuerst ein Rezept vom Kinderarzt, lässt sich die Zeit bis dahin durch das Auftragen von Honigwasser überbrücken, das den Juckreiz lindert.

Im Rhythmus der Eltern und des Kindes

Ein Neugeborenes stellt das Leben komplett auf den Kopf, allerdings ist man sich dieser Tatsache vor dem ersten Kind nicht bewusst. Man kann noch so gut planen und trotzdem wird alles völlig anders ablaufen. Das Gefühl von Hilflosigkeit wird nie grösser sein als bei einem Baby, das weint und sich nicht beruhigen lässt. Hier ist Geduld gefragt, die von den Grosseltern und Freunden oftmals in grösserem Masse aufgebracht werden kann. Eltern sind emotional betroffener, wenn sich der Nachwuchs quält und nicht aufhören will zu weinen. Familienangehörige und Freunde können in diesem Fall das Kind besser beruhigen, weil sie nicht in Angst und Sorge verstrickt sind. Hinzu kommt der Schlafmangel der ersten Lebenswochen, den jedes frischgebackene Elternpaar erst dann kennt und nachvollziehen kann, wenn es diese Situation selbst erlebt hat.

Deshalb ist es wichtig, bereits vor der Geburt mit allen Personen, die unmittelbar nach der Geburt helfen wollen, abzusprechen, wer in welcher Weise unterstützen kann. Beim Wickeln sollten Eltern beispielsweise vormachen, wie sie es haben möchten. Bei Fertigwindeln lässt sich nicht viel verkehrt machen. Beim Wickeln mit Baumwollwindeln gibt es einige Dinge zu berücksichtigen. Deshalb sollten die Helfer mit der bevorzugten Wickelmethode vertraut sein, damit sich die Eltern eine Auszeit nehmen und etwas Abstand gewinnen können.

Wer übernimmt die Spaziergänge?

Ist der Nachwuchs bereits einige Tage auf der Welt, braucht er frische Luft und Sonnenschein. Während die übermüdeten Eltern jede freie Minute für ein kurzes Schläfchen nutzen sollten, können Freunde und Familie mit dem Baby einen Spaziergang unternehmen. Dieser sollte zeitlich so angepasst werden, dass das Baby pünktlich zur nächsten Fütterung zurück ist. Daher ist es besser, eine kleine Runde einzuplanen, als mit dem Neugeborenen einen Ausflug in den Wald zu unternehmen.

Mutter mit ihrem Baby im Kinderwagen beim Spazieren im Park.
Frische Luft ist wichtig fürs Baby © Syda Productions - AdobeStock.com

Sollte das Baby unterwegs aufwachen und zu schreien beginnen, sollte es in jedem Fall aus dem Kinderwagen und auf den Arm genommen werden. So beruhigt es sich schneller und kann den Rest des Spazierganges in dieser Haltung geniessen.

Zum Abschluss das Bäuerchen

Wird das Kind von anderen Personen mit der Flasche gefüttert, müssen diese wissen, dass jede Mahlzeit durch ein Aufstossen abgeschlossen wird. Solange die durch das Trinken aufgenommene Luft nicht aus dem Körper entwichen ist, darf der Nachwuchs nicht hingelegt werden. Das Baby kann sich nicht selbstständig auf die Seite drehen, wenn es spürt, dass Luft in der Luftröhre aufsteigen und austreten will. Deshalb muss es in der Senkrechten gehalten und der Rücken sanft beklopft werden, bis die überschüssige Luft durch ein lautes Aufstossen entweicht. Besonders jüngere Babysitter müssen mit dieser Tatsache vertraut gemacht werden, da das Baby ohne sein Bäuerchen die Milch erbrechen könnte.

Das richtige Halten

Nichten, Neffen, Cousinen und Cousins im minderjährigen Alter sollten intensiv auf einen Besuch beim Baby vorbereitet werden. Die Eltern müssen sicher sein können, dass ihrem Baby nichts passiert, wenn dieses von anderen Kindern auf den Arm genommen wird. Am einfachsten funktioniert das im Sitzen. In dieser Position lässt sich das Köpfchen auch einfacher abstützen und das Gewicht des Babys liegt auf den Beinen der haltenden Person. Besonders wichtig ist das Wissen, dass Babys in den ersten Wochen noch nicht richtig sehen können. Deshalb sollten sich im Gesichtsfeld des Neugeborenen keine Winkereien abspielen oder Gegenstände auftauchen, die das Baby beunruhigen könnten.

Babys reagieren auf Energie

Neugeborene sind an die Ausstrahlung der Mutter gewöhnt, deshalb fühlen sie sich in ihrer Nähe sicher. Kommen ihnen andere Menschen zu nahe, die eine völlig andere Ausstrahlung haben, kann das zum Schreien des Babys führen. In diesem Fall sollte die Person Verständnis für die Situation haben und sich aus dieser entfernen. Manchmal strahlen Menschen persönliche Sorgen und Ängste aus, die das Baby wie ein Radar wahrnimmt und darauf reagiert.

 

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