Epilieren oder Waxing in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft ändert sich durch die Hormonumstellung das Haarwachstum. Vermehrt wachsen dunkle, dicke Haare auch an ungewöhnlichen Stellen. Etwa sechs Monate nach der Geburt fallen diese Haare wieder aus. Bis dahin muss eine Frau aber keineswegs auf glatte Haut verzichten!

Gibt es Gefahren für Schwangere, wenn sie epilieren oder wachsen?

Vielfach wird davor gewarnt, in der Schwangerschaft zu epilieren oder zu wachsen. Dabei bestehen rein gesundheitlich keine Bedenken, die gegen diese Methoden der Haarentfernung sprechen. Allerdings werden Brüste und Unterleib in der Schwangerschaft stärker durchblutet und sind empfindlicher. Dadurch wird die Haarentfernung mit Epilier-Gerät oder Wachs schmerzhafter und es entstehen schneller blaue Flecken.

Steigt das Infektionsrisiko beim Enthaaren?

Kleine Hautverletzungen, die bei der Enthaarung entstehen können, können Eintrittspforten für Krankheitserreger sein. Um Infektionen vorzubeugen, sollte nach der Haarentfernung ein Antiseptikum auf die Haut aufgetragen werden. Zu bevorzugen sind alkoholfreie Desinfektionsmittel, da sie nicht brennen.

Was ist Waxing?

Beim Waxing wird Warmwachs oder eine Zuckermasse (Sugaring) auf die zu enthaarende Haut aufgetragen. Die Haare bleiben an dieser Schicht kleben. Wird das Wachs oder die Zuckermasse mit einem schnellen Ruck entfernt, werden die Haare mitsamt der Wurzel aus der Haut gerissen. Die Prozedur ist unangenehm bis schmerzhaft, wird aber nach häufigeren Behandlungen schmerzärmer. Nach dem Waxing kommen die Haare feiner nach, weshalb das Herausreissen weniger wehtut. Um die Schmerzhaftigkeit zu reduzieren, kann die Haut vorher gewärmt werden, wodurch sich die Poren öffnen.

Welche Stellen sollten in der Schwangerschaft nicht epiliert werden?

Aufgrund der starken Schmerzhaftigkeit sollten Schwangere abwägen, ob sie weiterhin epilieren wollen. Die Brüste sollten in den letzten zwei bis drei Schwangerschaftswochen nicht epiliert werden. Die Beine können die ganze Schwangerschaft hindurch problemlos enthaart werden.

Ist die Intimrasur unbedenklich?

Im Gegensatz zum Epilieren und Wachsen ist die Rasur schmerzfrei. Allerdings verschlechtert sich mit dem wachsenden Babybauch die Sicht auf den Intimbereich. Dadurch kann es leichter zu Verletzungen kommen. Zu Beginn können Schwangere mit Spiegeln arbeiten, um eine gute Sicht zu haben. Wenn das nicht mehr ausreicht, kann der Partner um Hilfe gebeten werden. Es ist darauf zu achten, keine reizenden Stoffe in die Scheide gelangen zu lassen! Ausserdem ist eine allergische Reaktion beispielsweise auf Rasiergel oder -schaum möglich, selbst wenn dasselbe Produkt vor der Schwangerschaft gut vertragen wurde.

Spürt das ungeborene Kind die Schmerzen beim Wachsen oder Epilieren auch?

Im letzten Schwangerschaftsdrittel bewegt sich das Kind vermehrt. Beim Epilieren oder Waxing tritt es oft um sich. Das liegt aber nicht daran, dass es die Schmerzen spüren könnte! Dem Baby schadet die Enthaarung nicht. Allerdings stressen Schmerzen den Körper der werdenden Mutter. Dieser Stress führt dazu, dass das Kind aktiver wird.

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