Die Chorionzottenbiopsie

Die Chorionzottenbiopsie kann ab der elften Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Untersuchung wird nicht bei jeder Schwangeren durchgeführt, sondern empfohlen, wenn ein Verdachtsmoment besteht. Wenn dein Arzt dir diese Untersuchung vorschlägt, solltest du Ruhe bewahren und zusammen mit deinem Partner entscheiden, ob du die Biopsie durchführen möchtest.

Die Chorionzottenbiopsie schliesst Erbkrankheiten aus

Chromosomenstörungen gehören beim neugeborenen Baby zu den häufigsten Anomalien. Die pränatale Diagnostik ermöglicht die Erkennung derartiger Störungen bereits in der Frühschwangerschaft. Dabei wird die Fruchtwasseruntersuchung ab der 13. Schwangerschaftswoche am häufigsten durchgeführt. Die Fruchtwasseruntersuchung gehört zu den Untersuchungen Schwangerschaft, die jeder Frau ab einem Alter von 35 Jahren angeboten werden. Grund dafür ist, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Baby mit einem Gendefekt zur Welt zu bringen, mit zunehmendem Alter ansteigt. Da die Fruchtwasseruntersuchung erst durchgeführt werden kann, wenn das Baby voll entwickelt ist, gerät die Mutter in einen schweren Konflikt, wenn Chromosomenstörungen nachgewiesen werden. Die Chorionzottenbiopsie ermöglicht eine frühere Diagnose, die einen Abbruch der Schwangerschaft bei der Feststellung von Erbkrankheiten vor dem Ende des ersten Trimesters möglich macht. Du wirst eine Empfehlung für die Untersuchungen Schwangerschaft bekommen, wenn du erblich vorbelastet bist, weil du bereits ein Kind mit einer Chromosomenstörung geboren oder verloren hast. Ergeben die Ultraschalluntersuchungen einen Verdacht, ist es für dich ebenfalls möglich, die Chorionzottenbiopsie vornehmen zu lassen. Gleiches gilt für eine Nackenfaltenmessung, die eine Auffälligkeit ergab, oder wenn es in deiner Familie Stoffwechselstörungen gibt oder gab, die einen erhöhten Verdacht auf Chromosomenstörungen nahelegt.

Chorionzottenbiopsie - was ist das?

Die Chorionzottenbiopsie kann ab der elften Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Chorionzotten befinden sich an der Plazenta und können durch eine Biopsie in einer geringen Menge gewonnen werden. Aus den Zotten wird das Erbmaterial des Embryos gewonnen. Dies kann bis zu zehn Tagen dauern, da das genetische Material zunächst gezüchtet werden muss. Eine erste Diagnose kann dir jedoch schon nach zwei Tagen mitgeteilt werden.
Ist die Diagnose ohne Befund, kannst du deine Schwangerschaft besonders geniessen, denn du bekommst schon sehr früh die Sicherheit, dass dein Baby gesund ist. Sollte die pränatale Diagnostik ergeben, dass bei deinem Baby Erbkrankheiten vorliegen, kannst du die Schwangerschaft abbrechen lassen. Für diese schwere Entscheidung bekommst du etwas Zeit. Du kannst dich mit der Erkrankung deines Babys auseinandersetzen und gemeinsam mit deinem Partner und mit der Familie eine Entscheidung treffen.

Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt

Hast du dich entschieden, die pränatale Diagnostik durchführen zu lassen, bekommst du einen Termin im Spital. Du musst nicht stationär aufgenommen werden, sondern kannst nach der Untersuchung wieder nach Hause gehen. Lediglich eine kurze Ruhezeit musst du einplanen. Die Risiken der Untersuchung liegen in einer vorzeitigen Fehlgeburt. Dies passiert statistisch betrachtet jedoch nur bei fünf von 1'000 Untersuchungen. Du solltest versuchen, ruhig zu bleiben und deine Ängste zusammen mit dem Partner zu verarbeiten.

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