Sonnenschutz in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft müssen sich die werdenden Mütter mit vielem einschränken: Kein Alkohol mehr, Zigaretten sind natürlich auch tabu und Sushi oder rohes Fleisch ist ebenfalls zu meiden. Doch auch die Haut reagiert sehr empfindlich - vor allem gegenüber der Sonne. Wir erklären dir, was du beim Sonnenbaden beachten musst.

Hautveränderungen als werdende Mutter: Die Schwangerschaftsmaske

Deine Haut ist während der Schwangerschaft gegenüber Sonnenstrahlen sehr empfindlich. So können etwa deine Brustwarzen, Muttermale und Sommersprossen dunkler werden, die Linea nigra wird sichtbar (ein brauner Streifen vom Bauchnabel bis zum Schambein) oder deine Haut kann hormonell bedingt mit Pigmentflecken im Gesicht reagieren. Diese unregelmässigen Flecken, die typischerweise an den Schläfen, der Stirn, am Kinn und auf den Wangen auftauchen, werden als sogenannte Schwangerschaftsmaske bezeichnet. Sie verschwinden in der Regel nach der Schwangerschaft wieder von selbst und sind auch absolut harmlos.

Solltest du dich also nicht von der Pigmentstörung gestört fühlen, kannst du einfach abwarten. Damit die Schwangerschaftsmaske bei dir dennoch nicht allzu auffällig wird, kannst du zwei wirksame Gegenmassnahmen treffen: Vermeide intensive Sonnenstrahlung und gehe nur mit einem geeigneten Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor in die Sonne.

Durch zu viel Sonne senkt sich dein Folsäurespiegel

Intensive Sonneneinstrahlung hat noch einen weiteren Nachteil für die Mutter und das ungeborene Baby: Folsäure wird durch die UV-Strahlung zerstört. Diese ist jedoch besonders bis zur 12. Schwangerschaftswoche wichtig für dein Baby, denn ein Folsäuremangel erhöht das Risiko von Fehlbildungen beim Kind. Übermässiges Sünnele solltest du daher im ersten Trimester vermeiden. Dennoch musst du nicht gänzlich darauf verzichten: Nimm am besten in den Morgenstunden oder am späteren Nachmittag ein Sonnenbad und vermeide die starke Mittagshitze. Nimm viel Flüssigkeit zu dir und kühle dich regelmässig ab, um dich vor einer Dehydrierung zu schützen. So kann dein Körper im hellen Licht auch das nötige und wichtige Vitamin D produzieren, was für den Knochenaufbau wichtig ist.

Die richtige Sonnenschutzcreme

Du solltest in der Schwangerschaft idealerweise einen höheren Sonnenschutz verwenden als üblich (mindestens LSF 25 ). Wähle eine Lotion oder eine Creme, die auf mineralische und physikalische Filter setzen, anstatt auf chemische Filtersubstanzen. Chemische Stoffe wandeln nämlich UV-Strahlen in Wärme um, wodurch deine Haut sich zusätzlich aufwärmt. Für dein Kind ist natürlich eine Überhitzung nicht gut. Des Weiteren gelangen die Duftstoffe und chemischen Inhaltsstoffe direkt über die Haut ins Blut und gelangen so zu deinem Kind.

Physische und mineralische Filtersubstanzen enthalten Stoffe, die auf der Haut liegen bleiben und die UV-Strahlen reflektieren können, sodass diese nicht in deine Haut eindringen können. Darüber hinaus eignen diese Substanzen sich auch für Personen mit einer Allergie auf organische Filter, denn in der Regel werden sie sehr gut vertragen.

 

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