Zecken – wie schütze ich mein Kind?

Zecken sind ein Phänomen, welches die warme Jahreszeit mit sich bringt. Dabei vermehren sich die Angriffe der Blutsauger nicht mit steigenden Temperaturen, sondern Kinder und Kleinkinder halten sich einfach mehr draussen auf, so dass das Risiko von Zeckenbissen steigt. Wer in einem Risikogebiet der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) lebt - und dies weiss der Kinderarzt - sollte abklären, ob eine Impfung sinnvoll sein kann. Aber trotzdem heisst es: Ruhe bewahren!

Die Gefahren vom Zeckenbiss

Eltern sind gerade dann, wenn es um die Zecken geht, immer sehr schnell panisch, dass das Kind sich mit der FSME infizieren könnte. Dazu sei gesagt, dass dieses Risiko zwar gegeben ist, dass die Infektion der Zecke mit diesem Krankheitserreger aber nicht zwingend und eher selten vorkommen. Allerdings sind Zeckenbisse beim Kind bedingt durch Infektionen auch nicht immer völlig ungefährlich. Die Zecke geht von Wirt zu Wirt - egal ob Mensch oder Tier - und verbreitet so auch Viren und Bakterien. In jedem Fall sollte ein Zeckenbiss unbedingt immer wieder kontrolliert werden und im Bedarfsfall unbedingt zügig der Arzt aufgesucht werden.

Wie kontrolliere ich mein Kind auf Zeckenbisse?

Gerade im Frühjahr und Sommer sollten Kinder täglich - am besten am Abend beim ohnehin anstehenden Duschen - von Kopf bis Fuss nach Zeckenbissen untersucht werden. Wichtig ist dabei, besonders die Hautfalten (wie unter den Achseln) einer genauen Kontrolle zu unterziehen. Aber grundsätzlich ist es wichtig, den gesamten Körper zu kontrollieren. Die Zecken suchen sich zwar warme Körperregionen - wie beispielsweise auch den Bereich hinter den Ohren - sie haben aber auch kein Problem, sich lediglich in einer Wade festzubeissen, um dort an ihre Blutmahlzeit zu gelangen. Am einfachsten ist der Zeckenbiss erkennbar, wenn die Zecke noch am Spender hängt, aber auch rötliche Bissspuren deuten auf einen Zeckenangriff hin.

Die Zecke entfernen

Versuche nicht, die Zecke aus der Haut zu drehen. Das ist falsch, denn durch das Drehen kann der Kopf abreissen und innerhalb der Haut verbleiben. Richtig werden Zecken mit einer Zeckenkarte oder -zange entfernt, indem man diese nahe der Haut aufsetzt und die Zecke dann vorsichtig aber konsequent heraus zieht. Die Einstichstelle wird danach desinfiziert und natürlich beobachtet.

Worauf sollten Eltern achten?

Zecken lauern auf Sträuchern und Gräsern, um sich an ein vorbeistreifendes Opfer zu heften – und zuzustechen. Davon spürt das Kind oder der Erwachsene meist nichts, weil dieser Angriff ganz schmerzlos vor sich geht. Ein wichtiger Schutz gegen Zeckenbisse ist daher die bedeckte Haut. Kinder, die barfuss in der Wiese herumlaufen, bekommen eher Zeckenbisse als Kinder, die Schuhe und Strümpfe und beinbedeckende, also lange Hosen tragen. Auch eine Kopfbedeckung kann vor Zecken schützen, weil Zecken gerne auf der Kopfhaut, beim Haaransatz, hinter den Ohren oder im Nacken zustechen (warme, feuchte, dünne Hautpartien). Dazu gibt es in der Apotheke Lotionen und Sprays zu kaufen, die durch ihren Duft die Zecken abhalten sollen. Lass dich beraten und frag bei Unklarheiten auch bei deinem Kinderarzt nach.

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