Erste Hilfe-Tipps für die richtige Wundbehandlung

Eltern wissen oft bevor sie es sehen, dass etwas passiert ist. Laut weinend kommt das Kind und zeigt entsetzt auf eine blutende Schürfwunde. Keine Panik! Die meisten Hautverletzungen sehen schlimmer aus, als sie sind und du kannst sie oft selber verarzten. Dafür solltest du einige wichtige Dinge in der Hausapotheke haben. Bei grösseren Verletzungen ist es allerdings ratsam einen Arzt aufzusuchen.

Die richtige Behandlung von kleinen Wunden

Für Kinder ist der Schrecken der Verletzung meist grösser als die Verletzung selber. Deshalb ist Priorität Nr. 1 für eine Mutter: Dein Kind beruhigen.

Bevor du Kinder behandelst, solltest du aus Hygienegründen selber saubere Hände haben oder Einweghandschuhe tragen. Eine kleinere Schürfwunde spülst du mit fliessendem Wasser ab, desinfizierst die Wunde mit Wundspray, tupfst sie trocken und bedeckst sie mit einem sterilen Pflaster. Ein Pflaster hilft, die Wunde sauber zu halten, damit weder Keime, Bakterien noch Schmutz eindringen können. Alternativ kannst du bei kleineren Hautverletzungen nach dem Säubern auch ein Sprühpflaster benutzen. Es wird einfach auf die gereinigte Stelle aufgesprüht und ist ein wasserfester, atmungsaktiver Pflasterfilm auf der Haut, der vor Schmutz und Bakterien schützt. Es ist immer wieder ein Wunder, wie die Haut sich selber heilt!

Achtung bei grösseren und stark blutenden Wunden

Grössere Wunden solltest du weder reinigen noch spülen. Zu gross ist die Gefahr, dass die Wunde dadurch verunreinigt wird. Hier nimmst du am besten eine sterile Kompresse aus deiner Hausapotheke und legst sie auf die Wunde, um die Blutung zu stillen. Reicht das nicht aus, solltest du einen Druckverband über dem ersten Verband anlegen. Stark blutende Wunden müssen innerhalb von 6 Stunden ärztlich versorgt werden, das heisst genäht, geklebt oder getapt.

Einen Arzt solltest du ausserdem aufsuchen, wenn

  • sich die Blutung nicht stillen lässt,
  • die Verletzung im Gesicht ist,
  • sich die Wunde rötet, anschwillt oder pocht (mögliche Infektion!)
  • in der Wunde Fremdkörper wie Splitter sind
  • es sich um eine Bisswunde handelt.

Ein sicheres Gefühl - Was in eine Hausapotheke gehört

Folgende Dinge sollten Eltern für den Notfall zur Behandlung einer Schürfwunde, von Kratzern oder Schnitten immer zur Hand haben:

  • Einmalhandschuhe
  • Pflaster
  • Sprühpflaster
  • Wunddesinfektionsmittel, Heilsalbe
  • sterile Kompressen und Mullbinden
  • Verbandpäckchen
  • Kühlkompressen (im Kühlschrank aufbewahren)

Als Eltern solltet ihr immer darauf achten, dass eure Kinder einen ausreichenden Wundschutz (Tetanusimpfung) haben.

Mit diesen Tipps und deiner Intuition schaffst du es ganz schnell, dein Kind wieder zum Lachen zu bringen. Und wenn du dir nicht sicher bist: Kein Arzt der Welt ist sauer, wenn du ihn auch wegen einer Bagatelle aufsuchst. Hauptsache, dem kleinen Patienten geht es schnell wieder gut!

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