Coronavirus: Social Distancing

Social Distancing @ dubova - AdobeStock.com

Die wieder strengeren Massnahmen durch das Coronavirus treffen auch Familien hart. Homeoffice, Kontaktbeschränkungen, Umorganisation, Quarantäne... Wir verbringen wieder viel mehr Zeit im engsten Familienkreis. Lösungen müssen daher gefunden werden, um mit dem Social Distancing richtig umgehen zu können und das Beste aus der Situation zu machen. 

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Wie gehen Menschen und Kinder mit Social Distancing um?

Wir leben in einer freien Gesellschaft, in der jeder ohne Einschränkungen und ohne Vorschriften seinen Alltag gestalten kann. Normalerweise - denn aktuell sieht es durch das Coronavirus etwas anders aus. Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote und Arbeitsverbote treffen vor allen Dingen Familien sehr hart. Der Kontakt zu Familienangehörigen, die nicht im gleichen Haushalt leben, ist deutlich eingeschränkt. Und so kann es passieren, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr sehen, Grosseltern auf lange Zeit den Kontakt zum Kind oder zu Enkelkindern vermeiden müssen und geliebte Menschen nicht mehr einfach in den Arm genommen werden können.

Jeder geht anders mit dem Social Distancing um. Wer jung ist und die Vorzüge von den sozialen Medien kennt und schätzt, der stellt in der Zeit der Coronakrise auf den virtuellen Kontakt um. Wer jedoch älter oder alleine ist, dem fehlen die sozialen Kontakte, die neben der Familie auch einfach mal beim Einkaufen, im Sportstudio oder beim Spaziergang geknüpft werden konnten.

Was kannst du im Rahmen der Coronakrise für dich und deine Familie tun?

  • bleib ruhig
  • informiere dich und deine Familie umfassend
  • sprich mit deinem Kind über die Coronakrise, hier gibt's ein Erklärvideo
  • achte auf Kinder und Menschen, die gefährdet sind, verhalte dich vorbildlich.
  • haltet zusammen und schaut positiv in Richtung Zukunft
  • seid füreinander da, biete anderen deine Hilfe an (z.B. einkaufen)
  • meldet euch bei euch wichtigen Menschen z.B. mit einem netten Gruss per Postkarte oder einem Telefonanruf
  • beschäftigt euch gemeinsam mit spielen, kochen, basteln, singen, kuscheln und raufen, schafft euch aber auch Ruheinseln, wo jeder Zeit für sich hat.

Aktion “Kinder brauchen Väter – auch in Zeiten von Corona”.

Mit einer Filmaktion macht der Verein für elterliche Verantwortung auf die Situation entfremdeter Eltern aufmerksam, die die ihre Kinder nicht oder nur sehr selten sehen können.  Ob im Einzelfall Absicht, Unwissen oder andere Umstände verantwortlich sind, spielt dabei für die betroffenen Kinder und Eltern letztlich keine Rolle, die Tatsache, dass der Kontakt abbricht ist eine Tragödie die sich leider viel zu oft von der Öffentlichkeit unbemerkt abspielt. Denn Kinder brauchen beide Eltern – auch nach Trennung/Scheidung.

Welche Auswirkungen kann die Isolation von Freunden und älteren Mitmenschen haben?

Besonders ältere und einsame Menschen leiden daher unter der Isolation von der Familie, Freunden und normalen Kontakten im Alltag. Sie wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. Die Vereinsamung setzt ein, was zu schwerwiegenden psychischen Problemen führen kann. Hier ist wichtig, dass genau diese Menschen nicht vergessen werden. Dass man sich um sie kümmert, ihnen Halt bietet und immer ein offenes Ohr hat. Auch wenn das aktuell nur per Telefon oder über die sozialen Medien funktioniert.

Welche Strategien helfen, um einem emotionalen Trauma vorzubeugen?

Der Familienalltag stellt viele Familien mit Kind in der momentanen Situation auf eine harte Probe. Klare Regeln im Umgang miteinander sind daher wichtig. Jeder sollte innerhalb des Haushaltes seinen eigenen Rückzugsort haben. Es müssen Zeiten gefunden werden, in denen das Kind spielen und toben kann, aber auch Zeiten, in denen Ruhe herrscht und in denen jeder für sich etwas Zeit hat.

Wichtig sind zudem Gespräche. Probleme müssen geklärt werden, bevor es zum Streit zwischen Eltern und Kind kommt. Nur so kann der Familienalltag auch unter der aktuell schwierigen Situation einigermaßen funktionieren.

Welche Chancen können sich für Familien ergeben?

Neben all den Einschränkungen bringt das Coronavirus auch Chancen mit sich. Und das nicht nur für Familien. Wir hinterfragen unser Leben, entschleunigen und konzentrieren uns auf die wichtigen Dinge im Alltag. Die Familie, das Kind, die Eltern, Grosseltern und alle anderen Menschen, die uns wichtig sind. Liegengebliebene Arbeiten können erledigt werden, tolle Gespräche entstehen und der Zusammenhalt in der Familie wird gefestigt. Eine Krise kann daher auch immer eine Chance sein - wir müssen nur das Beste daraus machen.

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