COVID-19: Tipps, die dein Baby schützen & Informationen für Stillende

Stillen und das Coronavirus © Oksana Kuzmina - AdobeStock.com

Alle Eltern sorgen sich um ihre Kinder, gerade, wenn sie noch so klein sind. Wenn man ein Kratzen im Hals spürt oder husten muss, sollte man dann auf Flaschennahrung umstellen? Ist die Muttermilch auch in diesen Zeiten noch das Beste für ein Kind? Wir sind der Frage nachgegangen und können Eltern beruhigen. In der Muttermilch wurden Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen. Sie schützt sogar.

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Stillen und das Virus SARS-CoV-2: Ist es gefährlich?

Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, weshalb es theoretisch möglich ist, dass eine infizierte Mutter ihr Kind beim Stillen ansteckt, weil dann naturgemäss viel Nähe herrscht. In der Muttermilch wurde das Virus jedoch noch nicht nachgewiesen. Sie scheint also kein Übertragungsweg zu sein. Die gute Nachricht ist, dass in Proben von Muttermilch Antikörper für den Coronavirus festgestellt wurden. Das bedeutet, dass die Muttermilch einen schützenden Effekt haben kann. 

Warum sollte eine stillende Mutter jetzt nicht auf das Stillen verzichten?

Nur wegen einer potenziellen Gefahr auf die Flasche umzusteigen, wäre falsch. Man darf den emotionalen Effekt des Stillens nicht unterschätzen, denn es gibt sowohl der Mutter als auch dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Das wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Wer jedoch abstillt, obwohl er es eigentlich gar nicht will, erlebt unter Umständen emotionalen Stress und wird schneller krank. Lass dich also nicht verunsichern!

Was ist, wenn eine stillende Mutter mit dem Coronavirus infiziert ist?

Auch falls du positiv auf das Coronavirus getestet wurdest, musst du das Stillen nicht aufgeben. Manche Ärzte empfehlen in einem solchen Fall eine räumliche Trennung von Mutter und Kind, andere halten das aufgrund der seelischen Auswirkungen für fatal. Besprich die Massnahmen mit dem Arzt deines Vertrauens. Wenn du dich fit genug fühlst, kannst du die Milch abpumpen und deinem Baby geben lassen. Sollte das nicht funktionieren, gräme dich nicht. Auch beim Füttern mit dem Fläschchen entsteht ganz viel Nähe und eine intensive Bindung.

Bezahlte Stillpausen im Homeoffice

Wenn du im Homeoffice arbeitest, musst du deine Arbeitszeit selbst erfassen. Du hast das Recht auf bezahlte Stillzeit im Verhältnis zu deinen täglichen Arbeitsstunden. Die Pausen darfst du selbst gestalten, aber diese dürfen ausschliesslich für das Stillen genutzt werden.

Tipps, die dein Baby schützen

  • Wasche regelmässig deine Hände und desinfiziere sie. Vor und nach dem Stillen solltest du gründlich die Hände waschen und Flächen nach Möglichkeit desinfizieren. Befolge die bekannten Hygieneregeln. Gefässe und Pump-Sets sollten nach jedem Gebrauch sterilisiert werden.
  • Vermeide, dir oft ins Gesicht zu fassen, also Augen, Nase und Mund zu berühren.
  • Schränke die sozialen Kontakte ein, sodass dein Baby vor einer möglichen Ansteckung recht gut geschützt ist.
  • Vergewissere dich, dass du und Menschen in deiner Umgebung auf eine richtige Husten- und Nies-Etikette achten. Dies bedeutet in ein Taschentuch oder die Armbeuge zu husten bzw. zu niesen. Das benutzte Taschentuch sollte sofort entsorgt werden.
  • Auch du solltest kein Risiko eingehen und andere für dich einkaufen lassen oder den Lieferdienst bemühen.
  • Es kann nützlich sein, beim Stillen und bei der Versorgung des Babys einen Mundschutz zu tragen. Theoretisch ist es nämlich möglich, dass du das Virus in dir hast, aber noch keine Symptome bemerkt hast. 
  • Achte beim Kochen auf Sauberkeit und Sicherheit: Nutze unterschiedliche Schneidebretter für rohe und gekochte Lebensmittel.
  • Fühlst du dich krank? Bleibe zuhause. Wenn du erste Anzeichen von Fieber, Husten und Atembeschwerden hast, kontaktiere frühzeitig einen Arzt. 
  • Informiere dich, verhalte dich vorbildlich und befolge die gegebenen Ratschläge des BAG.
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