Bonding-Tipps für (werdende) Väter

Für moderne Väter ist es heute glücklicherweise genauso wichtig, eine feste Bindung zum eigenen Kind aufzubauen. Doch wie genau gelingt das in den ersten Wochen nach der Geburt? Kann ein Mann auch schon während der Schwangerschaft eine Beziehung zum Baby aufbauen? Alles Wichtige zum Thema Papa-Bonding erfährst du in diesem Artikel.

Die bindungsbildenden Phasen eines Säuglings

Jeder Vater wünscht sich, dass sein Kind ihn respektiert, ihn liebt und ihm vertraut. Doch natürlich sind Männer biologisch gesehen hier etwas im Nachteil, denn in der Regel hat die Mutter besonders am Anfang eine stärkere Bindung zum Kind. Klar, schliesslich waren die beiden neun Monate lang miteinander verbunden. Das Kind hat Mamas Stimme gelauscht, ihre Bewegungen miterlebt. Hierdurch wurde eine starke emotionale Bindung geschaffen, die auch nach der Geburt durch das Stillen und den engen Körperkontakt noch weiter intensiviert wird.

Dies ist ein ganz natürlicher Vorgang, der als "Bonding" bezeichnet wird. Nach heutigen Erkenntnissen dauert diese bindungsbildende Phase eines Säuglings fast das komplette erste Lebensjahr an. Zudem hat sie äusserst starken Einfluss auf die späteren Verhaltensweisen des Kindes, insbesondere hinsichtlich der Kontaktfreudigkeit, dem Wunsch nach körperlicher Nähe, der Beziehungs- und Kontaktfreudigkeit sowie auch dem späteren Verhältnis zu den Eltern. Es lohnt sich, dem Papa Bonding besonders Zeit zu schenken.

Bonding-Tipps für die Schwangerschaft

Schon in der Schwangerschaft kann die Bindung vom Vater zu seinem Kind beginnen. Der werdende Vater sollte seine Partnerin so oft wie möglich zu den Ultraschallterminen beim Frauenarzt begleiten. Zudem kann ein Baby bereits ab der 11. Woche hören. Da bleibt also genug Zeit, dass sich das Kleine schon im Bauch mit Papas Stimme vertraut machen kann. Redet als zukünftige Eltern viel miteinander, nehmt den Kontakt zum Baby auf und geht liebevoll miteinander um. Den Babybauch streicheln, gefühlvoller Sex, mit Öl massieren, die kleinen Tritte beobachten - der erste Grundstein für eine gute Bindung ist somit gelegt.

Die ersten Stunden nach der Geburt: Bonding-Tipps

Im Leben eines Menschen gehören die ersten Stunden nach der Geburt zu den wichtigsten, doch auch in den Monaten danach kann der Papa viel dafür tun, dass eine enge Eltern-Kind-Beziehung entsteht. Der frisch-gebackene Papa kann bereits im Kreisssaal die direkte Nähe zum Kind suchen. Nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater kann sich den Säugling auf die nackte Brust legen, damit es die väterliche Haut so früh wie möglich fühlen kann. Auch den Geruch des Papas nimmt das Kleine nun bewusst auf.

Beim Stillen kann der Papa währenddessen sanft die kleinen Händchen streicheln und leise mit ihm reden. Das Baby weiss so, dass Papa bei dem lebenswichtigen Vorgang des Stillens dabei ist - ein wichtiger Vertrauter. Beim Spielen, Wickeln oder einer liebevollen Babymassage entsteht eine tiefe Bindung.

Fazit: Bonding für Väter als wichtiger Grundstein

Je intensiver sich der frisch-gebackene Vater mit dem Baby beschäftigt, desto wichtiger wird er auch automatisch in der Rolle als Beschützer und vertraute Bezugsperson. Sprechen, Körperkontakt und das gemeinsame Schlafen schaffen eine tolle Nähe und somit auch gleichzeitig ein grosses Vertrauen.

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Stille Momenten sind sehr wichtig. Wenn der Papa solche Zeiten mit dem Baby vollbringen, ist der Verbindung noch verstärkt. Dank für die Tipps! 

jay |